Das Vorarlberger Klostertal bereitet sich auf eine neue Großveranstaltung im Sommer 2026 vor. Vom 2. bis zum 5. Juli findet das erste Alpine Wasser Festival statt, das die landschaftliche Prägung der Region durch Gebirgsbäche, Wasserfälle und Seen thematisiert.
Die Veranstalter gliedern das Programm in die vier Kernbereiche Erlebnis, Kraft, Genuss und Familie. Ziel der mehrtägigen Veranstaltung ist es, sowohl Touristen als auch Einheimischen die verschiedenen Facetten der Ressource Wasser im Hochgebirge näherzubringen. Dabei werden geführte Wanderungen zu markanten Naturdenkmälern wie dem Masonwasserfall mit technischen Einblicken in die regionale Energiegewinnung kombiniert.
Ein zentraler Aspekt der Festivaltage ist die wirtschaftliche und technische Bedeutung des Wassers für die Region. Im Programmpunkt Wasserkraft erhalten Besucher Zugang zum Spullerseekraftwerk. Dieses historische Speicherkraftwerk der Österreichischen Bundesbahnen, das bereits seit den 1920er Jahren in Betrieb ist, spielt eine wesentliche Rolle für die Bahnstromversorgung im Westen Österreichs. Die Vermittlung von Hintergrundwissen über die verschiedenen Wasserarten und die industrielle Nutzung der alpinen Topografie bildet einen fachlichen Gegenpol zu den touristischen Angeboten. Damit positioniert sich das Klostertal nicht nur als Erholungsraum, sondern auch als bedeutender Standort für alpine Infrastruktur.
Das gesellschaftliche Highlight des Festivals ist für den Samstagabend im Almwasserpark Klösterle geplant. Dort dient der Naturbadesee als Kulisse für eine multimediale Wassershow, bei der Projektionen auf einer 20 Meter breiten Wasserwand präsentiert werden. Begleitend dazu findet ein Street-Food-Festival statt, an dem lokale Gastronomiebetriebe teilnehmen. Unter dem Titel Wasser.GENUSS wird zudem eine Genussrallye organisiert, die kulinarische Stationen mit markanten Wasserplätzen im Tal verknüpft. Für die jüngere Zielgruppe werden spezielle Forschungs- und Erlebnisstationen eingerichtet, die sich mit der Flora und Fauna der heimischen Gewässer befassen.
Die touristische Strategie hinter dem neuen Format zielt darauf ab, die Sommersaison im Klostertal durch ein spezifisches Themen-Event zu beleben. Durch die Kooperation mit lokalen Energieversorgern und Gastronomen wird eine breite Wertschöpfungskette in die Veranstaltung eingebunden. Das Festival nutzt dabei die bestehende Infrastruktur der Gemeinden Klösterle, Dalaas und Innerbraz. Da Wasser im alpinen Raum eine fundamentale Lebens- und Wirtschaftsgrundlage darstellt, soll das Festival langfristig als fester Bestandteil des regionalen Veranstaltungskalenders etabliert werden und die Attraktivität des Tals als Ganzjahresdestination unterstreichen.