Die Steiermark bereitet sich mit einer breit angelegten Sommeroffensive auf die kommende Reisesaison vor, um an das Rekordniveau des Vorjahres mit acht Millionen Nächtigungen anzuknüpfen.
Im Zentrum der Strategie steht der Ausbau der Radinfrastruktur, der sowohl Genussradwege als auch spezialisierte Mountainbike- und Gravel-Routen umfasst. Zur Optimierung der Orientierung wurden bereits über 4.000 neue Schilder nach einem einheitlichen Beschilderungskonzept installiert. Insgesamt erfassten die Verantwortlichen mehr als 14.000 touristisch relevante Objekte digital, um das Angebot für Aktivurlauber präziser aufzubereiten und die Steiermark als Ganzjahresdestination zu festigen.
Unter dem Leitmotiv der Sommerkampagne „Wofür schlägt dein Herz?“ setzt die Steiermark Tourismus GmbH verstärkt auf digitales Marketing in zehn europäischen Ländern. Die Kampagne rückt die elf Erlebnisregionen des Bundeslandes in den Fokus und nutzt die Expertise lokaler Gastgeber als zentrale Werbebotschaft. Inhaltlich werden klassische Aktivitäten wie Flussbaden, Hüttenbesuche und Radtouren durch die Weinberge hervorgehoben. Michael Feiertag, Geschäftsführer von Steiermark Tourismus, betont dabei die strategische Bedeutung der Kulinarik, die weiterhin als Kernsegment der touristischen Vermarktung dient, um die regionale Identität und Qualität zu unterstreichen.
Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass das Urlaubsbedürfnis der Kernmärkte trotz volatiler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen stabil bleibt. Um die internationale Sichtbarkeit zu erhöhen, bündelt die Landesorganisation ihre Ressourcen mit Partnern aus der Beherbergung, Gastronomie und Landwirtschaft. Landeshauptmann Mario Kunasek sieht in der Herzlichkeit der Dienstleister einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Alpendestinationen. Die Investitionen fließen daher nicht nur in die Hardware, wie Trailparks und Beschilderungen, sondern auch in die qualitative Weiterentwicklung der Serviceketten entlang der gesamten touristischen Wertschöpfung.
Die touristische Entwicklung der Steiermark zeigt zudem einen Trend zur Diversifizierung des Publikums. Während der Radtourismus vor allem zahlungskräftige Aktivurlauber anspricht, sichern die Thermalwasserangebote und Weinstraßen eine konstante Auslastung in den Randzeiten der Saison. Durch die konsequente digitale Aufbereitung der Daten wird eine gezieltere Ansprache potenzieller Gäste ermöglicht, was besonders in umkämpften Märkten wie Deutschland, den Niederlanden und Osteuropa von Bedeutung ist. Ziel ist es, die Marktanteile im Sommertourismus durch eine klare Positionierung als vielseitiges Urlaubsland weiter auszubauen.