November 14, 2020

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November 14, 2020

Bundesheer-Hercules mit Selbstschutz nachgebessert

Über dem Truppenübungsplatz Allentsteig im Waldviertel wurde diese Woche die neue Selbstschutzeinrichtung und Sensorik der ersten damit ausgestatteten Lockheed C-130K „Hercules“ der Luftstreitkräfte des österreichischen Bundesheeres eindrucksvoll getestet. Die 2003 von der Royal Air Force mittlerweile bereits 53 Jahre alten Transportflugzeuge wurden in den letzten Jahren bei Marshall Aerospace und Defence, einem ausgewiesenen Spezialisten im Bereich der Modernisierung von militärischen Flugzeugen, in Cambrigde generalüberholt und mit neuer Avionik ausgestattet, um so einen entsprechend sicheren Einsatz in den kommenden Jahren weiter sicherzustellen. Dazu zählt auch eine möglichst sichere Evakuierung von Soldaten oder Zivilisten unter Bedrohung aus Krisengebieten, wie Brigadier Wolfgang Wagner, Kommandant des Kommandos Luftunterstützung, in einer Aussendung des Bundesheeres festhält. Um dies zu ermöglichen, wird das Lufttransportsystem C-130 weiterentwickelt und die erste der drei „Hercules“ mit der neuen Fähigkeit des Selbstschutzes ausgestattet. Zusammen mit passiven Sensoren zur Detektion von radar-, infrarot- und laser-gesteuerten Lenkwaffen können künftig Täuschkörper – sogenannte „Flares“ – ausgestoßen werden, um einen möglichst großen Selbstschutz für die „Hercules“ des Bundesheeres sicherzustellen. Mit der Fertigstellung und ersten Erprobung des neuen Sicherheitssystems über dem Truppenübungsplatz Allentsteig beginnt nun die Ausbildung der Besatzungen in den entsprechenden Verfahren, um diese neue Fähigkeit entsprechend zum Einsatz bringen zu können. In weiterer Folge werden die beiden weiteren Lockheed C-130K des Bundesheeres ebenfalls mit dem neuen Selbstschutzsystem ausgestattet, um volle Einsatzbereitschaft zu ermöglichen. Das fehlende Selbstschutzsystem, wie es bei vielen anderen Nutzernationen unterschiedlichster Derivate der Lockheed C-130 schon seit Jahrzehnten zum Einsatz kommt, war schon lange ein Kritikpunkt heimischer Militärexperten. Mit der Anschaffung des

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Ryanair macht Lauda zum Boeing-Operator, außer Airbus lässt beim Preis die Hosen runter

Bei der Ryanair-Tochter Lauda Europe bahnt sich eine Umflottung auf Boeing 737 an, denn Konzernchef Michael O’Leary und der europäische Flugzeugbauer Airbus scheinen sich nicht über den Kaufpreis für eine A320neo-Order einig zu werden. Klar ist: Ryanair will für die Maschinen einen billigeren Preis als für die Boeing 737 Max bekommen und Airbus scheint nicht gewillt zu sein zum Dumpingpreis zu liefern. Die Flottenpolitik, die Ryanair bei Laudamotion – nun Lauda Europe – bislang an den Tag legte, entbehrt jeglicher Logik und ist eigentlich nur als „Zick-Zack-Kurs“ zu beschreiben. Niki Lauda sicherte sich einige Maschinen, die vormals für Niki flogen, jedoch von Lufthansa aufgekauft wurden. Warum sich der Kranich die zum Teil bereits betagten Airbus A320 und A321 überhaupt ans Bein gebunden hat, fragen sich die Verantwortlichen in Köln und Frankfurt wohl heute noch. Man verfolgte wohl die Strategie, dass wenn der Kranich „den Niki“ nicht verspeisen kann, dann soll die einstige Air-Berlin-Tochter eben niemand haben. So ganz ging die Strategie schon von Anfang an nicht auf, denn nicht alle Leasinggeber verkauften an den Kranich. So kam es dazu, dass einige Maschinen mit Level Europe (damals Anisec) einen neuen Leasingnehmer fanden. Die überwiegende Mehrheit der Niki-Flotte konnte jedoch Lufthansa käuflich erwerben. Das Landesgericht Korneuburg legte dann fest, dass der Käufer der „Verlassenschaft“ der Air-Berlin-Tochter die Maschinen zu „marktüblichen Konditionen“ mieten kann. Niki Lauda hätte sich bei Leasinggesellschaften durchaus auch andere Flugzeuge organisieren können, doch er wollte unbedingt jene A320 und A321, die in der Eigentümerschaft des Kranichs waren. Die Möglichkeiten

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