November 11, 2020

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November 11, 2020

Korean Air: Quartalsgewinn dank starker Fracht-Nachfrage

Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air konnte im dritten Quartal des Jahres 2020 einen Betriebsgewinn in der Höhe von 6,47 Millionen U.S.-Dollar einfliegen. Der Umsatz lag bei 1,32 Milliarden U.S.-Dollar. Das Geld verdiente man aber nicht im Passagierbereich, sondern mit Frachtflügen. Korean Air teilte mit, dass die Frachtbetriebsraten stark angestiegen sind. Aus diesem Grund habe man dieses Segment stark ausgebaut und setzt auch Passagierflugzeuge temporär als Cargo-Maschinen ein. Dennoch: Der Umsatz ging aufgrund der Corona-Pandemie um 53 Prozent zurück, denn viele ertragreiche Passagierstrecken sind aufgrund von Restriktionen oder aber mangels Nachfrage weggefallen. „Die Luftfahrtindustrie leidet weiterhin unter der Pandemie und die Aussichten sind immer noch schlecht. Aufgrund unseres starken Frachtgeschäfts und der Opfer, die unsere Mitarbeiter erbracht haben, konnten wir ein zweites profitables Quartal erzielen“, so Walter Cho, CEO von Korean Air. „Ich bin sehr dankbar und stolz auf unsere Mitarbeiter für ihre harte Arbeit und ihren Einsatz.“ Der Umsatz, der im Frachtgeschäft erzielt wurde, beträgt 988 Millionen U.S.-Dollar und liegt damit höher als im zweiten Quartal 2020 (852 Millionen U.S.-Dollar). Die Differenz zur eingangs genannten Zahl sind die Erlöse aus Passagierflügen und sonstigen Bereichen von Korean Air. Der Carrier erklärt in einer Aussendung, dass die Nachfrage im Passagierbereich aufgrund der Corona-Pandemie „schleppend“ ist. Der Betrieb von Mittel- und Langstrecken wie nach Amerika, Europa und Ostasien hat im Vergleich zum zweiten Quartal leicht zugenommen. Zurückzuführen ist dieses auf einen Anstieg der Charterflüge unter anderem für Geschäftsreisen, die Lockerung der internationalen Reisebeschränkungen in einigen Ländern wie Singapur und Malaysia sowie eine Erhöhung

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Royal Jordanian droht ohne frisches Geld die Liquidation

Die Fluggesellschaft Royal Jordanian befindet sich in einer schwierigen Finanzlage und befindet sich in Gesprächen mit der Regierung, die in einer beschleunigten Bereitstellung von staatlichen Hilfsgeldern münden sollen. CH-Aviation.com berichtet, dass der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young bei der Überprüfung des Zwischenabschlusses per 30. September 2020 festgestellt hat, dass das Unternehmen Verluste in der Höhe von 192,5 Millionen U.S.-Dollar angehäuft hat und die Schulden das Vermögen um 167,7 Millionen U.S.-Dollar überschreiten. Die Prüfer haben daher erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens seine Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Ernst & Young warnte auch davor, dass Royal Jordanian nach der lokal gültigen Rechtslage liquidiert werden muss, wenn die Verluste 75 Prozent des Kapitals übersteigen. Das kann die Generalversammlung durch eine Kapitalerhöhung oder mittels der Übernahme der Verluste aber verhindern. Das Finanzministerium wird über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 70,5 Millionen U.S.-Dollar beisteuern. Die Mittel sollen spätestens ab 1. Jänner 2021 bereitgestellt werden. Über weitere 32,25 Millionen U.S.-Dollar befindet man sich in laufenden Verhandlungen. Diese sollen in einem Zeitraum von zwei Jahren in Raten ausbezahlt werden. Eine finale Entscheidung ist aber noch nicht erfolgt. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass die Regierung Jordaniens ihren Flag-Carrier fallen lassen wird.

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