Die Tourismusorganisation des Kantons Zug hat im Rahmen ihrer 133. Generalversammlung in Rotkreuz eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 gezogen. Mit einem Zuwachs bei den Logiernächten um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnete die Region eine deutliche Steigerung der touristischen Nachfrage.
Besonders markant entwickelte sich die digitale Präsenz: Die Zugriffe auf die offizielle Destinationswebseite stiegen auf 1,5 Millionen Aufrufe, was mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zu den Vorjahren bedeutet. Auch die mediale Reichweite in Printmedien wurde massiv ausgebaut, wobei die Kontaktzahlen auf 147 Millionen gesteigert werden konnten.
Ein wesentlicher Faktor für die positive Entwicklung ist der Ausbau regionaler Kooperationen und Infrastrukturprojekte. Das kostenlose Mobilitätsangebot der „Zug Card“ während der Sommermonate verzeichnete eine Zunahme der Aktivierungen um über 300 Prozent. Neben der klassischen Vermarktung für internationale Gäste rückt die Organisation zunehmend die lokale Bevölkerung in den Fokus. Durch gezielte Veranstaltungen wie den Gastauftritt beim Zürcher Sechseläuten oder die Vorbereitungen auf die Morgarten-Festspiele 2026 soll die Identifikation der Einwohner mit dem Kanton als Lebens- und Erholungsraum gestärkt werden.
Für das laufende Jahr 2026 steht eine weitreichende politische Weichenstellung im Vordergrund. Geplant ist eine Revision des Gesetzes über die Beherbergungsabgabe, die eine Erhöhung der Kurtaxe auf 3,50 CHF pro Nacht vorsieht. Diese Mehreinnahmen gelten als Voraussetzung für die langfristige Finanzierung digitaler Gästeservices und moderner Informationsstellen. Ohne diese Anpassung sieht die Geschäftsführung die Gefahr, dass zentrale Angebote künftig eingeschränkt werden müssen. Die Generalversammlung bestätigte unterdessen Präsident Andreas Zgraggen sowie den amtierenden Vorstand einstimmig in ihren Ämtern, um die Kontinuität der strategischen Projekte zu gewährleisten.
Die wirtschaftliche Ausstrahlung des Kantons Zug spiegelt sich auch in der internationalen Positionierung wider. Als bedeutender Wirtschaftsstandort profitiert die Region von einer Mischung aus Geschäftsreisen und zunehmendem Freizeittourismus. Zusätzliche Recherchen zeigen, dass Investitionen in die Beherbergungskapazitäten und die Modernisierung von Ausflugszielen am Zugerberg und auf dem Ägeri-See Teil eines umfassenden Masterplans sind. Das Ziel bleibt die Steigerung der Wertschöpfung innerhalb des Kantons durch qualitatives Wachstum und eine enge Vernetzung von Politik und Tourismuswirtschaft.