November 4, 2020

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November 4, 2020

Oktober 2020: Deutlich weniger Passagiere bei Ryanair und Wizzair

Die Billigflieger Ryanair und Wizzair beförderten im Oktober 2020 abermals weniger Passagiere. Bei den Iren reduzierte sich das Aufkommen auf 4,1 Millionen Reisende. Im September 2020 hatte man noch 5,1 Millionen Fluggäste an Bord. Wizzair verschlechterte sich von 1,5 Millionen Reisenden im September auf 1,1 Millionen Passagiere im Oktober 2020. Die Ryanair Group beziffert die durchschnittliche Auslastung mit 73 Prozent. Der ungarische Mitbewerber gibt diese mit 65,9 Prozent aus. Zum Vergleich: Im Oktober 2019 beförderte der irische Lowcoster 13,8 Millionen Fluggäste. Bei Wizzair waren es 3,7 Millionen Passagiere. Bei beiden Carriern ist die Aussicht für November 2020 äußerst trüb, denn streckennetzweit werden die Angebote mangels Nachfrage sehr stark zurückgefahren.

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Blue Panorama ersetzt B767 durch A330

Die italienische Fluggesellschaft Blue Panorama Airlines stellte während einer Zusammenkunft mit den Gewerkschaften des fliegenden Personals die künftigen Langstreckenpläne vor. Das Unternehmen beabsichtigt ab Ende 2020 zwei Airbus A330-200 in die Flotte aufzunehmen. Im Gegenzug sollen spätestens Ende März 2021 zwei Boeing 767-300 außer Dienst gestellt werden. Laut einem Bericht des Portals CH-Aviation.com handelt es sich bei den Neuzugängen um die Maschinen mit den derzeitigen Registrierungen 9H-PTN und 9H-RTU. Diese werden von Castlelake geleast und standen vormals in den Diensten von Qatar Airways und Air Italy. DIe beiden Flugzeuge sollen in den Farben des Blue-Panorama-Brands “Luke Air” lackiert werden. Die Pläne, dass Luke Air in ein maltesisches AOC ausgegliedert weden soll, wurden zwischenzeitlich wieder verworfen.

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Ryanair kürzt auf nur noch elf Strecken ab Wien

Der Billigflieger Ryanair reduziert abermals die Präsenz am Flughafen Wien-Schwechat. Der Flugplan wird ab Mitte November 2020 erheblich gekürzt, so dass nur noch elf Destinationen übrig bleiben. Diese werden niederfrequent angeflogen. Mitbewerber Wizzair streicht das Streckennetz auf drei Ziele zusammen. Lauda Europe und Buzz haben schon sehr bald weniger Arbeit für Ryanair zu verrichten, denn ab Mitte November wird das Angebot ab Wien nochmals deutlich ausgedünnt. Es verbleiben nur noch Dortmund, Thessaloniki, London-Stansted, Mailand-Malpensa, Rom-Fiumicino, Lissabon, Stockholm-Skavsta, Las Palmas, Palma de Mallorca, Teneriffa Süd und Athen. Bei Thessaloniki ist anzumerken, dass diese Route derzeit aus behördlichen Gründen nicht bedient werden kann. Griechenland verfügte die Schließung des dortigen Airports. Ryanair begründet die Streichungen in einem Anschreiben an betroffene Passagiere durchaus dreist und behauptet, dass die Behörden die Durchführung der Flüge verbieten würden. Das ist nur im Fall von Thessaloniki richtig, nicht jedoch in vorliegendem E-Mail, das sich auf einen Flug nach Borispil bezieht. “Sehr geehrter Kunde, wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir aufgrund der anhaltenden Änderungen und Ergänzungen der Reisebeschränkungen durch die Regierungen sehr kurzfristig keine Alternative haben und gezwungen sind, Ihre(n) Flug/Flüge zu stornieren FR976 von Kiev-Borispol nach Vienna International am 21Nov20. Wir tun alles in unserer Macht stehende, um diese von der Regierung erzwungenen Stornierungen so gering wie möglich zu halten. Ihre Optionen werden nachstehend erläutert. Bitte informieren Sie alle anderen Kunden, die möglicherweise mit Ihnen reisen (…)” ist im O-Ton zu lesen. Die Behauptung ist seitens Ryanair durchaus dreist, weil suggeriert wird, dass das Unternehmen zu

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Reiseveranstalter FTI beantragt Staatshilfe

Der deutsche Reisekonzern FTI spürt die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich und braucht gemäß einem Medienbericht nun Staatshilfe in der Höhe von 235 Millionen Euro. Diese soll in Form von staatlich besicherten Darlehen gewährt werden, berichtet das Portal “Business Insider”. Die FTI Group ist der drittgrößte Tour Operator in der Bundesrepublik. Nebst der Marke FTI gehören auch Sonnenklar.TV und Big Xtra zum Konzern. Der Umsatz lag im Vorjahr bei 4,1 Milliarden Euro. Die Finanzmittel, die dem Reiseveranstalter zur Verfügung gestellt werden sollen, stammen aus dem WSF-Fonds der Bundesrepublik Deutschland. Dieser ist mit 600 Milliarden Euro dotiert und wurde unter anderem bereits vom Mitbewerber Tui, aber auch von Lufthansa in Anspruch genommen.

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Weg frei für Staatshilfe: Gewerkschaft und KLM einigen sich

Die KLM-Geschäftsleitung und die Pilotengewerkschaft konnten “Fünf nach Zwölf” doch noch eine Einigung über Lohnkürzungen erzielen. Die Arbeitnehmervertreter erteilten ihre Zustimmung und machen damit den Weg für milliardenschwere Staatshilfen frei. Die Regierung hatte zuvor einen Stopp verordnet, da dieser Punkt der Bedingungen nicht erfüllt war. Der Carrier soll insgesamt 3,4 Milliarden Euro in Form von staatlich besicherten Krediten erhalten. Die Bedingungen sind allerdings hart und unter anderem an ein Sparpaket geknüpft. Auch muss KLM diverse Umweltauflagen erfüllen. Zuletzt stellte Finanzminister Wopke Hoekstra gar eine mögliche Trennung von Air France in den Raum, sollten weitere Hilfen notwendig werden.

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LH-Großaktionär Thiele übt Druck auf die Gewerkschaften aus

Nachdem sich Lufthansa-Großaktionär Heinz-Hermann Thiele anfangs gegen die Staatshilfe für den Kranich aussprach und mit seiner Vorgehensweise für viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit sorgte, wurde es ruhig um ihn. Nun meldet er sich wieder zu Wort und befürchtet, dass die Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Konzernführung scheitern könnten. “Wenn es nicht kurzfristig zu einer substantiellen Annäherung der Positionen der Tarifpartner kommt, ist die geplante Sanierung mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht zu machen”, sagte der Investor gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung.  Lufthansa wäre dann regelrecht dazu gezwungen einen großangelegten Personalabbau durchzuführen und alle bestehenden und der nach Ansicht von Thiele “nicht mehr zeitgemäßen” Tarifverträge zu kündigen. Weiters fordert Heinz-Hermann Thiele im Gespräch mit der FAZ, dass der Staat als Vermittler zwischen der Lufthansa-Leitung und den Gewerkschaften einspringen solle. Eventuell könnte so ein tragfähiger Kompromiss für das Unternehmen, aber auch die Mitarbeiter gefunden werden. Ob seitens der Bundesrepublik, die aufgrund der Staatshilfe an der Lufthansa Group beteiligt ist, zur Verfügung steht oder nicht ist noch unklar.

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