Airbus A320 (Foto: Mario Caruana / MAviO News).
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Condor führt Gepäckabholservice mit Dienstleister Airportr ein

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Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor bietet in Zusammenarbeit mit dem britischen Logistikunternehmen Airportr ab sofort einen Service zur Gepäckabholung an. Wie die Fluggesellschaft über das geschäftliche Netzwerk LinkedIn mitteilte, beschränkt sich das Angebot in der aktuellen Phase auf Abflüge vom Flughafen Frankfurt am Main.

Fluggäste können ihr Reisegepäck direkt am Wohnort oder im Hotel abholen lassen, von wo aus es eigenständig zum Flughafen transportiert und für den jeweiligen Flug eingecheckt wird. Der Abholradius umfasst derzeit die Stadtgebiete von Frankfurt, Mannheim, Köln und Bonn.

Die Kooperation gliedert sich in das Bestreben europäischer Fluggesellschaften ein, die Abläufe an den Abfertigungsschaltern der Flughäfen durch digitale und ausgelagerte Prozesse zu entlasten. Das auf Fluggepäcklogistik spezialisierte Unternehmen Airportr betreibt bereits ähnliche Modelle mit Fluglinien wie British Airways, Swiss oder Austrian Airlines an verschiedenen europäischen Großflughäfen. Im Rahmen des Prozesses wird das Gepäck beim Kunden abgeholt, mit Sicherheitsplomben versehen und unter Einhaltung der geltenden Luftsicherheitsvorschriften direkt in das Gepäckleitsystem des Frankfurter Flughafens eingespeist, sodass Passagiere am Terminal direkt zur Sicherheitskontrolle durchgehen können.

Luftfahrtanalysten und Verbraucherschützer betrachten die Einführung solcher kostenpflichtigen Zusatzdienste jedoch mit einer gewissen Skepsis. Für die Passagiere bedeutet das Angebot zwar eine Verringerung des Transportaufwands auf dem Weg zum Flughafen, es führt jedoch auch zu zusätzlichen Gebühren, die den Gesamtpreis der Flugreise erhöhen. Zudem birgt die Einbindung eines externen Logistikpartners auf dem Verkehrsweg zum Flughafen statistische Risiken bezüglich Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Bei unvorhergesehenen Verkehrsbehinderungen oder Fehlern in der Sortierkette besteht die Gefahr, dass das Gepäck den Flugbetrieb nicht rechtzeitig erreicht und verspätet am Zielort eintrifft.

Die regionale Begrenzung des Einzugsgebiets auf lediglich vier Städte verdeutlicht zudem, dass der Service vorerst nur für einen Bruchteil der Condor-Kunden nutzbar ist. Die langfristige Etablierung dieses Abfertigungsmodells wird maßgeblich davon abhängen, ob die Kunden bereit sind, die zusätzlichen Kosten im Vergleich zur herkömmlichen Gepäckaufgabe am Schalter zu tragen, und ob der Dienstleister die vertraglich zugesicherte Logistikkette auch in Zeiten hoher Flughafenauslastung fehlerfrei aufrechterhalten kann.

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