Logo der Gewerkschaft Vida (Foto: Jan Gruber).
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Gewerkschaft Vida fordert Respekt für Bahnpersonal im Osterreiseverkehr

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Angesichts des erwarteten hohen Fahrgastaufkommens zu den Osterfeiertagen 2026 hat die Gewerkschaft Vida einen dringenden Appell an die Reisenden gerichtet. Yvonne Rychly, Schirmherrin des Projekts „Tatort Arbeitsplatz“ innerhalb der Gewerkschaft, mahnte zu Besonnenheit und respektvollem Umgang mit dem Zug- und Bahnhofspersonal.

Da die Bahnbetreiber für die Ferienzeit erhebliche Angebotserweiterungen angekündigt haben, rechnet die Arbeitnehmervertretung mit einer Grenzbelastung der Infrastruktur. Verspätungen oder überfüllte Waggons dürften dabei keinesfalls zu Aggressionen gegenüber den Beschäftigten führen, die für die operative Abwicklung vor Ort verantwortlich sind, aber keinen Einfluss auf die strategische Planung oder technische Störungen haben.

Zusätzliche Recherchen verdeutlichen die angespannte Lage im österreichischen Schienenverkehr. Laut aktuellen Erhebungen von Vida und der Arbeiterkammer haben Übergriffe auf das Bahnpersonal in den letzten Jahren statistisch zugenommen, insbesondere in Stoßzeiten. Die Gewerkschaft verweist in diesem Zusammenhang auf das Übereinkommen Nr. 190 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), welches die Mitgliedstaaten und Unternehmen verpflichtet, wirksame Schutzmaßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz zu implementieren. Die Empfehlung der Bahnbetreiber, Sitzplätze vorab zu reservieren, wird von der Gewerkschaft als indirektes Eingeständnis gewertet, dass die Kapazitäten trotz Zusatzszügen an ihre Belastungsgrenzen stoßen könnten.

Um die Situation zu entschärfen, fordert die Vida von den Bahnmanagements eine konsequente Umsetzung des neu vereinbarten 10-Punkte-Plans zum Schutz der Beschäftigten. Dieser sieht unter anderem eine verstärkte Präsenz von Sicherheitspersonal sowie technische Unterstützungssysteme vor. Ein zentraler Punkt der Forderungen ist zudem eine ausreichende Personaldecke auf den Bahnsteigen und in den Zügen, um Deeskalation bereits im Vorfeld zu ermöglichen. Branchenexperten weisen darauf hin, dass ein Mangel an Servicepersonal in Stresssituationen oft als Katalysator für Unmut unter den Passagieren wirkt, was die Arbeitsbedingungen für das verbliebene Personal massiv erschwert.

Die Gewerkschaft betont, dass die Mitarbeiter in den Zügen und an den Schaltern die Hauptlast des erhöhten Verkehrsaufkommens tragen. Während die Unternehmen mit Rekordzahlen im Osterreiseverkehr kalkulieren, müsse die Sicherheit des Personals oberste Priorität haben. Ein respektvolles Miteinander sei die Grundvoraussetzung, damit der Betrieb auch unter Hochdruck sicher und geordnet ablaufen kann. Die Vida kündigte an, die Einhaltung der Schutzmaßnahmen über die Feiertage genau zu beobachten und bei Verstößen gegen Arbeitsrecht oder Sicherheitsvorgaben das Gespräch mit den Verantwortlichen der Verkehrsbetriebe zu suchen.

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