Das Marchfelder Schlösserreich startet im März 2026 mit einem erweiterten Kultur- und Veranstaltungsprogramm in die neue Saison.
Die historischen Standorte Schloss Hof, Schloss Eckartsau und Schloss Orth an der Donau öffnen ihre Pforten für den Publikumsverkehr und setzen dabei auf eine Kombination aus geschichtlicher Wissensvermittlung und herrschaftlicher Gartenarchitektur. Während Schloss Hof bereits am 7. März mit dem traditionellen Ostermarkt den Auftakt bildet, folgen die weiteren Standorte im Laufe des Monats. Ein Wermutstropfen für Besucher bleibt jedoch die vorübergehende Schließung von Schloss Niederweiden, das aufgrund umfassender Renovierungsarbeiten im gesamten Jahr 2026 für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sein wird.
Auf Schloss Hof steht die Saison im Zeichen der barocken Gartenkunst. Die neue Sonderausstellung „Verspielte Symmetrie – Der Barockgarten als Kunstwerk“ widmet sich der präzisen Gestaltung und den technischen Innovationen historischer Parkanlagen. Dabei werden die Unterschiede zu Renaissance- und Landschaftsgärten anhand von Skulpturen und Wasserspielen verdeutlicht. Das Areal, das einst als Jagdsitz für Prinz Eugen von Savoyen diente und später von Maria Theresia erworben wurde, gilt als eines der bedeutendsten Barockensembles Europas. Die Investitionen in die Revitalisierung der Terrassengärten in den vergangenen Jahren tragen nun dazu bei, dass Schloss Hof seine Stellung als touristischer Leitbetrieb im Osten Österreichs weiter festigt.
Ein besonderes Jubiläum feiert in diesem Jahr das Nationalparkzentrum Schloss Orth an der Donau. Zum 30-jährigen Bestehen des Nationalparks Donau-Auen wurde die neue Dauerausstellung „Im Fluss“ konzipiert. Diese beleuchtet die ökologische Bedeutung der Flusslandschaft sowie aktuelle Forschungsergebnisse zur regionalen Tierwelt. Neu ist hierbei ein integriertes Ticketsystem, das den Zugang zu allen Attraktionen des Schlosses, einschließlich der Schlossinsel und des Aussichtsturms, mit einer einzigen Karte ermöglicht. Ergänzend dazu öffnet Schloss Eckartsau am 21. März mit einem Fokus auf Familienangebote. Neben interaktiven Kostümführungen kommt hier der Naturbeobachtungswagen „Spähikel“ zum Einsatz, um Besuchern die Flora und Fauna der angrenzenden Auen näherzubringen.
Die wirtschaftliche Bedeutung des Schlösserreichs für die Region Marchfeld ist erheblich, da die Standorte als wichtige Impulsgeber für den lokalen Tourismus zwischen den Metropolen Wien und Bratislava fungieren. Die enge Vernetzung der Schlösser ermöglicht eine thematische Klammer, die von kaiserlicher Geschichte bis hin zur modernen Naturforschung reicht. Im museumORTH startet zudem am 21. März die Sonderausstellung „Dieses Bild hat immer das letzte Wort“, die das kulturelle Angebot der Marktgemeinde erweitert. Durch die Kombination aus traditionellen Märkten, hochkarätigen Schlosskonzerten im Mai und modernen Ausstellungsformaten zielt das Marchfelder Schlösserreich 2026 auf eine Steigerung der Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr ab.