Juli 8, 2020

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Juli 8, 2020

Wolfgang Jani verlässt die AUA

Der Vorstand der österreichischen Lufthansa-Tochter wird verkleinert. Die Finanzagenden übernimmt Andreas Otto zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben. Nach Andreas Fritthum bei Lauda verlässt auch bei Austrian Airlines der Finanzchef das Unternehmen. Wolfgang Jani ist seit April 2018 in der Funktion des Chief Commercial Officers und scheidet per Ende August 2020 aus. Die Position wird nicht nachbesetzt, sondern von Chief Commercial Officer Andreas Otto übernommen. Der Vorstand der österreichischen Lufthansa-Tochter verkleinert sich damit auf drei Personen und besteht künftig aus Alexis von Hoensbroech (CEO), Andreas Otto (CCO/CFO) und Jens Ritter (COO).  „Wolfgang Jani hat gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen das Strategieprogramm #DriveTo25 entwickelt, um das Unternehmen auf das harte Wettbewerbsumfeld in Österreich auszurichten. Für eines der Kernthemen, das  Prozesseffizienzprogramm „PE20“, war er Projektinitiator und -sponsor. Hervorgerufen durch die COVID-19 Krise, hat sich Wolfgang Jani in den vergangenen Monaten federführend um die Sicherstellung der Finanzierung und um die positive Fortbestehensprognose des Unternehmens gekümmert. Es waren ausnahmslos schwierige und herausfordernde Themen, mit denen er in den mehr als zwei Jahren Amtszeit konfrontiert war. Im Namen von Aufsichtsrat und Vorstand möchte ich unseren großen Dank für seine Arbeit zum Ausdruck bringen. Wir wünschen Wolfgang Jani für den weiteren Weg alles Gute”, so Aufsichtsratsvorsitzende Christina Foerster.

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Österreich: Höhere Ticketsteuer ab 31. August 2020

Die von der österreichischen Bundesregierung angekündigte Erhöhung der Ticketsteuer soll am 31. August 2020 wirksam werden. Diese soll dann einheitlich 12 Euro betragen, was auf der Kurzstrecke fast eine Verdreifachung bedeutet. Auf der Long Haul hingegen wird es etwas günstiger. Von der Vereinheitlichung ausgenommen sind Ultra-Kurzstreckenflüge bis zu einer Distanz von 350 Kilometern. Diese sollen mit 30 Euro pro Ticket überproportional stark besteuert werden. Im Nationalrat wurden eventuelle Ausnahmen für Umsteigepassagiere nicht diskutiert. Die Opposition zeigte sich zu den Regierungsplänen, die als Konjukturpaket vorgestellt wurden, weitgehend schweigsam. Lediglich die FPÖ und der ehemalige Staatssekretär Hubert Fuchs (FPÖ) sprachen sich in Wortmeldungen klar und deutlich gegen die Erhöhung der Ticketsteuer aus und forderten auch die vollständige Abschaffung dieser. Fuchs hält die Abgabe für grundsätzlich falsch und befürchtet, dass diese insbesondere Austrian Airlines massiv schaden könnte. Bei der Regierungspartei Die Grünen sieht man das gänzlich anders: „Mit der Verdreifachung der Ticketabgabe ist ein wesentlicher Meilenstein gesetzt. Der Luftverkehr hat seine Klimaverantwortung wahrzunehmen. Das Ziel muss die Verbesserung der Klimabilanz sein. Mit der Erhöhung auf 30 Euro für Kurzstreckenflüge innerhalb von 350 km Radius setzt Österreich europaweite Maßstäbe und bringt den Stein ins Rollen gegen Preisdumping im Flugverkehr. Darüber hinaus bringt die Erhöhung der Ticketabgabe mehr Kostenwahrheit, die dringend geboten ist”, so deren Verkehrssprecher Hermann Weratschnig. Der Politiker fordert auch, dass Kerosin europaweit besteuert wird: „Wenn es nach uns geht, könnten wir morgen europaweit die Kerosinsteuer umsetzen, damit endlich faire Bedingungen im Preiswettbewerb zwischen Bahn- und Luftverkehr herrschen“.

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