Leuchtreklame "Hotel" (Foto: Ph B/Unsplash).
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Wiedereröffnung des Jufa Hotels Seckau mit digitalem Schwerpunkt

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Das Jufa Hotel Seckau nimmt nach einer rund eineinhalbjährigen Schließungsphase am 20. April 2026 den Betrieb wieder auf.

Die Wiedereröffnung erfolgt zeitnah zum Rennwochenende der DTM am nahegelegenen Red Bull Ring, was für eine hohe Erstauslastung des Hauses sorgen dürfte. Gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde Seckau und des Tourismusverbands Murtal präsentierte die Hotelgruppe das neue Konzept „Smart-Jufa“. Dieses zielt darauf ab, moderne technologische Lösungen in den ländlichen Raum der Obersteiermark zu integrieren und administrative Prozesse weitgehend zu automatisieren, um den Hotelbetrieb effizienter zu gestalten.

Das technische Herzstück des Standorts ist ein vollständig digitalisierter Check-in-Prozess. Gäste können den Meldeschein bereits vorab online ausfüllen und erhalten am Anreisetag automatisch einen persönlichen Zugangscode per E-Mail. Damit entfallen klassische Wartezeiten an einer ständig besetzten Rezeption. Trotz dieser Automatisierung setzt das Hotel auf eine hybride Betreuung: In den Vormittagsstunden sind das Café und die Rezeption für Gäste und Einheimische geöffnet. Ein neu geschaffener „Host“ fungiert als persönlicher Ansprechpartner vor Ort, um die Verbindung zwischen technischem Komfort und regionaler Gastfreundschaft aufrechtzuerhalten.

Mit einer Kapazität von 59 Betten soll das Hotel einen wesentlichen Beitrag zur touristischen Infrastruktur im Murtal leisten. Die Kooperation mit regionalen Partnern wie dem Stift Seckau und dem Tourismusverband steht dabei im Vordergrund, um Synergien bei der Vermarktung kultureller und sportlicher Angebote zu nutzen. Für die Region bedeutet die Rückkehr des Beherbergungsbetriebs eine Stärkung der Übernachtungskapazitäten, die insbesondere bei Großveranstaltungen in der Umgebung regelmäßig an ihre Grenzen stoßen. Das Projekt gilt als Pilotversuch, inwieweit sich urbane Automatisierungsstandards erfolgreich auf die Ferienhotellerie im ländlichen Raum übertragen lassen.

Wirtschaftlich betrachtet reagiert die Jufa-Gruppe mit diesem Schritt auf den zunehmenden Fachkräftemangel und den Kostendruck in der Branche. Durch die Verlagerung der administrativen Tätigkeiten in den digitalen Raum und die Konzentration des Personals auf die Kernzeiten am Vormittag werden Ressourcen geschont, ohne die Dienstleistungsqualität für den Gast zu mindern. Das Hotel positioniert sich somit als moderner Stützpunkt für Aktivurlauber und Besucher kultureller Sehenswürdigkeiten, der die Vorteile der Digitalisierung nutzt, um den operativen Betrieb langfristig abzusichern.

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