
Inbetriebnahme des Terminals 3: Ein neues Kapitel für den Luftfahrtstandort Frankfurt
Mit der Landung einer Boeing 787-9 der China Southern Airlines aus Shenyang am frühen Morgen des 23. April 2026 hat der reguläre Passagierbetrieb am neuen Terminal 3 des Frankfurter Flughafens offiziell begonnen. Nach mehr als zehn Jahren Bauzeit und einer Investitionssumme von rund vier Milliarden Euro markiert dieser Schritt die finale Ausbaustufe des größten deutschen Luftverkehrsdrehkreuzes. Das auf dem Gelände der ehemaligen US-Militärbasis im Süden des Flughafens errichtete Gebäude übernimmt in den kommenden Monaten sukzessive den gesamten Verkehr des Terminals 2, das für eine umfassende Generalsanierung geschlossen wird. In der ersten Ausbaustufe bietet das Terminal 3 eine Kapazität für etwa 19 Millionen Passagiere pro Jahr, wobei eine Erweiterung auf bis zu 25 Millionen bereits in den Genehmigungsplänen vorgesehen ist. Mit dem Einzug von insgesamt 57 Fluggesellschaften in vier Wellen verschieben sich die operativen Schwerpunkte am Flughafen Frankfurt signifikant, während das Terminal 1 weiterhin als Exklusivbereich für die Lufthansa und ihre Partner der Star Alliance reserviert bleibt. Historischer Erstflug und operative Startphase Der Erstflug CZ8021 markierte den Auftakt für einen minutiös geplanten Hochlaufbetrieb. Fraport bestätigte, dass die Maschine auf der Position J3 abgefertigt wurde, womit der Flugsteig für den Non-Schengen-Verkehr seine erste Bewährungsprobe unter Realbedingungen bestand. Für den gesamten ersten Betriebstag hat der Flughafenbetreiber zwölf Ankünfte und zwölf Abflüge terminiert, was einem Passagieraufkommen von rund 6.000 Menschen entspricht. Diese vorsichtige Strategie dient dazu, die komplexen technischen Systeme, von der Gepäckförderanlage bis hin zur neuen Passagier-Transport-System-Anbindung, im laufenden Betrieb zu kalibrieren. Das Terminal 3 ist als eigenständiger Funktionskörper konzipiert, der die bisherige








