Diwali (Foto: Fraport AG).
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Fraport richtet Retail-Marketing am Flughafen Frankfurt gezielt auf den Indien-Verkehr aus

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Die Betreibergesellschaft Fraport AG setzt am Flughafen Frankfurt im Herbst 2026 erstmals auf eine zielgruppenspezifische Einzelhandelskampagne anlässlich des hinduistischen Lichterfests Diwali.

Die Vermarktungsinitiative richtet sich an Passagiere auf Flügen nach Indien im Terminal 1 und zielt auf das Kaufverhalten von Reisenden ab, die vor dem Abflug Last-Minute-Geschenke erwerben. Das Digitalkonzept verbindet Angebote aus dem Duty-Free- und Gastronomiebereich mit Schulungen für das Verkaufspersonal sowie Kooperationen mit Partnerfluggesellschaften wie Air India und Lufthansa.

Hintergrund der veränderten Ansprache ist das steigende Passagieraufkommen auf Routen zwischen Frankfurt und dem indischen Subkontinent, das im Jahr 2025 die Marke von 1,2 Millionen Fluggästen überschritt. Mit rund 230 Einzelhandels- und Gastronomieeinheiten auf circa 35.000 Quadratmetern Verkaufsfläche versucht das Betreiberunternehmen, die Einnahmen pro Passagier im Nicht-Aviation-Segment zu steigern. Nach Angaben von Babett Stapel, Senior Executive Vice President Retail & Real Estate der Fraport AG, und Vorständin Julia Kranenberg soll die Ausrichtung an spezifischen Reiseanlässen die Ertragsbasis des Flughafenbetreibers außerhalb der reinen Flugbetriebsgebühren stärken.

Die gezielte Ausrichtung auf kaufkräftige Passagiergruppen im Transit- und Fernreiseverkehr spiegelt die veränderten Prioritäten der europäischen Drehkreuzbetreiber wider. Da steigende Standort- und Sicherheitskosten die Margen im klassischen Fluggeschäft belasten, gewinnen zollfreie Verkäufe, Gastronomieumsätze und Konzessionsabgaben an Bedeutung. Ähnliche zielgruppenspezifische Maßnahmen werden an internationalen Hubs wie London Heathrow, Dubai oder Singapur Changi bereits seit Jahren angewendet, um die Verweildauer in den Terminals zu monetarisieren.

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