November 4, 2020

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November 4, 2020

VC: „Lufthansa ist nicht an raschem Abschluss interessiert“

Ein wenig verschnupft reagiert die Vereinigung Cockpit auf die jüngsten Äußerungen von Lufthansa-Großaktionär Heinz-Hermann Thiele. Die Gewerkschaft betont, dass man für einen kurzfristigen Abschluss einer Vereinbarung eines Krisenbeitrags offen steht. Thiele meinte Anfang dieser Woche, dass wenn es nicht rasch zu einer Annäherung dar Tarifpartner kommen sollte, dass Lufthansa dann „unmittelbar Kündigungen im großen Stil“ aussprechen sollte. Die VC behauptet, dass der Konzernvorstand derzeit den Eindruck vermitteln würde, dass ein rascher Abschluss nicht erwünscht ist. „Wie am Tariftisch bereits thematisiert, stehen Kündigungen von Cockpitmitarbeitern ohne verlässliche Prognose im Widerspruch zu einem sozialpartnerschaftlichen Krisenumgang“, so Dr. Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik. „Wir alle fahren zurzeit auf Sicht, weshalb wir von Lufthansa erwarten, dass sie den Verhandlungsprozess mit Augenmaß begleitet und nicht auf Kosten der Mitarbeiter versucht, aus der Krise Profit zu schlagen.“

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Kurier: AUA könnte Staatshilfe für „Luxus-Pensionen“ verwenden

Die Performance der Pensionskasse von Austrian Airlines ist seit einigen Jahren unterirdisch, so dass der Carrier jährlich Geld nachschießen muss. Nun soll ein Teil der Staatshilfe dazu verwendet werden, um die Pensionen ehemaliger Spitzenmanager und Piloten bezahlen zu können, berichtet die Tageszeitung Kurier. Der Kreis der Bezieher dieser Pensionszahlungen ist mittlerweile äußerst klein, jedoch kommt Austrian Airlines aus den Altverträgen nicht einfach so heraus. Bereits im Sommer stand der Umstand, dass die ehemaligen Spitzenmanager und Piloten keinen freiwilligen Verzicht auf ihre hohen Rentenzahlungen abgeben wollen, im Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik. Die Partei Neos stellte in diesem Zusammenhang im Nationalrat eine Anfrage an Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) und Mobilitätsministerin Leonore Gewessler: Die Oppositionspartei wollte wissen, ob im Zuge der Verhandlungen für die Staatshilfe für Austrian Airlines festgelegt wurde, dass diese nicht für die „Luxus-Pensionisten“ verwendet werden darf. Die beiden Regierungsmitglieder erklärten sich für nicht zuständig und beantworteten daher die Anfrage der Neos nicht. Im Sommer forderten die Neos bereits, dass die Staatshilfe nicht für Pensionisten verwendet werden darf. Nationalratsabgeordneter Gerald Loacker erklärte gegenüber dem Kurier, dass die Antworten absolut unzureichend sind und seine Partei nochmals erfahren will „wie verhindert wird, dass das österreichische Steuergeld zu einem beachtlichen Teil dafür verwendet wird, die bilanziellen Löcher der AUA-Pensionisten zu stopfen“. Wie eingangs erwähnt ist die Performance der Austrian-Airlines-Pensionskasse, von der nur ein sehr kleiner Personenkreis profitiert, seit einigen Jahren unterirdisch. Das Unternehmen muss jedes Jahr einen Millionenbetrag zuschießen, da die Kasse aus eigener Kraft die Renten nicht mehr aufbringen kann. Ehemalige Spitzenmanager und

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Fraport fährt millionenschweren Verlust ein

Dass die Flughäfen im Corona-Jahr Verluste einfahren, ist klar. Die Frage, die sich noch stellt: Wie rot sind die Zahlen unter dem Strich? Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport fährt im dritten Quartal einen Verlust von 304 Millionen Euro ein. Der Einbruch des Passagierverkehrs in der CoV-Krise und der geplante Stellenabbau haben den Airport im Sommer noch tiefer in die roten Zahlen gerissen als befürchtet. Allein die Aufwendungen für den geplanten Abbau Tausender Arbeitsplätze belasteten das Unternehmen mit 280 Millionen Euro. Im Vergleichsjahr verzeichnete das im MDax gelistete Unternehmen noch einen Gewinn von 222 Millionen Euro, wie man am Mittwoch mitteilt. „Die Lage der Branche ist weiterhin sehr angespannt. Mit dem erneuten europaweiten Anstieg der Infektionszahlen in den vergangenen Wochen haben auch die Reiserestriktionen wieder deutlich zugenommen. Die Fluggesellschaften reduzieren ihr ohnehin geringes Angebot weiter. Wir rechnen frühestens im kommenden Sommerflugplan mit einer Erholung“, so Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.

