Southwest Airlines am Flughafen Los Angeles (Foto: David Syphers/Unsplash).
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Southwest Airlines verschärft Sicherheitsregeln für Powerbanks an Bord

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Die US-Fluggesellschaft Southwest Airlines hat umfassende neue Sicherheitsrichtlinien für den Transport und die Nutzung von tragbaren Akkumulatoren angekündigt. Ab dem 20. April 2026 ist es jedem Fluggast gestattet, lediglich noch eine einzige Powerbank im Handgepäck mitzuführen.

Die Fluggesellschaft geht damit über die jüngsten Empfehlungen der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) hinaus, die im März eine Obergrenze von zwei Geräten pro Person vorgeschlagen hatte. Die Neuregelung sieht zudem vor, dass diese Energiespeicher während des gesamten Fluges nicht in den Überkopfgepäckfächern verstaut werden dürfen, sondern für die Besatzung jederzeit zugänglich direkt am Sitzplatz des Passagiers verbleiben müssen.

Ein wesentlicher Bestandteil der neuen Vorschriften betrifft die Nutzung der bordeigenen Infrastruktur. Southwest Airlines untersagt künftig strikt das Aufladen von Powerbanks an den USB-Anschlüssen oder Steckdosen des Flugzeugs. Hintergrund dieser Entscheidung ist das erhöhte Risiko einer Überhitzung der Lithium-Ionen-Zellen während des Ladevorgangs, was im schlimmsten Fall zu einem thermischen Durchgehen (Thermal Runaway) führen kann. Statistiken der US-Luftfahrtbehörde FAA belegen eine stetige Zunahme von Zwischenfällen durch rauchende oder brennende Batterien in der Kabine, was die Fluggesellschaften zu proaktiven Maßnahmen zwingt, um außerplanmäßige Landungen und Gefahrensituationen zu vermeiden.

Die technischen Anforderungen an die erlaubten Akkus bleiben weiterhin eng an die internationalen Transportbestimmungen geknüpft. Powerbanks müssen eine Nennleistung von 100 Wattstunden (Wh) unterschreiten, um ohne vorherige Genehmigung transportiert werden zu dürfen. Geräte mit einer Kapazität zwischen 100 und 160 Wh bedürfen in der Regel einer gesonderten Zustimmung der Airline, während Akkus über 160 Wh im Passagierverkehr gänzlich untersagt sind. Southwest betont, dass die neuen Regeln insbesondere darauf abzielen, defekte oder minderwertige Nachbauteile zu kontrollieren, die bei hoher Belastung oder unsachgemäßer Lagerung ein signifikantes Brandrisiko darstellen.

Die Umsetzung dieser Regeln stellt das Bodenpersonal und die Flugbegleiter vor neue Herausforderungen bei der Kontrolle des Handgepäcks. Passagiere werden gebeten, ihre Powerbanks bereits bei der Sicherheitskontrolle oder am Gate entsprechend zu deklarieren. Andere US-Carrier beobachten den Vorstoß von Southwest derzeit genau, um zu entscheiden, ob ähnliche Beschränkungen flächendeckend eingeführt werden. In der Branche wird erwartet, dass durch die Begrenzung auf ein Gerät pro Person die Gesamtzahl der potenziellen Zündquellen an Bord drastisch reduziert wird, was die Sicherheit im operativen Flugbetrieb maßgeblich erhöht.

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