Boeing 777 (Foto: Lukas von Daeniken).
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Swiss verlängert Kapazitätsausbau auf der Strecke Zürich–Delhi

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Die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines reagiert auf die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und verlängert ihre Kapazitätserweiterung auf der Route zwischen Zürich und der indischen Hauptstadt Delhi.

Bis zum 11. Juli 2026 wird die bestehende tägliche Verbindung durch einen zweiten täglichen Flug ergänzt. Zum Einsatz kommt hierfür ein Airbus A330, womit das Unternehmen auf die massive Verschiebung der Passagierströme antwortet. Da viele Reisende derzeit die großen Drehkreuze in der Golfregion meiden oder aufgrund von Flugstreichungen dort festsitzen, verzeichnet die Fluggesellschaft eine sprunghaft angestiegene Nachfrage nach direkten Flugverbindungen zwischen Europa und Asien.

Die Entscheidung zur Fortführung der Zusatzflüge basiert auf einer detaillierten Analyse der aktuellen Buchungslage. Da der Luftraum über bestimmten Teilen des Nahen Ostens aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen nur eingeschränkt nutzbar ist oder von vielen Airlines weiträumig umflogen wird, haben sich die Reisezeiten und Kapazitäten bei Konkurrenzunternehmen massiv verändert. Swiss nutzt freiwerdende Flugzeugressourcen, die ursprünglich für andere Regionen vorgesehen waren, um die Engpässe im Indien-Verkehr abzufedern. Die Abflugzeiten der beiden täglichen Verbindungen liegen eng beieinander, was eine hohe Flexibilität bei der Abwicklung der Passagierzahlen am Flughafen Zürich ermöglicht.

Neben der Nachfragesituation spielen für die Verlängerung der Sonderflüge auch operative Faktoren eine wesentliche Rolle. Die Zuweisung der erforderlichen Start- und Landerechte (Slots) in Delhi sowie die Verfügbarkeit von Verkehrsrechten wurden für den Zeitraum bis Juli erfolgreich gesichert. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die zusätzliche Verbindung LX2646/2647 nicht nur den Passagierverkehr stützt, sondern auch die Frachtkapazitäten zwischen der Schweiz und dem indischen Subkontinent erhöht. Dies ist besonders relevant, da auch der Seehandel im Roten Meer derzeit beeinträchtigt ist und vermehrt zeitkritische Waren auf den Luftweg ausweichen.

Für die kommenden Monate prüft das Management der Swiss kontinuierlich weitere Anpassungen des Flugplans. Die Strategie sieht vor, Flottenkapazitäten dort einzusetzen, wo geopolitische Ausweichbewegungen zu einem Überhang an Buchungsanfragen führen. Solange die Unsicherheit in der Golfregion anhält, bleibt die direkte Anbindung an asiatische Metropolen ein zentraler Bestandteil der betriebswirtschaftlichen Planung. Die Buchungssysteme wurden bereits aktualisiert, um die zusätzliche tägliche Frequenz für Privat- und Geschäftskunden gleichermaßen zugänglich zu machen.

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