
Internationale Fluggesellschaften verlängern Flugstopp nach Riad trotz
Der internationale Flughafen König Chalid in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist nach einer vorübergehenden Schließung infolge schwerer Angriffe der im Jemen ansässigen Huthi-Miliz offiziell wieder für den Flugverkehr freigegeben worden. Wie aus einer entsprechenden Notam-Meldung für die Luftfahrt hervorgeht, stehen die Start- und Landebahnen für den gewerblichen Flugbetrieb grundsätzlich wieder zur Verfügung. Dennoch meidet die Mehrheit internationaler Netzwerkträger den Standort weiterhin. Flugverfolgungsdienste wie Flightradar24 verzeichneten zu Wochenbeginn den Ausfall von mehr als 80 Prozent der regulär geplanten Verbindungen. Angesichts der anhaltend angespannten Sicherheitslage und der Sorge vor weiteren Raketen- und Drohnenangriffen haben europäische, asiatische und arabische Fluggesellschaften ihre Aussetzungsbeschlüsse verlängert, was die Luftverkehrsanbindung der saudi-arabischen Hauptstadt massiv beeinträchtigt. Ausmaß der Flugsperren bei europäischen und internationalen Airlines Die Reaktion der weltweiten Luftfahrtbranche auf die Wiedereröffnung fällt zurückhaltend aus. Die Lufthansa Group gab bekannt, ihren Flugstopp für Verbindungen nach Riad um rund vier Wochen bis zum 18. November 2026 zu verlängern. Damit bleiben die Flüge der Konzernairlines in die saudi-arabische Metropole bis auf Weiteres ausgesetzt. Auch die britische British Airways sowie die niederländische KLM kündigten an, den Flughafen König Chalid mindestens bis Ende Oktober 2026 nicht anzufliegen. Ähnliche Maßnahmen wurden von mehreren Fluggesellschaften aus Asien und der Golfregion ergriffen. Qatar Airways setzte sämtliche Flugverbindungen nach Riad sowie zur Ostprovinz-Metropole Dammam bis auf Weiteres aus. Auch Air India und weitere internationale Anbieter strrichen ihre Strecken. Das vorsichtige Vorgehen der Fluggesellschaften verdeutlicht die Diskrepanz zwischen der behördlichen Freigabe der Infrastruktur durch die saudi-arabischen Stellen und der risikobasierten Lagebeurteilung der Sicherheitsabteilungen privater Luftfahrtunternehmen. Hintergrund der