Bund der Steuerzahler

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Bund der Steuerzahler

Berlin: Verdreifachung des Flächenbedarfs und Milliardenaufwand für die Bundeswehr-Flugbereitschaft

Der geplante Endausbau des Regierungsairports am Flughafen Berlin Brandenburg gerät wegen einer massiven Ausweitung der Dimensionen und drastischer Kostensteigerungen in die öffentliche Diskussion. Auf dem Areal des Hauptstadtflughafens soll bis zum Jahr 2038 ein eigenständiges militärisches und protokollarisches Zentrum entstehen, das die Einheiten der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung vollständig an einem Standort zusammenführt. Während der Bund von einem notwendigen Kapazitätsaufbau spricht, bewertet der Bund der Steuerzahler das Vorhaben in seinem Jahresbericht als ein ausser Kontrolle geratenes Projekt. Nach neuen Berechnungen der Behörden könnten die Gesamtkosten von ursprünglich veranschlagten dreistelligen Millionenbeträgen auf bis zu 2,5 Milliarden Euro ansteigen. Entwicklung von einer Übergangslösung zum eigenständigen Großareal Seit der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg im Oktober 2020 nutzen die Bundesregierung und ihre Staatsgäste ein sogenanntes Interimsterminal. Dieser Komplex wurde für etwa 70 Millionen Euro errichtet und war ursprünglich als reine Übergangskonstruktion gedacht. Nachdem die damalige Bundesregierung im Jahr 2022 den Neubau eines repräsentativen, eigenständigen Empfangsgebäudes aus Kostengründen stoppte – veranschlagt waren damals rund 344 Millionen Euro –, verblieb der Empfangsbetrieb im Provisorium. Die Planungen für die dahinterliegende betriebliche und logistische Infrastruktur der Flugbereitschaft wurden hingegen kontinuierlich ausgeweitet. Gemäß den im Jahr 2025 überarbeiteten Plänen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben soll das Gelände des Regierungsflughafens am BER nicht mehr wie früher vorgesehen 304.000 Quadratmeter umfassen, sondern eine Fläche von 570.000 Quadratmetern. Das entspricht nahezu einer Verdopplung der beanspruchten Grundfläche auf etwa 57 Hektar. Infrastruktureller Umfang und bauliche Vorbereitungen Die bauliche Konzeption sieht eine Infrastruktur vor, die weit über reine Abfertigungskapazitäten hinausgeht. Für die vorgesehenen

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