Stadler Kiss Smile (Foto: Westbahn).
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Westbahn startet Südstrecken-Betrieb mit Kärnten-Branding

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Seit dem 1. März 2026 hat das private Eisenbahnunternehmen Westbahn seinen Betrieb auf der österreichischen Südstrecke aufgenommen und verbindet nun täglich Wien mit Villach. Ein zentrales Merkmal dieser neuen Verbindung ist die Kooperation mit dem Land Kärnten und der Kärnten Werbung.

Alle drei eingesetzten Hochgeschwindigkeitszüge des Typs „Smile“ vom Schweizer Hersteller Stadler wurden mit einem markanten Ganzkörper-Branding versehen. Während zwei Züge kulturelle Schwerpunkte thematisieren, widmet sich die dritte Garnitur den Natur- und Ausflugszielen der Region. Die Züge fungieren somit als rollende Werbeträger, die Motive aus den Bereichen Radfahren, Wandern und Wintersport in den Großraum Wien, Niederösterreich und die Steiermark tragen.

Die strategische Entscheidung der Westbahn, neben der Weststrecke nun auch die Verbindung über Graz und Klagenfurt nach Villach zu bedienen, verstärkt den Wettbewerb auf der Schiene erheblich. Die neuen Haltepunkte, darunter Kühnsdorf-Klopeiner See und Pörtschach am Wörthersee, verbessern die Erreichbarkeit der Kärntner Tourismusregionen für Kurzurlauber und Pendler gleichermaßen. Landesrat Sebastian Schuschnig betont, dass die verstärkte Anbindung an Wien und Graz eine deutliche Angebotsausweitung im öffentlichen Verkehr darstellt. Die Westbahn setzt dabei auf modernen Komfort und Direktverbindungen, um zusätzliche Gästepotenziale zu erschließen, die den Verzicht auf das Auto bevorzugen.

Hinter der Initiative steht eine partnerschaftliche Finanzierung und Konzeption zwischen dem Land, der Landestourismusorganisation und dem Verkehrsunternehmen. Ziel ist es, Kärnten nicht nur als Urlaubsdestination, sondern auch als lebenswerten Wirtschaftsstandort sichtbar zu machen. Die Geschäftsführung der Westbahn, vertreten durch Marco Ramsbacher und Thomas Posch, sieht in der Gestaltung der Züge eine innovative Form der Standortpräsentation, die über klassische Werbemaßnahmen hinausgeht. Durch die tägliche Präsenz der auffälligen Garnituren im Mobilitätsalltag wird eine kontinuierliche Aufmerksamkeit für die südlichste Region Österreichs generiert.

Branchenexperten werten den Vorstoß der Westbahn auf die Südstrecke als wichtigen Schritt zur Auflösung des bisherigen Monopols der staatlichen Bundesbahnen in diesem Sektor. Die Einführung der Stadler-Züge, die für Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h ausgelegt sind, markiert zudem einen technologischen Sprung auf der zum Teil noch im Ausbau befindlichen Trasse. Mit der Fertigstellung großer Infrastrukturprojekte wie dem Koralmtunnel in den kommenden Jahren wird mit einer weiteren Verkürzung der Fahrzeiten gerechnet, was die Attraktivität der nun eingeweihten Kooperation langfristig absichern soll.

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