Der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen strukturiert sein Portfolio für die kommende Wintersaison 2026/2027 um und setzt auf eine deutliche Stärkung des Ägypten-Geschäfts. Nach einer temporären Pause nimmt das Traditionsunternehmen die am Roten Meer gelegene Urlaubsdestination Sharm el Sheikh wieder fest in sein Programm auf.
Ab Oktober 2026 können Urlauber auf ein Netz von Direktverbindungen zurückgreifen, die von mehreren Verkehrsflughäfen in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz bedient werden. Der Pauschalreiseanbieter reagiert damit auf die anhaltend hohe Nachfrage nach klassischen, sonnensicheren Nahost-Destinationen in den europäischen Wintermonaten, die sich nach einer Phase der Konsolidierung im Reiseverkehr wieder vollständig stabilisiert haben.
Für die logistische Umsetzung des Flugprogramms hat Schauinsland-Reisen eine weitreichende Partnerschaft mit Corendon Airlines als primärem Premium-Partner vereinbart. Corendon wird von den deutschen Großflughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und Nürnberg aus jeweils dienstags und freitags in Richtung Sinai-Halbinsel starten. Der Flugplan sieht eine Bedienung von November bis März vor, wobei die Dienstagsrotationen im verkehrsschwachen Januar für drei Wochen ausgesetzt werden. Ergänzt wird dieses Luftverkehrsangebot durch weitere namhafte Fluggesellschaften. So steuert der Billigflieger Easyjet die Destination von Berlin und Amsterdam aus jeweils mittwochs und sonntags an, während Transavia ebenfalls von Amsterdam fliegt und die Schweizer Edelweiss Air das Drehkreuz Zürich an den Wochenenden anbindet.
Parallel zur Sicherung der Flugkapazitäten hat der Reiseveranstalter sein Hotelkontingent vor Ort massiv ausgebaut, um unterschiedliche Zielgruppen im gehobenen Fünf-Sterne- und All-inclusive-Segment anzusprechen. Zu den strategischen Partneranlagen im Beherbergungssektor zählen das Sunrise Remal Beach Resort, das sich durch ein direkt zugängliches Hausriff für den Tauchsport auszeichnet, sowie das Pickalbatros Royal Moderna Resort, das mit einer großflächigen Aquaparklandschaft gezielt auf den Familienfernverkehr ausgerichtet ist. Für das preisbewusste Premiumsegment wurde zudem das Jaz Mirabel Beach in der ruhigeren Naama Bay unter Vertrag genommen. Laut Niklas Heigl, dem stellvertretenden Leiter der Produkt- und Hoteleinkaufsabteilung bei Schauinsland-Reisen, bildet das veränderte Konsumverhalten der Verbraucher, die verstärkt auf budgetierbare Gesamtreisen setzen, das Fundament für diesen Kapazitätsausbau.
Der strategische Schritt von Schauinsland-Reisen spiegelt einen allgemeinen Trend in der deutschen Reisebranche für das laufende Jahr 2026 wider. Ägypten hat sich neben den Kanarischen Inseln und der Türkei als wichtigste Säule für das profitable Wintergeschäft der Reisekonzerne etabliert. Die Region um die Südspitze der Sinai-Halbinsel konkurriert hierbei direkt mit den klassischen Feriengebieten rund um Hurghada und Marsa Alam auf der afrikanischen Festlandseite. Durch die Kooperation mit Low-Cost-Carriers und Ferienfluggesellschaften gelingt es den Reiseanbietern, flexible Reisedauern abseits der starren wöchentlichen Charterketten anzubieten und so die Auslastung der Hotelkapazitäten in der Nebensaison zu optimieren.