Das kommende Wochenende steht im österreichischen Straßennetz im Zeichen einer intensiven Rückreisewelle sowie zahlreicher Großereignisse in den Ballungszentren. Laut aktuellen Prognosen des ARBÖ-Informationsdienstes ist insbesondere am Sonntag, dem 12. April 2026, ab dem frühen Nachmittag mit erheblichen Verzögerungen auf den Transitrouten in Richtung Deutschland zu rechnen.
Hauptursache hierfür ist das Ende der Osterferien in mehreren deutschen Bundesländern. Betroffen sind vor allem die Westautobahn (A1) im Großraum Salzburg, die Inntalautobahn (A12) vor dem Grenzübergang Kufstein sowie die Innkreisautobahn (A8) im Bereich Suben. Auch auf der Fernpassstraße (B179) wird über den gesamten Verlauf mit zähfließendem Verkehr gerechnet, da sich der internationale Rückreiseverkehr bei prognostiziertem Ausflugswetter mit dem regionalen Freizeitverkehr mischt.
In Oberösterreich stellt der 24. Linz Donau Marathon den zentralen Verkehrsfaktor dar. Mit bis zu 20.000 Teilnehmern und über 100.000 erwarteten Zuschauern kommt es am Sonntag im gesamten Linzer Stadtgebiet zu umfangreichen Sperren. Von 4:00 Uhr morgens bis etwa 12:00 Uhr wird die Mühlkreisautobahn (A7) zwischen der Anschlussstelle Prinz-Eugen-Straße und Treffling komplett gesperrt. Da auch die Nibelungenbrücke unpassierbar sein wird, steht die Donautalbrücke auf der Linzer Autobahn (A26) als mautfreie Ausweichroute zur Verfügung. Dennoch wird Autofahrern geraten, das Stadtgebiet großräumig zu umfahren oder auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, um massive Zeitverluste zu vermeiden.
Auch im Westen und Süden Österreichs sorgen Messen für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. In Dornbirn findet bis Sonntag die Frühjahrs- und Freizeitmesse „SCHAU!“ statt, die rund 300 Aussteller und eine Vielzahl an Besuchern in das Messequartier lockt. Hier ist vor allem bei der Autobahnabfahrt Dornbirn-West auf der Rheintal/Walgau Autobahn (A14) mit Staus zu rechnen. Parallel dazu zieht die Freizeitmesse gemeinsam mit der „Auto & Bike“ in Klagenfurt rund 40.000 Besucher an. Die Zufahrten über die St. Ruprechter Straße und die Rosentaler Straße gelten als besonders staugefährdet. In Wien kommt es zudem durch den „RUN 15“ im 15. Bezirk zu Behinderungen, insbesondere im Umfeld der Äußeren Mariahilfer Straße und am Westbahnhof.
Zusätzliche Berichte von Automobilclubs weisen darauf hin, dass neben den genannten Veranstaltungen auch Baustellenbereiche auf den Hauptverkehrsadem die Kapazitäten einschränken könnten. Verkehrsteilnehmer sollten beachten, dass Grenzkontrollen an den Übergängen nach Deutschland die Wartezeiten zusätzlich verlängern können. Da der Sonntag als Hauptreisetag für Urlauber gilt, wird empfohlen, Fahrten entweder in die frühen Morgenstunden zu verlegen oder alternative Reisetage zu wählen. Die Nutzung von Park-and-Ride-Anlagen sowie Shuttle-Diensten bei den Messegeländen und Sportveranstaltungen wird seitens der Behörden und Verkehrsclubs ausdrücklich nahegelegt, um die innerstädtische Parkplatznot und Stausituation zu entschärfen.