Boeing 777-300ER (Foto: byeangel).
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Air China nimmt Flugverbindung zwischen Peking und Pjöngjang wieder auf

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Die staatliche chinesische Fluggesellschaft Air China hat am Montag den Linienbetrieb zwischen Peking und der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang offiziell wieder aufgenommen. Damit endet eine sechsjährige Unterbrechung der Verbindung, die ursprünglich im Jahr 2020 aufgrund der globalen Corona-Pandemie eingestellt worden war.

Für die Strecke setzt das Unternehmen eine Boeing 737-700 ein. Ein Ticket für den rund zweistündigen Flug in der Economy-Klasse wird derzeit für umgerechnet etwa 170 Euro angeboten. Branchenbeobachter werten diesen Schritt als Signal für eine schrittweise Normalisierung der Verkehrsbeziehungen zwischen den beiden benachbarten Staaten, wenngleich der Zugang zum Flugangebot vorerst strengen Beschränkungen unterliegt.

Informationen der Buchungsplattform trip.com zufolge ist die Verbindung aktuell nicht für den allgemeinen Tourismus freigegeben. Die Flugberechtigung konzentriert sich primär auf offizielle Delegationen, Diplomaten sowie Personen mit geschäftlichem Hintergrund. Diese restriktive Handhabung spiegelt die langsame Öffnung Nordkoreas wider, das seine Grenzen nach der Pandemie nur sehr zögerlich wieder für den internationalen Verkehr zugänglich macht. Während die nordkoreanische Staatsairline Air Koryo den Flugbetrieb nach Peking bereits im Spätsommer 2023 wieder aufgenommen hatte, markiert die Rückkehr von Air China den ersten Einsatz einer ausländischen Fluggesellschaft in Pjöngjang seit der Schließung der Grenzen.

Zusätzliche Recherchen zur regionalen Infrastruktur verdeutlichen, dass die Wiederaufnahme des Flugverkehrs Teil einer breiteren Reaktivierung von Transportwegen ist. Bereits Mitte März 2026 rollten nach mehrjähriger Pause die ersten Passagierzüge über die Freundschaftsbrücke zwischen der chinesischen Grenzstadt Dandong und dem nordkoreanischen Sinuiju. China festigt damit seine Position als wichtigster Handelspartner und diplomatischer Unterstützer des international weitgehend isolierten Landes. Der grenzüberschreitende Warenverkehr, der bereits zuvor über Lkw-Konvois und Frachtzüge abgewickelt wurde, wird durch die personelle Anbindung nun um eine logistische Komponente für den Austausch von Funktionären und Wirtschaftsexperten ergänzt.

Die geopolitische Bedeutung dieser Verkehrsachse ist erheblich, da Peking für Nordkorea das wichtigste Tor zur Weltwirtschaft darstellt. Experten für Ostasienpolitik weisen darauf hin, dass die Wiederaufnahme der Flüge oft mit bilateralen Abkommen und staatlichen Jubiläen korreliert. Trotz der internationalen Sanktionen gegen das nordkoreanische Kernwaffenprogramm bleibt der Austausch mit China die Lebensader für die Versorgung des Landes. Die Nutzung der Boeing 737-700 durch Air China unterstreicht dabei den Bedarf an einer zuverlässigen Kapazität auf der Kurzstrecke, die neben Passagieren oft auch wichtige Post- und Kuriersendungen zwischen den Hauptstädten befördert.

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