Am Montag ist das Passagierterminal des internationalen Flughafens Paphos im Westen Zyperns vollständig evakuiert worden.
Auslöser für die Sicherheitsmaßnahme war laut Berichten des zyprischen Staatsrundfunks ein verdächtiges Radarsignal, das im Luftraum nahe des zivilen Geländes identifiziert wurde. Sicherheitskräfte räumten das Gebäude innerhalb kurzer Zeit, um potenzielle Gefahren für Reisende und Personal auszuschließen. Der Vorfall führte zu erheblichen Verzögerungen im Flugplan, da zahlreiche Maschinen am Boden bleiben mussten oder auf andere Flughäfen, wie den etwa 140 Kilometer entfernten Airport in Larnaka, umgeleitet wurden.
Die Alarmbereitschaft auf der Mittelmeerinsel ist derzeit extrem hoch, da sich der zivile Flughafen nur rund 60 Kilometer von der britischen Militärbasis RAF Akrotiri befindet. Diese Basis war bereits in der vorangegangenen Nacht zum Ziel eines Angriffs geworden, bei dem eine unbemannte Drohne auf dem Militärgelände einschlug. Ob ein direkter Zusammenhang zwischen dem Vorfall am Flughafen Paphos und den Aktivitäten nahe der britischen Einrichtung besteht, wird derzeit von den zyprischen Behörden in enger Abstimmung mit internationalen Sicherheitsexperten untersucht. Die Region gilt aufgrund ihrer geografischen Nähe zum Nahen Osten als strategisch hochsensibel.
Kurz nach Mittag heulten am Montag an der britischen Basis RAF Akrotiri erneut die Sirenen. Augenzeugen berichteten von Kampfflugzeugen, die im Alarmstart aufstiegen, um den Luftraum zu sichern. Diese militärischen Bewegungen verstärkten die Unruhe unter den am Flughafen Paphos gestrandeten Passagieren. Militärische Quellen bestätigten, dass die Luftraumüberwachung nach dem Drohnentreffer der Nacht massiv verschärft wurde. Die britischen Streitkräfte nutzen Akrotiri als zentralen Stützpunkt für Operationen in der Region, weshalb Sicherheitsstörungen an diesem Standort unmittelbar Auswirkungen auf den gesamten zivilen Luftverkehr Zyperns haben können.
Zusätzliche Berichte aus Sicherheitskreisen deuten darauf hin, dass die zyprische Nationalgarde ihre Überwachungsposten entlang der Küste verstärkt hat. Der Flughafenbetreiber Hermes Airports arbeitet eng mit der Polizei zusammen, um die Sicherheitschecks am Terminal nach der Evakuierung zu intensivieren. Reisende wurden angewiesen, sich vor der Anreise zum Flughafen über den aktuellen Status ihrer Flüge zu informieren. Bisher wurden keine Verletzten gemeldet, doch die psychologische Belastung für Passagiere und Anwohner nimmt angesichts der wiederkehrenden Alarmsituationen in diesem Teil der Republik Zypern spürbar zu.