August 4, 2020

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August 4, 2020

Fraport-Chef Schulte: „Wachstum nicht vor 2023“

Der Chef des börsennotierten Flughafenbetreibers Fraport, Stefan Schulte, rechnet damit, dass es erst im Jahr 2023 wieder ein „moderates Wachstum“ im Flugverkehr geben wird. Bis dahin wird es eine lange Durststrecke für die Branche. Fraport wird daher zwischen 3.000 und 4.000 Stellen abbauen. Hierbei wolle man sozialverträgliche Maßnahmen setzen, über die mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt werden soll. Die natürliche Fluktuation reicht nach Ansicht der Konzernspitze nicht aus um den Personalüberhang abbauen zu können. Es wird auch damit gerechnet, dass in den Jahren 2022 und 2023 die Anzahl der abgefertigten Passagiere um 15 bis 20 Prozent unter dem Wert des Jahres 2019 liegen wird. Allein am Standort Frankfurt am Main beschäftigt Fraport etwa 16.000 Mitarbeiter, die sich überwiegend in Kurzarbeit befinden. Aus finanzieller Sicht war das zweite Quartal 2020 für die Fraport AG natürlich ein Desaster. Man schrieb einen Verlust in der Höhe von 182 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum konnte man noch einen Gewinn von 127 Millionen Euro ausweisen. Der Umsatz brach um drei Viertel auf 250 Millionen Euro ein. Auf dem Kapitalmarkt besorgte sich die Fraport AG rund 1,3 Milliarden Euro und begab im Juli 2020 eine Anleihe, die 800 Millionen Euro schwer ist. Der Cash-Bestand wurde mit drei Milliarden Euro beziffert. Man sieht sich hinsichtlich der Liquidität bis mindestens Ende 2021 abgesichert.

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Juli: Aufwärtstrend bei Wizzair erkennbar

Die Wizzair Group zählte im Juli 2020 konzernweit 1.824.452 Passagiere. Bedingt durch die Corona Pandemie liegt man damit um rund zwei Millionen Fluggäste unter dem Wert des Vorjahresmonats. Die Auslastung wird seitens des Carriers mit 60,5 Prozent kommuniziert. Aus den von Wizzair veröffentlichten Passagierzahlen ist ersichtlich, dass die Auslastung langsam wieder steigt. Zwar lag diese in der Zeit „vor Corona“ bei dieser Fluggesellschaft im Regelfall zwischen 90 und 95 Prozent, jedoch verbesserte man sich nun von 52,2 Prozent im Juni auf 60,5 Prozent im Juli 2020.  Noch deutlicher Sichtbar wird dies an Hand der von Wizzair beförderten Fluggäste: Im Jänner und Feber 2020 hatte man noch jeweils weit über drei Millionen Reisende an Bord. Im März transportierte man noch 1.754.032 Fluggäste ehe im April 2020 aufgrund von Flugverboten und des Lockdowns ein Einbruch auf 78.389 Passagiere erfolgte. Seit Mai (126.549 Fluggäste) geht es bei Wizzair offensichtlich wieder bergauf: Im Juni hatte man 502.253 Passagiere an Bord und zuletzt im Juli waren es 1.824.452 Reisende. Ein Aufwärtstrend ist zwar klar erkennbar, doch ist man noch meilenweit von den Werten der Vorjahre entfernt.

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Juli: Ryanair mit 70 Prozent weniger Passagieren

Der Ryanair Group beförderte im Comeback-Monat Juli rund 4,4 Millionen Passagiere. Die Transportleistung von Lauda wird seitens der börsennotierten Holding nicht mehr separat ausgewiesen, da die Österreich-Tochter nicht mehr unter eigenen Flugnummern, sondern für die Schwester Ryanair DAC fliegt. Im Juli des Vorjahres flog die Firmengruppe 14,8 Millionen Reisende. Das bedeutet, dass ein Rückgang von 70 Prozent verzeichnet wurde. Dieser ist auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Ryanair erklärt, dass man im Juli 2020 rund 40 Prozent des ursprünglich geplanten Flugplans durchgeführt habe und die Auslastung bei 72 Prozent lag. Auch über das gesamte bisherige Jahr 2020 machen sich die Folgen der Pandemie deutlich bemerkbar, denn in den ersten sieben Monaten verzeichnete der Billigflieger einen Rückgang um 35 Prozent. Man beförderte rund 96,8 Millionen Fluggäste.

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