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Eurowings hebt erstmals ab dem BER ab

Eurowings ist erstmals am neuen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg gestartet – und das gleich dreifach: Heute morgen hoben um 6:20 Uhr die Flüge EW8058 nach Köln und EW8000 nach Stuttgart ab. Unmittelbar danach folgte um 6:30 Uhr Flug EW8040 nach Düsseldorf. Damit ist Eurowings die erste Airline der Lufthansa Gruppe, die vom neuen Hauptstadtflughafen im Linienverkehr abfliegt. Im innerdeutschen Verkehr verbindet die Fluglinie die Destinationen Köln, Düsseldorf und Stuttgart mindestens drei Mal täglich mit der Hauptstadt – an vielen Tagen sogar häufiger. Darüber hinaus fliegt der Carrier wöchentlich auf die Kanaren und die griechischen Inseln „Mit Blick auf Kultur und Historie gibt es in ganz Europa kaum eine spannendere Stadt als Berlin. Der neue BER wird die Attraktivität Berlins weiter erhöhen, zum Ein- und Ausgangstor einer coolen, modernen Metropole. Und keine Airline fliegt in Deutschland mehr Touristen nach Berlin als Eurowings. Deshalb werden wir hier perspektivisch ausbauen“, so Jens Bischof, Eurowings CEO.

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Verspätete Ticketerstattung: 21 Airlines mussten schon blechen

Das Ticketrückerstattungs-Dilemma blieb offenbar nicht ohne Nachspiel: Das deutsche Luftfahrt-Bundesamt (LBA) hat in 21 Fällen gegen Fluggesellschaften Bußgelder verhängt, die Ticketkosten von Corona-bedingt stornierten Flügen nicht fristgerecht rückvergütet haben. Im letzten Jahr klappte die Rückerstattung wohl. Denn da musste gar keine Airline für eine Strafzahlung in die Tasche greifen. Details zur Höhe der Geldstrafen für die betroffenen Airlines können hingegen nicht genannt werden. „Wir können keine nähere Angabe zur Bußgeldhöhe machen, da die im Ordnungswidrigkeitenverfahren zu beachtenden Rechte der jeweils Betroffenen dies nicht zulassen“, so ein Sprecher der Behörde gegenüber dem Handelsblatt. Die Entscheidung über die Bußgeldhöhe werde „im jeweiligen Einzelfall, unter Berücksichtigung der Schwere und Häufigkeit des festgestellten Verstoßes, getroffen“.

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Air Baltic-Chef ist jetzt A220-Pilot

In Zeiten von Corona kann sich die Führungsetage der Airlines nicht über zu wenig Arbeit beklagen. Für Martin Gauss darf es offenbar ruhig noch stressiger sein: Der Air Baltic-CEO darf jetzt offiziell Airbus A220 fliegen. Und damit erlangt er als erster Fluglinien-Chef weltweit diese Berechtigung. Gauss, der sich auch seit 1992 Boeing 737-Pilot nennen darf, habe das Type Rating zwischen Dezember 2019 und Oktober 2020 absolviert, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt. Ob er wohl künftig Passagiere aus dem Cockpit eines Air Baltic-Fluges heraus begrüßt?

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Hifly Malta beendet A380-Experiment

Vor zwei Jahren flottete Hifly Malta als weltweit erster Charter- und ACMI-Anbieter einen Airbus A380 ein. Der Carrier sah damals großes Potential und beabsichtigte sogar weitere Einheiten zu leasen. Am Anfang lief es auch ganz gut und die Maschine kam sogar auf der Kurzstrecke zum Einsatz, um beispielsweise Urlauber von Rhodos nach Hause zu fliegen. Die Corona-Pandemie änderte allerdings alles. Nun entschied Hifly, dass das A380-Projekt beendet wird. Das hat zur Folge, dass die maltesische Tochtergesellschaft ihren einzigen Superjumbo, die 9H-MIP, ausflotten wird. Der Leasingvetrag wird nicht verlängert, bestätigte das Unternehmen. Zwischenzeitlich versuchte man mit dem Ex-Singapore-Airlines-A380 Fracht zu fliegen. Es handelte sich sogar um das weltweit einzige “Cargoflugzeug” dieses Typs. Wie viele Airlines in der Krise versuchte auch Hifly Passagierflugzeuge als Frachter zu nutzen, aber mit dem Airbus A380 hielt sich der Erfolg in sehr eng gesteckten Grenzen. Hifly Malta war der einzige maltesische A380-Operator und wird dieses Muster noch vor Jahresende an den Lessor zurückgeben. Welches Schicksal der Maschine dann droht ist ungewiss, denn ironischerweise ist die 9H-MIP der bislang einzige A380, der ein “zweites Leben” als Gebrauchtflugzeug antreten durfte. Hifly will die Kapazität durch weitere A330 ersetzen.

