Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg führt zum 29. März 2026 seinen neuen Sommerflugplan ein, der eine deutliche Ausweitung des Streckennetzes auf rund 100 Direktziele vorsieht. Über 30 Fluggesellschaften bedienen von der Drehscheibe im Dreiländereck aus vornehmlich Ziele in Europa und im Mittelmeerraum, darunter verstärkt Verbindungen nach Osteuropa und Skandinavien.
Zu den neuen Destinationen zählen unter anderem tägliche Flüge nach Warschau sowie regelmäßige Verbindungen nach Bodrum, Chisinau, Podgorica und Stockholm. Parallel dazu erhöhen etablierte Airlines wie Lufthansa, Eurowings und Norwegian ihre Kapazitäten durch zusätzliche Frequenzen oder den Einsatz größerer Flugzeugtypen, um der steigenden Nachfrage im Privat- und Geschäftsreiseverkehr gerecht zu werden.
Ein markanter Einschnitt im operativen Betrieb erfolgt zwischen dem 15. April und dem 20. Mai 2026 aufgrund notwendiger Instandhaltungsarbeiten an der Infrastruktur. Die Hauptpiste 15/33 muss nach jahrzehntelanger Nutzung für eine umfassende Sanierung der Deckschicht vollständig gesperrt werden. Während dieser fünf Wochen wird der Flugverkehr über die kürzere Sekundärpiste 07/25 abgewickelt. Da diese Bahn limitierte Kapazitäten aufweist, kommt es in diesem Zeitraum zu einem eingeschränkten Flugplan. Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber haben die Flugbewegungen koordiniert, um die Sicherheit des Flugbetriebs zu gewährleisten und die Beeinträchtigungen für die Passagiere so gering wie möglich zu halten.
Zusätzliche Recherchen zur Modernisierung des Terminals zeigen, dass der EuroAirport massiv in die Automatisierung der Bodenprozesse investiert. Seit Februar 2026 werden schrittweise Self-Check-in-Automaten und Vorrichtungen zur selbstständigen Gepäckaufgabe, sogenannte Self-Bag-Drop-Systeme, installiert. Nach einer vorübergehenden Schließung der Check-in-Halle 3 für Umbaumaßnahmen sollen pünktlich zum Start des Sommerflugplans Ende März alle vier Hallen wieder vollumfänglich zur Verfügung stehen. Diese technischen Neuerungen zielen darauf ab, die Abfertigungszeiten zu verkürzen und den Passagierfluss insbesondere in den morgendlichen Verkehrsspitzen effizienter zu gestalten.
Für Reisende mit Zielen außerhalb des direkten Streckennetzes bietet der Flughafen weiterhin eine hohe Konnektivität über internationale Drehkreuze an. Fluggesellschaften wie Air France, British Airways, KLM und Turkish Airlines verbinden das Dreiländereck mit ihren Hubs in Paris, London, Amsterdam und Istanbul. Neuere Partnerschaften, etwa mit flydubai über das Drehkreuz Dubai, erweitern zudem das Angebot in Richtung Asien und Afrika. Trotz der temporären Einschränkungen durch die Pistensanierung unterstreicht die Entwicklung des Flugplans 2026 die strategische Bedeutung des Standorts als wichtigster regionaler Verkehrsknotenpunkt für die Nordwestschweiz, das Elsass und Südbaden.