Ein Linienflug der niederländischen Fluggesellschaft KLM musste am Freitag, den 10. April 2026, kurz nach dem Start vom Flughafen Amsterdam Schiphol die Reise abbrechen.
Die Boeing 737-800 mit der Registrierung PH-BXV befand sich auf dem Weg nach Nizza (Flugnummer KL1477), als sie etwa 15 Minuten nach dem Abheben mit einem Fischreiher kollidierte. Da die Besatzung eine mögliche Beeinträchtigung eines Triebwerks durch den Vogelschlag befürchtete, ordnete sie aus Sicherheitsgründen die sofortige Rückkehr zum Ausgangsflughafen an. Das Flugzeug landete sicher in Amsterdam, und es wurden keine Verletzungen gemeldet.
Die betroffenen Passagiere wurden nach der Landung auf eine Ersatzmaschine umgebucht. Ein anderes Flugzeug desselben Typs übernahm den Weiterflug an die Côte d’Azur, wo die Reisenden schließlich mit einer Verspätung von über drei Stunden eintrafen. Techniker der KLM unterzogen die PH-BXV unmittelbar nach der Rückkehr einer gründlichen Untersuchung, um das Ausmaß der Schäden am Triebwerk und an der Rumpfstruktur festzustellen. Triebwerksschäden durch Vogelschlag gehören zu den kostspieligen technischen Vorfällen im Luftverkehr, da sie oft langwierige Inspektionen der Turbinenschaufeln erfordern.
Der Flughafen Amsterdam Schiphol ist aufgrund seiner geografischen Lage in der Nähe von Poldern und Gewässern besonders anfällig für Vogelschläge. Neben Fischreihern stellen vor allem Gänse und Starenwärme eine ständige Herausforderung für den Flugbetrieb dar. Um die Sicherheit der Starts und Landungen zu gewährleisten, setzt der Flughafen spezielle Einheiten zur Wildtierkontrolle ein, die Vögel durch akustische Signale, Laser oder den Einsatz von Greifvögeln von den Start- und Landebahnen fernhalten. Trotz dieser intensiven Präventionsmaßnahmen lassen sich Kollisionen in der kritischen Start- und Steigphase nicht vollständig ausschließen.
Statistiken der internationalen Luftfahrtbehörden zeigen, dass Vogelschläge weltweit jährlich Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Während die meisten Vorfälle glimpflich verlaufen, führen sie regelmäßig zu Flugausfällen und logistischem Mehraufwand für die Fluggesellschaften. Für KLM bedeutet dieser Vorfall eine zusätzliche Belastung des laufenden Flugplans, da Ersatzmaschinen bereitgestellt und Wartungskapazitäten kurzfristig umgeschichtet werden müssen. Die betroffene Boeing 737 bleibt vorerst für weitere Reparaturarbeiten am Boden, bis die technische Freigabe für den nächsten Einsatz erfolgt.