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United Airlines startet Schnelltest-Probelauf auf der Langstrecke

United Airlines bietet probeweise kostenfreie Corona-Schnelltests auf der Strecke New York (Newark)-London (Heathrow) an. Das Unternehmen hofft, dass dadurch die Nachfrage angekurbelt werden kann. Allerdings profitieren nicht alle Reisende davon, denn für Staatsbürger der verschiedensten Länder ist die Einreise ins Vereinigte Königreich als auch in die USA nicht möglich. Weiters ermöglicht anerkennt UK ein negatives Schnelltestergebnis noch nicht als Ersatz für einen PCR-Befund. Je nach Ursprungsland der Reise – im Falle eines Umsteigs in Newark – könnte auf der Insel auch eine Quarantäne blühen. Selbiges gilt umgekehrt auch für die Vereinigten Staaten von Amerika. Dennoch zeigt der Ansatz von United Airlines, der am 16. November 2020 startet, dass die Branche nach und nach am Verzweifeln ist, denn die Nachfrage befindet sich derzeit sehr nahe dem absoluten Nullpunkt. Ein undurchblickbarer Flickenteppich an Einreise- und Quarantänebestimmungen sowie in Europe eine neue Lockdown-Welle wirkt sich naturgemäß negativ auf das Geschäft der Airline- und Touristikindustrie aus. Die Branche fordert, dass vor dem Abflug Schnelltests durchgeführt werden sollen und bei negativem Ergebnis dieses von möglicher Quarantäne oder weiteren Schikanen entbindet.

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Deutschland: Scheuer kündigt “Flughafen-Milliarde” an

Die Corona-Pandemie brachte einige deutsche Verkehrsflughäfen in finanzielle Schieflage. Das betrifft nicht nur “Luftschlösser”, die bereits vor der Krise regelrechte Milliardengräber für Subventionen waren, sondern auch Standorte, die noch im Vorjahr hohe Gewinne geschrieben haben. Nun stellt CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer kurzfristige Hilfen in Aussicht. Lokale Medien berichten, dass sich der Politiker dahingehend geäußert haben soll, dass sein Ressort kurzfristig eine Milliarde Euro zur Unterstützung notleidender Flughäfen bereitstellen werde. Manche Bundesländer, beispielsweise Nordrhein-Westfalen, stellten vereinzelt bereits Kreditgarantieren und/oder Zuschüsse bereit. Der Bund verhielt sich bislang zurückhaltend. Wiederholt wies der Flughafenverband ADV darauf hin, dass es an vielen deutschen Airports nur noch ums blanke Überleben geht. Die Situation ist so fatal, dass manche sogar ohne Hilfen Insolvenz anmelden müssen. Paderborn musste bereits den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Die ab 8. November 2020 geltende “deutsche Zwangsquarantäne”, auch dann wenn man einen negativen PCR-Test vorlegen kann, wird nach Ansicht der Branchenvertreter die Situation weiter verschärfen. Gefordert wird, dass der Bund mindestens die Vorhaltekosten, die während der Lockdown-Zeit im März und April 2020 entstanden sind, übernimmt. Scheuer äußerte sich dazu insofern, dass er meinte, dass kurzfristig eine Milliarde Euro bereitgestellt werden kann. Verbindlich wollte er freilich nichts sagen, sondern verwies auf einen zweiten “Luftfahrtgipfel”, der am Freitag in virtueller Form abgehalten werden soll. Der ADV warnt, dass vielen deutschen Airports spätestens Mitte 2021 das Geld ausgehen könnte.

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Tuifly und VC brechen Verhandlungen ab

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Tuifly und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit brachen die Verhandlungen über einen möglichen Stellenabbau ergebnislos ab. Den Tisch soll die Geschäftsleitung rund um Firmenchef Oliver Lackmann verlassen haben. Das Unternehmen plant die Flotte aufgrund der Krise zu halbieren. Demnach wird man künftig auch weniger Personal brauchen und dieses will die Tui Group abbauen. Laut einem Bericht von Airliners.de, der sich auf je ein Rundschreiben der Tuifly-Geschäftsführung und der VC-Tarifkommission bezieht, scheiterte es daran, dass die Arbeitnehmervertreter rein auf natürliche Fluktuation setzen wollten. Das war dem Unternehmen allerdings zu wenig, das offensichtlich auch betriebsbedingt abbauen will. Insbesondere die Tui Group stand in den letzten Monaten wiederholt im Kreuzfeuer der Kritik von Gewerkschaften, denn der Konzern wurde von der Bundesrepublik Deutschland mit einem milliardenschweren Betrag gerettet. Die Arbeitnehmervertreter sind darüber brüskiert, dass ihrer Ansicht nach das Steuergeld nicht für den Erhalt, sondern für die Streichung von Jobs eingesetzt wird. Die Nachfrage in der Touristik ist derzeit denkbar schlecht, was unter anderem an undurchblickbaren Einreise- und Quarantänebestimmungen, einer neuen “Lockdownwelle”, aber auch Schüren von Ängsten bzw. gezieltes “Schlechtmachen” von Auslandsaufenthalten liegen könnte.

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