
Wiener Hotellerie verzeichnet Nächtigungsplus bei rückläufigen August-Umsätzen
Die Wiener Tourismusbranche schloss den September 2026 mit rund 1,825 Millionen Gästenächtigungen ab, was einem Anstieg von vier Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Für die ersten neun Monate des Jahres summiert sich das Nächtigungsvolumen in der Bundeshauptstadt auf 14,93 Millionen Übernachtungen, was ebenfalls ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Trotz des anhaltenden Mengenwachstums verzeichneten die Beherbergungsbetriebe im August 2026 einen Rückgang beim Netto-Nächtigungsumsatz um fünf Prozent auf rund 109,2 Millionen Euro. In der kumulierten Betrachtung von Januar bis August 2026 liegt der Gesamtumsatz mit 867,17 Millionen Euro knapp ein Prozent über dem Vorjahreswert. Der wichtigste Herkunftsmarkt blieb im September Deutschland mit 354.000 Nächtigungen (+4 %), gefolgt vom Inlandsmarkt Österreich (312.000, +6 %) und den USA (149.000, +9 %). Zweistellige Zuwachsraten wiesen die Märkte Polen mit 49.000 Nächtigungen (+14 %) und China mit 40.000 Nächtigungen (+23 %) auf, während der britische Markt mit 65.000 Übernachtungen ein Minus von elf Prozent verzeichnete. Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak stufte die Entwicklung vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Umfelds als stabil ein und betonte die Notwendigkeit einer Ausrichtung auf Wertschöpfung und Dienstleistungsqualität. Die durchschnittliche Zimmerauslastung lag im September bei rund 74 Prozent, während die Bettenauslastung 57,4 Prozent erreichte (Vorjahr: 57,1 %). Im bisherigen Jahresverlauf bis September ergibt sich bei den Kennzahlen eine leichte Abflachung: Die Zimmerauslastung sank von 68 Prozent im Vorjahr auf rund 67 Prozent, die Bettenauslastung von 52,1 auf 51,9 Prozent. Diese Entwicklung steht im Kontext eines vergrößerten Kapazitätsangebots; im September standen den Gästen in Wien insgesamt rund 86.200 Hotelbetten zur