Foto: Fraport AG.
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Fraport verzeichnet stabiles Wachstum trotz Streiks und geopolitischer Krisen

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Die Fraport AG hat für den März 2026 eine positive Verkehrsbilanz vorgelegt, obwohl der Betrieb am Frankfurter Flughafen durch externe Faktoren erheblich unter Druck stand. Mit rund 4,7 Millionen Fluggästen verzeichnete der größte deutsche Luftverkehrsknotenpunkt ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Dieses Ergebnis ist bemerkenswert, da zwei Streiktage der Lufthansa Mitte März rund 100.000 Passagiere betrafen und zu zahlreichen Flugstreichungen führten. Zudem belastete die angespannte Lage im Nahen Osten das Geschäft massiv: Die Passagierzahlen in diese Region brachen um 68,6 Prozent ein. Dennoch konnte Frankfurt das Gesamtergebnis durch zweistellige Zuwachsraten auf Routen nach Fernost, insbesondere nach China und Thailand, sowie nach Afrika erfolgreich kompensieren.

Im Bereich der Logistik zeigte sich der Standort Frankfurt ebenfalls widerstandsfähig. Das Frachtaufkommen stieg im Berichtsmonat leicht um 0,4 Prozent auf 185.486 Tonnen an. Interessanterweise sank die Anzahl der Flugbewegungen im selben Zeitraum um 1,1 Prozent auf 34.892 Starts und Landungen, was auf eine höhere Auslastung der eingesetzten Maschinen oder den Einsatz größerer Flugzeugtypen hindeutet. Das erste Quartal 2026 schloss der Flughafen Frankfurt insgesamt mit 12,7 Millionen Passagieren ab, was einem soliden Wachstum von 2,3 Prozent entspricht und die Bedeutung des Drehkreuzes im internationalen Vergleich unterstreicht.

Besonders dynamisch entwickelte sich das internationale Portfolio des Fraport-Konzerns. An den weltweit aktiv betriebenen Standorten stieg die Gesamtzahl der Reisenden im März um 5,1 Prozent auf rund 10,3 Millionen Personen. Herausragende Wachstumsraten meldeten die brasilianischen Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre mit einem Plus von 18,2 Prozent sowie der Flughafen Ljubljana in Slowenien mit 17,0 Prozent. Auch die griechischen Regionalflughäfen und der Standort Antalya an der türkischen Riviera trugen mit deutlichen Zuwächsen zum Konzernerfolg bei. Im gesamten ersten Quartal 2026 fertigte die Fraport-Gruppe weltweit 28,6 Millionen Passagiere ab.

Analysten bewerten die aktuellen Zahlen als Zeichen einer robusten Erholung des globalen Luftverkehrsmarktes, der sich zunehmend von regionalen Krisen abkoppelt. Während der Nahost-Verkehr aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen fast zum Erliegen kam, sorgt der boomende Tourismus in Asien und Südamerika für den nötigen Ausgleich. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Fraport eine Fortsetzung dieser Entwicklung, sofern die Personalsituation bei den Bodenverkehrsdiensten und den Fluggesellschaften stabil bleibt und keine weiteren großflächigen Arbeitskämpfe den Betrieb in Deutschland lähmen.

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