Boeing 737-800 (Foto: Getjet Airlines).
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GetJet Group sichert sich Millionenkredit für Flottenausbau und Asset Management

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Die litauische GetJet Group hat eine externe Finanzierung in Höhe von 31 Millionen US-Dollar durch das in London ansässige Unternehmen volofin Capital Management Ltd. erhalten. Diese Kapitalzufuhr dient primär der Beschleunigung der Konzernstrategie „Growth Strategy 2026“, die auf eine signifikante Erweiterung der Flugzeugflotte und den Ausbau der Kapazitäten im Bereich des Aviation Asset Managements abzielt.

Mit den bereitgestellten Mitteln plant die Gruppe den Erwerb von bis zu fünf zusätzlichen Schmalrumpfflugzeugen, die bereits bis zum zweiten Quartal 2026 in den operativen Betrieb integriert werden sollen. Diese Kapazitätserweiterung ist eine direkte Reaktion auf eine gefüllte Auftragspipeline und die steigende Marktnachfrage nach ACMI-Dienstleistungen (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance).

GetJet Airlines hat in jüngster Zeit namhafte Verträge mit internationalen Fluggesellschaften wie Eurowings und Etihad Airways abgeschlossen und ist zudem für Partner wie Air Senegal und Wizz Air im Einsatz. In der vergangenen Sommersaison unterstützte der Carrier zudem staatliche Fluggesellschaften wie Royal Jordanian und TAP Portugal. CEO Darius Viltrakis betonte, dass die Finanzierung das Vertrauen der Finanzpartner in die operative Leistungsfähigkeit der Gruppe widerspiegele. Durch die Skalierung des Betriebs will GetJet sicherstellen, dass die notwendigen Kapazitäten bereitstehen, wenn die Nachfrage der Airline-Partner im Zuge der Markterholung weiter anzieht.

Ein Teil der Finanzierungssumme fließt zudem in die Entwicklung des Segments für Flugzeug-Asset-Management und den Komponentenhandel, der über das verbundene Unternehmen Airhub Aviation abgewickelt wird. Airhub Aviation fungiert als spezialisierter Manager für den Übergang und das Lebenszyklusende von Flugzeugen in Nord- und Mitteleuropa. Das Unternehmen verwaltet aktuell ein Portfolio von Luftfahrtwerten im Wert von rund 200 Millionen Euro und betreibt einen Hangar für Instandhaltung, Reparatur und Überholung (MRO) am internationalen Flughafen Šiauliai in Litauen. Dieser Standort spielt eine zentrale Rolle für die technische Betreuung der wachsenden Flotte und die Verwertung von Ersatzteilen.

Branchenexperten sehen in dem Schritt von GetJet eine gezielte Positionierung im wettbewerbsintensiven Leasing- und Chartermarkt. Während viele Fluggesellschaften mit Lieferverzögerungen bei Neuflugzeugen kämpfen, besetzt GetJet die Nische der kurzfristig verfügbaren Kapazitäten. Die Zusammenarbeit mit volofin Capital Management unterstreicht dabei den Trend zu maßgeschneiderten, anlagengestützten Finanzierungsmodellen in der Luftfahrtindustrie. Die Gruppe festigt damit ihre Rolle als strategischer Dienstleister für etablierte Airlines, die zur Abdeckung von Lastspitzen oder zur Überbrückung technischer Ausfälle auf externe Flottenressourcen angewiesen sind.

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