August 18, 2020

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August 18, 2020

Ryanair kürzt das Angebot wieder

Die Ryanair Group kündigt an, dass das für September und Oktober geplante Flugangebot um 20 Prozent gekürzt wird. In den letzten Tagen habe man einen signifikanten Rückgang bei Neubuchungen verzeichnet. Diesen führt man auf neuerliche Reisebeschränkungen bzw. Quarantänebestimmungen verschiedener EU-Staaten zurück. Eigentlich wollte Ryanair das Angebot im August wieder auf 60 Prozent des Vorjahreswerts hochfahren, doch nun folgt ein Schritt in die andere Richtung. Von der Reduktion sind insbesondere Flüge in Spanien, Frankreich und Schweden betroffen. Auch im Heimatland Irland nimmt man Kürzungen vor. Laut Ryanair kaufen derzeit insbesondere Geschäftsreisende weniger Flugscheine, doch auch Privatreisende planen eher kurzfristig. Die Nachfrage für die Monate September und Oktober wäre demnach wesentlich niedriger als gedacht. Verschiedene EU-Staaten, darunter auch Irland, führten wieder Quarantänemaßnahmen ein. Dies hat zur Folge, dass insbesondere private Reisen eher nicht unternommen werden. Manche Länder, darunter Österreich, machen alternativ die Vorlage eines negativen PCR-Tests zur Einreisebedingung. Die Kosten dafür sind selbst zu tragen, was sich ebenfalls negativ auf die Nachfrage bei sämtlichen Fluggesellschaften auswirkt. Ryanair sieht das Modell, das derzeit in Deutschland und Italien praktiziert wird als einzigen Weg, um Luftfahrt und Tourismus am Leben erhalten zu können. Die Bundesrepublik Deutschland bietet allen Einreisenden kostenfreie Coronatests an, wobei jene, die aus Risikogebieten kommen an diesen verpflichtend teilnehmen müssen. Welche Auswirkungen die Entscheidung von Ryanair auf die österreichische Tochter Lauda haben wird, ist unklar. Geschäftsführer Andreas Gruber beantwortete eine genausowenig wie Fragen zur laut Gerüchten angespannten Finanzsituation des Unternehmens. Auch zu seiner persönlichen Zukunft – er scheint bei der neuen Lauda

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VKI: Lauda verhält sich „unverschämt“

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) fühlt sich von der österreichischen Ryanair-Tochter Lauda regelrecht an der Nase herumgeführt. Trotz Zusagen die Gelder abgesagter Flüge zügig an die Kunden zu erstatten läuft nicht nur alles sehr schleppend, sondern das Unternehmen versucht trotz Intervention durch den VKI die Kunden mit Gutscheinen abzuspeisen. Die Tiroler Tageszeitung berichtet dazu unter Berufung auf den Verein, dass die Gutscheine, mit denen Lauda die berechtigten Kundenansprüche loswerden will, zum Teil mehrere Monate nach hinten datiert sind. Mit dem Hinweis, dass man erst nach Ablauf von 12 Monaten eine Auszahlung beantragen könnte, würde Lauda die betroffenen Kunden nicht nur in die Irre führen, sondern mutmaßlich vorsätzlich falsch informieren. Der VKI startete vor einigen Wochen eine Sammelaktion für Passagiere, die von Austrian Airlines und Lauda bedingt durch deren Rechtsbrüche geschädigt wurden. Beide Carrier deaktivierten automatische Erstattungsmöglichkeiten und verschleppen seither die Rückzahlung von Tickets, die aufgrund von Flugstreichungen nicht angetreten werden konnten. Bei der AUA soll es aber Licht am Ende des Tunnels geben, denn von 10.500 Forderungen, die über den VKI betrieben werden, sollen bereits 9.000 ausbezahlt worden sein. Ganz anders die Situation bei der Lauda. Die Geschäftsleitung habe vor einigen Wochen zugesichert, dass die Auszahlung nun zügig erfolgen soll, doch VKI-Managerin Ulrike Wolf berichtet gegenüber der Tiroler Tageszeitung von einem anderen Bild: „Es wurde zwar angekündigt, das Geld zügig zurückzuzahlen, aber es läuft immer noch alles nur sehr schleppend und schlecht.“ Besonders sauer stößt der Konsumentenschützerin auf, dass Lauda trotz der Intervention durch den VKI und die Zusage der Geschäftsleitung, dass

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Easyjet gibt Stansted, Southend und Newcastle auf

Easyjet wird im Vereinigten Königreich die Bases in Southend, Stansted und Newcastle schließen. Damit reduziert sich die Anzahl der Stützpunkte von elf auf acht. Gleichzeitig wird es auch zum Abbau von Stellen kommen, erklärte das Unternehmen in einer Aussendung. Die Schließung der betroffenen Stationen erfolgt bereits zum 31. August 2020. Hintergrund ist, dass die Nachfrage aufgrund der Coronakrise und der damit verbundenen Reiseeinschränkungen eingebrochen ist. Erst vor wenigen Tagen gab Easyjet bekannt, dass man 23 Airbus-Jets im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Geschäften versilbert hat. Der Gesamterlös aus den Transaktionen wurde mit etwa 650 Millionen Euro beziffert.

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Deutschland: Flightright pfändet TAP-Bankkonten

Das Fluggastrechteportal Flightright hat in Deutschland einen Pfändungsbeschluss gegen TAP Air Portugal erwirkt. Laut Mitteilung geht es um 750.000 Euro, die der Carrier trotz eines rechtskräftigen Gerichtsurteils und mehrfacher Zahlungsaufforderungen nicht beglichen habe. Flightright lässt nun Konten und sonstige Guthaben, die TAP bei deutschen Kreditinstituten unterhält pfänden, um die Summe eintreiben zu können. Hintergrund der Forderung sind Entschädigungsansprüche von Kunden aus dem Jahr 2019. Zuzüglich der zugesprochenen Kosten für das Gerichtsverfahren und die Auslagen für Anwaltshonorare ist die Summe mittlerweile auf über eine Million Euro angewachsen. Laut Flightright habe TAP Air Portugal aufgrund des Exekutionsverfahrens nun keinen Zugriff mehr auf Bankkonten in Deutschland. Wie viel Geld der Carrier bei deutschen Kreditinstituten liegen hat ist derzeit noch unklar. Das Fluggastrechteportal kritisiert jedenfalls, dass TAP trotz eines rechtskräftigen Gerichtsurteils nicht bezahlen würde.

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