Ein Langstreckenflug der Swiss International Air Lines nach Zürich musste am Sonntagmorgen, dem 26. April 2026, am Indira Gandhi International Airport in Neu-Delhi unter dramatischen Umständen abgebrochen werden. Während des Startlaufs auf der Startbahn 28 meldete die Besatzung des Airbus A330-343 mit der Kennung HB-JHK ein schwerwiegendes Triebwerksproblem.
Augenzeugen und erste Berichte deuten darauf hin, dass es bei hoher Geschwindigkeit zu einer Fehlfunktion kam, die von sichtbaren Flammen am Triebwerk begleitet wurde. Die Piloten leiteten sofort eine Notbremsung ein und brachten das vollbesetzte Flugzeug noch auf der Rollbahn zum Stillstand.
Aufgrund der potenziellen Brandgefahr ordnete der Flugkapitän die sofortige Evakuierung der Maschine über die Notrutschen an. Bei diesem Vorgang wurden nach offiziellen Angaben sechs Passagiere leicht verletzt. Die Verletzungen entstanden primär während des schnellen Verlassens der Kabine; unter anderem erlitt eine Frau einen Handbruch. Die Verletzten wurden zur medizinischen Untersuchung und Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Aufnahmen aus dem Innenraum zeigen eine koordinierte, aber angespannte Situation, in der das Kabinenpersonal die Fluggäste unter lautstarken Anweisungen zum Verlassen des Flugzeugs drängte, während Rettungskräfte der Flughafenfeuerwehr bereits am Fahrwerk eintrafen.
Der Vorfall führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugbetrieb des indischen Hauptstadtflughafens. Die betroffene Startbahn blieb für mehrere Stunden gesperrt, da das Flugzeug aufgrund der blockierten Bremsen und der notwendigen Spurensicherung nicht unmittelbar abgeschleppt werden konnte. Die indische Luftfahrtbehörde DGCA (Directorate General of Civil Aviation) hat zusammen mit dem Unfalluntersuchungsausschuss eine detaillierte Untersuchung eingeleitet. Experten prüfen derzeit, ob ein Vogelschlag oder ein technischer Defekt im Hochdruckverdichter des Triebwerks für den Brand verantwortlich war. Die Swiss entsandte ein Ersatzflugzeug sowie ein Betreuungsteam, um die gestrandeten Passagiere nach Zürich zu befördern.
Technische Defekte bei Triebwerken des Typs Rolls-Royce Trent 700, mit denen dieser Airbus ausgestattet ist, werden nun im Rahmen der Untersuchung genau analysiert. Für die betroffene Maschine HB-JHK bedeutet dieser Vorfall einen längeren Werftaufenthalt, da sowohl das Triebwerk als auch die Bremsanlagen durch die Notbremsung extremen thermischen Belastungen ausgesetzt waren. Die Fluggesellschaft betonte die korrekte Reaktion der Besatzung, die gemäß der internationalen Sicherheitsstandards gehandelt habe, um eine größere Katastrophe zu verhindern. Der Vorfall ereignete sich in einer Phase hoher Auslastung des Flughafens, was die logistische Abwicklung der Evakuierung zusätzlich erschwerte.