Die jordanische Nationalfluggesellschaft Royal Jordanian hat ihr Streckennetz in Nordamerika signifikant erweitert und am 10. Mai 2026 eine neue Nonstop-Verbindung zwischen Amman und Dallas in Betrieb genommen.
Viermal wöchentlich bedient die Airline nun die Strecke vom Queen Alia International Airport zum Dallas Fort Worth International Airport. Zum Einsatz kommen Flugzeuge des Typs Boeing 787 Dreamliner, die für Langstreckenflüge dieser Art optimiert sind. Dallas stellt nach Washington, Chicago, New York und Detroit das fünfte Ziel der Fluggesellschaft in den Vereinigten Staaten dar. Die Entscheidung für den Standort Texas begründet das Unternehmen mit der hohen Nachfrage durch die dort ansässige jordanische und arabische Gemeinschaft sowie der strategischen Bedeutung als Wirtschaftszentrum.
Die Expansion ist Teil eines umfassenden strategischen Wachstumsplans, mit dem Royal Jordanian seine Flotte in den kommenden Jahren auf rund 40 Maschinen vergrößern und etwa 60 weltweite Destinationen ansteuern möchte. Samer Majali, CEO von Royal Jordanian, betonte die Wichtigkeit der neuen Route für den Ausbau des internationalen Netzwerks. Die Verbindung soll den wirtschaftlichen Austausch und den Tourismus zwischen Jordanien und den USA fördern. Durch die Einbindung in das globale Bündnis Oneworld, dem auch die in Dallas ansässige American Airlines angehört, ergeben sich für Passagiere zudem zahlreiche Anschlussmöglichkeiten innerhalb des amerikanischen Kontinents.
Ein wesentlicher Faktor für den Zeitpunkt der Linieneröffnung ist die Erwartung eines deutlich steigenden Reiseaufkommens im Hinblick auf die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die unter anderem in den USA ausgetragen wird. Amman positioniert sich dabei verstärkt als regionales Drehkreuz für Transitpassagiere aus dem Nahen Osten, die Ziele in Nordamerika ansteuern. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die direkte Anbindung an Texas auch die Handelsbeziehungen im Bereich der Energie- und Technologiebranche stärken wird. Der Queen Alia International Airport erwartet durch den neuen Dienst eine spürbare Steigerung der internationalen Konnektivität und des Frachtaufkommens.
Die neue Route spiegelt den Trend zur Dezentralisierung im internationalen Luftverkehr wider, bei dem verstärkt Direktverbindungen zu sekundären Drehkreuzen jenseits der klassischen Küstenmetropolen etabliert werden. Für Royal Jordanian bedeutet der Schritt nach Dallas eine Festigung ihrer Position im Wettbewerb mit anderen Fluggesellschaften aus der Golfregion. Die Airline setzt dabei auf die Vorteile des Dreamliners, der durch seine Kabinenausstattung und Reichweite eine effiziente Bedienung dieser Ultralangstrecke ermöglicht. Mit der Aufnahme von Dallas festigt Jordanien zudem seine Rolle als politischer und wirtschaftlicher Brückenkopf in der Levante-Region.