
Langwierige Abwicklung der FTI-Insolvenz: Reisebüros und Kunden kämpfen weiterhin um Erstattungen
Knapp zwei Jahre nach dem Zusammenbruch des Münchner Reisekonzerns FTI Touristik im Juni 2024 ist die juristische und finanzielle Aufarbeitung der Insolvenz noch immer nicht abgeschlossen. Während die Mehrheit der betroffenen Urlauber bereits entschädigt wurde, verbleibt eine signifikante Anzahl an Fällen im Prüfverfahren des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF). Besonders die Einstufung von sogenannten Bausteinreisen sorgt für rechtliche Auseinandersetzungen zwischen dem Sicherungsfonds, Reisebüros und Rechtsanwälten. Für die stationären Reisebüros bedeutet die schleppende Bearbeitung nicht nur einen erheblichen administrativen Mehraufwand, sondern auch eine Belastung der Kundenbeziehung, da viele Reisende trotz bestehender Absicherung weiterhin auf die Rückzahlung ihrer angezahlten Gelder warten. Die Kritik richtet sich dabei vor allem gegen die strengen Ablehnungskriterien des DRSF bei kombinierten Reiseleistungen, die nach Ansicht von Experten nicht immer im Einklang mit der geltenden Rechtsprechung zur Pauschalreise stehen. Die Rolle des Deutschen Reisesicherungsfonds in der Kritik Der Deutsche Reisesicherungsfonds wurde nach der Pleite von Thomas Cook ins Leben gerufen, um künftige Großinsolvenzen der Reisebranche ohne staatliche Soforthilfe abzufedern. Im Falle von FTI steht der Fonds vor seiner ersten großen Bewährungsprobe. Laut offiziellen Angaben des DRSF bewegt sich die Ablehnungsquote der Erstattungsanträge im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Dennoch summieren sich diese Fälle bei einem Konzern der Größe von FTI auf hunderte, wenn nicht tausende Einzelschicksale. Reisebüroinhaber wie Aron Stiefvater aus Weil am Rhein berichten, dass etwa zehn Prozent ihrer betroffenen Buchungen auch nach fast zwei Jahren noch immer in Bearbeitung sind oder mit schwer nachvollziehbaren Begründungen abgelehnt wurden. Für die Reisevermittler ist dies eine prekäre Situation. Da sie oft als erster








