September 15, 2020

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September 15, 2020

Ryanair-Personalchef teilt gegen Lufthansa aus

Mit Kritik an der milliardenschweren Staatshilfe für Lufthansa wirft Ryanair-Personalchef Darrell Hughes in einem Interview um sich. Er unterstellt gar, dass der Mitbewerber von der „staatlichen Hilfe wie ein Süchtiger von einer Droge abhängig ist“. Gleichzeitig verteidigt der Manager, dass Ryanair im Vereinigten Königreich einen staatlichen Kredit angenommen hat. Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland behauptet Hughes, dass Lufthansa über viele Jahre hinweg verabsäumt habe das Unternehmen effizienter zu machen. Das „UK-Geld“ für Ryanair wäre ein Kredit, der im März 2021 zurückgezahlt werden muss. Es wäre mit dem milliardenschweren Rettungspaket, das Deutschland für Lufthansa geschnürt habe, überhaupt nicht vergleichbar. „Die Regierungen in der EU suchen sich jetzt aber jeweils ihre nationalen Champions aus, die ganz normale private Unternehmen sind und nun mit Steuergeld vollgepumpt werden. Der deutsche Steuerzahler bezahlt für die Ineffizienz der Lufthansa, die nicht so arbeitet, wie eine moderne Fluggesellschaft arbeiten müsste“, so der Ryanair-Personaldirektor gegenüber RND. Gleichzeitig betont der Manager der irischen Billigfluggesellschaft, das sich Ryanair und Malta Air nicht aus Deutschland zurückziehen werden. Die angekündigte Schließung der Bases Hahn und Weeze habe nur zur Folge, dass dort keine Flugzeuge und kein Personal mehr stationiert sind. Man werde die Airports aber weiterhin ansteuern. Doch generell hält Darrell Hughes die deutschen Flughäfen für zu teuer. Diese müssen effizienter werden, so der Ryanair-Personalchef. Angesprochen auf die für die Tochtergesellschaft Malta Air abgelehnte Kurzarbeit verweist Hughes gegenüber RND darauf, dass die Beschäftigten ihre Steuern und Sozialversicherungsabgaben in Deutschland entrichten. Das Verhalten der Bundesagentur für Arbeit ist aus der Sicht des

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Ölmulti BP rechnet mit geringer Nachfrage

Der Mineralölkonzern BP geht davon aus, dass die Nachfrage nach Erdölprodukten in den nächsten Jahren spürbar sinken wird. Man vermutet sogar, dass nie wieder das hohe Niveau des Jahres 2019 erreicht wird. Hintergrund ist nicht nur die Corona-Krise, sondern auch der Umstand, dass die Treibstoffeffizienz steigt und Investitionen in erneuerbare Energien erfolgen. Pte berichtet, dass bei BP drei verschiedene Szenarien für die globale Entwicklung der Ölnachfrage entwickelt wurden. In zwei dieser Planspiele wurde der Zenit im Jahr 2019 erreicht. Das dritte Szenario sieht vor, dass die Nachfrage in den kommenden 15 Jahren konstant bleibt und ab 2035 dann drastisch abfällt. „In allen drei Szenarien steigt der Anteil von erneuerbarer Energie schneller als jeder andere Treibstoff in der Geschichte“, sagt BP-Chefökonom Spencer Dale gegenüber Pte. Der Ölkonzern will in den kommenden Jahren die Produktion fossiler Brennstoffe um 40 Prozent reduzieren und sich in Richtung erneuerbare Energien neu aufstellen. Dazu investiert man beispielsweise in Windparks. BP rechnet damit, dass wenn der globale Kampf gegen den Klimawandel ernsthaft vollzogen wird, dass bis zum Jahr 2050 die Nachfrage nach Mineralölprodukten um 80 Prozent sinken wird. Gleichzeitig vermutet man, dass erneuerbare Energien um 60 Prozent gefragter sein werden.

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