Ryanair kürzt auf nur noch elf Strecken ab Wien

Ryanair-Logo auf einem Overhead-Bin (Foto: Jan Gruber).
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Ryanair kürzt auf nur noch elf Strecken ab Wien

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Der Billigflieger Ryanair reduziert abermals die Präsenz am Flughafen Wien-Schwechat. Der Flugplan wird ab Mitte November 2020 erheblich gekürzt, so dass nur noch elf Destinationen übrig bleiben. Diese werden niederfrequent angeflogen. Mitbewerber Wizzair streicht das Streckennetz auf drei Ziele zusammen.

Lauda Europe und Buzz haben schon sehr bald weniger Arbeit für Ryanair zu verrichten, denn ab Mitte November wird das Angebot ab Wien nochmals deutlich ausgedünnt. Es verbleiben nur noch Dortmund, Thessaloniki, London-Stansted, Mailand-Malpensa, Rom-Fiumicino, Lissabon, Stockholm-Skavsta, Las Palmas, Palma de Mallorca, Teneriffa Süd und Athen. Bei Thessaloniki ist anzumerken, dass diese Route derzeit aus behördlichen Gründen nicht bedient werden kann. Griechenland verfügte die Schließung des dortigen Airports.

Ryanair begründet die Streichungen in einem Anschreiben an betroffene Passagiere durchaus dreist und behauptet, dass die Behörden die Durchführung der Flüge verbieten würden. Das ist nur im Fall von Thessaloniki richtig, nicht jedoch in vorliegendem E-Mail, das sich auf einen Flug nach Borispil bezieht. “Sehr geehrter Kunde, wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir aufgrund der anhaltenden Änderungen und Ergänzungen der Reisebeschränkungen durch die Regierungen sehr kurzfristig keine Alternative haben und gezwungen sind, Ihre(n) Flug/Flüge zu stornieren FR976 von Kiev-Borispol nach Vienna International am 21Nov20. Wir tun alles in unserer Macht stehende, um diese von der Regierung erzwungenen Stornierungen so gering wie möglich zu halten. Ihre Optionen werden nachstehend erläutert. Bitte informieren Sie alle anderen Kunden, die möglicherweise mit Ihnen reisen (…)” ist im O-Ton zu lesen. Die Behauptung ist seitens Ryanair durchaus dreist, weil suggeriert wird, dass das Unternehmen zu den Streichungen behördlich gezwungen worden wäre. Das entspricht jedoch nicht der Wahrheit.

Der Billigflieger wollte auf telefonische Anfrage kein Statement zu den neuerlichen Kürzungen in Wien abgeben. Diese dürften allerdings der momentan branchenweit äußerst geringen Nachfrage geschuldet sein.

2 Comments

  • Altmetallflieger , 4. November 2020 @ 10:07

    Ist ja das übliche Geschäftsgebahren bei Ryanair,wo es geht die Zitrone ausquetschen .
    So wie man es auch mit Boeing macht,dazu hätte ich einen Hinweis.
    Bei Reuters war zu lesen,dass Piloten unter anderem von Southwest die Verbesserungen der Max nicht weit genug gehen,und daher unter anderem die Notfall Checkliste bei Verlust der Trimmkontrolle zu kompliziert ist.
    Da Ryanair im Frühjahr die ersten Max200 erwartet und dieser Flieger gesondert eine Zulassung braucht wird vermutlich der Zeitplan nicht zu halten sein.
    Wenn ihr das Thema aufgreift währt ihr die ersten im Dach Raum.

    • Jan Gruber , 5. November 2020 @ 01:23

      Ich meine mich erinnern zu können, dass ich über dieses Thema schon einmal geschrieben habe. Die Problematik bezüglich der 200er-Version ist mir bekannt, denn da liegt ein “Hardware-Problem” vor, um es sehr vereinfacht auszudrücken. Meines Wissens nach ist Ryanair bis heute die einzige Airline, die sich für diese Variante entschieden hat und allein der Umstand, dass Ryanair über die Max-10 nachdenkt, zeigt mir irgendwie, dass vielleicht die Max-200 doch nicht so das Gelbe vom Ei für FR ist. Traue denen aber auch eine Spezialvariante der Max-10 zu. Ich habe das Thema mal im Auge, weil es ist auf jeden Fall sehr spannend.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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  • Altmetallflieger , 4. November 2020 @ 10:07

    Ist ja das übliche Geschäftsgebahren bei Ryanair,wo es geht die Zitrone ausquetschen .
    So wie man es auch mit Boeing macht,dazu hätte ich einen Hinweis.
    Bei Reuters war zu lesen,dass Piloten unter anderem von Southwest die Verbesserungen der Max nicht weit genug gehen,und daher unter anderem die Notfall Checkliste bei Verlust der Trimmkontrolle zu kompliziert ist.
    Da Ryanair im Frühjahr die ersten Max200 erwartet und dieser Flieger gesondert eine Zulassung braucht wird vermutlich der Zeitplan nicht zu halten sein.
    Wenn ihr das Thema aufgreift währt ihr die ersten im Dach Raum.

    • Jan Gruber , 5. November 2020 @ 01:23

      Ich meine mich erinnern zu können, dass ich über dieses Thema schon einmal geschrieben habe. Die Problematik bezüglich der 200er-Version ist mir bekannt, denn da liegt ein “Hardware-Problem” vor, um es sehr vereinfacht auszudrücken. Meines Wissens nach ist Ryanair bis heute die einzige Airline, die sich für diese Variante entschieden hat und allein der Umstand, dass Ryanair über die Max-10 nachdenkt, zeigt mir irgendwie, dass vielleicht die Max-200 doch nicht so das Gelbe vom Ei für FR ist. Traue denen aber auch eine Spezialvariante der Max-10 zu. Ich habe das Thema mal im Auge, weil es ist auf jeden Fall sehr spannend.

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