Das steirische Hotelunternehmen Jufa Hotels verzeichnet mit seinem Standort in der Hamburger HafenCity einen bedeutenden wirtschaftlichen Erfolg. Knapp acht Jahre nach der Eröffnung steht das Haus kurz davor, die Marke von einer Million Übernachtungen zu knacken.
Dieses Ergebnis wurde im Vorfeld einer Wirtschaftskonferenz bekannt gegeben, an der auch der Hotel- und Gaststättenverband Hamburg (Dehoga) sowie Steiermark Tourismus teilnahmen. Der Erfolg basiert maßgeblich auf der Strategie des „Open House“, bei der das Hotel nicht nur Reisenden vorbehalten bleibt, sondern durch öffentlich zugängliche Gastronomie- und Spielflächen bewusst als Begegnungszone für die lokale Nachbarschaft fungiert.
Die Etablierung des österreichischen Familienhotel-Modells auf dem hochkompetitiven Hamburger Markt wurde durch eine enge Kooperation mit der Hansestadt ermöglicht. Die Stadtverwaltung unterstützte das Projekt von Beginn an durch die gezielte Vergabe des Grundstücks im damals neu entstehenden Quartier HafenCity. Laut Gerhard Wendl, dem Gründer der Jufa-Gruppe, beweist die aktuelle Bilanz die Krisenfestigkeit des Konzepts, das auf unkomplizierte und preiswerte Angebote für Familien setzt. Das Modell hat sich damit als touristischer Exportschlager aus der Steiermark in den urbanen Norden Deutschlands bewiesen.
Parallel zum Erfolg des Hotels intensiviert sich der wechselseitige Reiseverkehr zwischen Norddeutschland und der Alpenrepublik. Marktforschungsdaten belegen, dass die Gästeankünfte aus dem norddeutschen Raum in der Steiermark seit dem Jahr 2020 um über 65 Prozent gestiegen sind. Besonders bemerkenswert ist dabei die überdurchschnittliche Aufenthaltsdauer der Hamburger Gäste, die im Winter sogar bis zu 4,7 Nächte in der Steiermark verbringen. Die Kombination aus regionaler Kulinarik und dem Angebot an Thermen sowie Almen macht den Süden Österreichs zu einem zentralen Ziel für Urlauber aus dem Ballungsraum Hamburg.
Umgekehrt bleibt Hamburg eine der gefragtesten Städtedestinationen für österreichische Reisende. Die maritime Atmosphäre sowie kulturelle Anziehungspunkte wie die Elbphilharmonie und die Musical-Szene sorgen für kontinuierlich hohe Buchungszahlen. Dieser wirtschaftliche Brückenschlag wird durch direkte Verkehrsverbindungen, etwa durch den ÖBB Nightjet oder direkte Flugverbindungen zwischen Graz und Hamburg, weiter gefördert. Experten werten die Entwicklung als Beleg für eine stabile touristische Achse, die durch die Verbindung von urbaner Stadtentwicklung und ländlicher Gastfreundschaft beider Regionen gestärkt wird.