November 30, 2020

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November 30, 2020

Air Europa könnte bald dreigeteilt werden

Die spanische Regierung steht der kriselnden Air Europa mit 475 Millionen Euro zu Seite. Außerdem rät man der Fluggesellschaft zur Umstrukturierung des Unternehmens.  Air Europa soll dreigeteilt werden: Air Europa, Air Europa Holding und dem Low-Coster namens Air Europa Express. Jede Einheit hätte einen fünfköpfigen Verwaltungsrat. Dessen Mitglieder sollen einerseits vom bisherigen Eigentümer Globalia und andererseits von der SEPI, einer Dachgesellschaft Spaniens zur Verwaltung der staatlichen Unternehmen und Beteiligungen, ernannt werden können. Was Air Europa über den Vorschlag denkt, ist nicht bekannt. Die Fluglinie hat wohl andere Probleme, denn die Pandemie macht allen Beteiligten zu schaffen. Und die Krise wird mit dem Hilfspaket der Regierung nicht überstanden sein. Deswegen steht ein Verkauf im Raum, die IAG möchte den Carrier wohl übernehmen. Doch in abgespeckter Form. Heißt im Klartext: Air Europa muss Mitarbeiter entlassen. Derzeit würde sich die Führungsetage beraten, in zwei Wochen soll das Ergebnis präsentiert werden, wie das Luftfahrtportal CH-Aviation berichtet. Die Gewerkschaft hat dabei kein gutes Gefühl.

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Finnair verkauft Blaubeersaft-Lagerbestand über Supermärkte

Das Oneworld-Mitglied Finnair dehnt den Vertrieb von Catering-Produkten über finnische Supermärkte fort. Seit einiger Zeit können Business-Class-Mahlzeiten als Fertigprodukte zum Aufwärmen erworben werden. Nun ist auch Blaubeersaft im Tetrapack erhältlich. Finnair teilte mit, dass das Getränk ab Dezember in Geschäften der 300K-Gruppe erhältlich sein wird. Das Getränk wird seit dem Jahr 2014 an Bord serviert und ist der Ansicht des Carriers nach aufgrund der Verwendung wilder Beeren besonders hochwertig. Vor der Corona-Pandemie wurde jährlich rund eine Million Liter Blaubeersaft an Passagiere ausgeschenkt. „Blaubeersaft war ein wesentlicher Bestandteil des Finnair-Kundenerlebnisses und wird von vielen unserer Kunden geliebt. Wir wollten unseren Kunden, die eine Vorliebe für Reisen haben und Finnair bequem von zu Hause aus genießen möchten, dieses köstliche Getränk anbieten, das zu einem festen Favoriten des Finnair-Flugerlebnisses geworden ist“, so Marika Nieminen, Vice President Kitchen bei Finnair.

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Ryanair stellt Laudamotion-Homepage ab

Die Ryanair Group hat weitere Fakten zur Abschaffung des Lauda-Markenauftritts geschaffen. Die Homepage der österreichischen Tochter Laudamotion GmbH wurde nun abgestellt. Das SSL-Zertifikat hat man schon einige Zeit nicht mehr erneuert, so dass Besucher eine Warnmeldung angezeigt bekommen. Die Lauda-Homepage war unter der Eigentümerschaft von Ryanair nie eine echte eigene Seite, sondern lediglich eine umgefärbte Version der Website der Konzernschwester Ryanair DAC. Genau genommen war es nur eine Spracheinstellung, die dazu führte, dass die Internetseite des irischen Lowcosters mit Lauda-Logo und in roter statt blauer Farbe erschien. Damit ist jetzt Schluss. Wer laudamotion.com besucht, landet nun auf der „echten“ Ryanair-Page. Die Spracheinstellung „Lauda“ existiert nicht mehr. Im Zuge der Ummeldung der A320-Flotte von der österreichischen Laudamotion auf den maltesischen Nachfolger Lauda Europe wurde der sich unter dem Lauda-Schriftzug befindliche Hinweis auf die Internetseite ersatzlos entfernt. Ob das Unternehmen mit Sitz in Schwechat zwischenzeitlich AOC und Betriebsbewilligung zurückgegeben hat oder nicht, ist unklar: Es ist weiterhin auf der Homepage des Klimaschutzministeriums gelistet, jedoch beantwortete dieses eine entsprechende Rückfrage nicht. Wie fast alle Ryanair-Töchter verfügt auch Lauda Europe über eine eigene Internet-URL. Diese lautet laudaeur.com, allerdings gibt es im Gegensatz zur polnischen Konzernschwester Buzz keinen eigenen Internetauftritt. Derzeit wird die Domain ausschließlich für E-Mail-Adressen verwendet.

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Level Europe: Gericht lädt erneut zur Prüfungstagsatzung

Im Konkursverfahren, in dem sich Level Europe befindet, beraumte das Landesgericht Korneuburg eine nachträgliche Prüfungstagsatzung an. Diese wird am 20. Jänner 2021 stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie wird diese als Videokonferenz abgehalten. Eine nachträgliche Prüfungstagsatzung ist immer dann erforderlich, wenn Gläubiger ihre Forderungen so verspätet angemeldet haben, dass sie in der allgemeinen Prüfungstagsatzung nicht mehr verhandelt werden konnte. Über Level Europe wurde am 19. Juni 2020 das Konkursverfahren eröffnet, da der Carrier wegen der Corona-Pandemie unter Druck geraten ist und im Gegensatz zu Austrian Airlines keine Staatshilfe erhalten hat. Mittlerweile wurde die Flotte aus Wien ausgeflogen und wurde überwiegend auf dem AOC der IAG-Konzernschwester Vueling registriert. Mit dieser kooperierte man in der Vergangenheit hinsichtlich des Vertriebs. Auch die Schwester OpenSkies, die als Level France Langstreckenflüge ab Paris-Orly durchgeführt hat, steht vor dem Aus. Die Suche nach Investoren war erfolglos. Eigentümer International Airlines Group will die Billigmarke – operated by Iberia – nur ab Barcelona fortführen. Ab dem spanischen Airport wurden die Level-Langstreckenflüge zwischenzeitlich reaktiviert.

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Green Airlines bläst den Start erneut ab

Das Startup Green Airlines verschiebt bereits zum zweiten Mal äußerst kurzfristig den ersten Charterflug. Nun will man erst am 1. Feber 2021 starten. Zuvor verschob man vom 1. November 2020 auf den 1. Dezember 2020 und sorgte im Zuge der BER-Eröffnung für ein wenig Heiterkeit, da die von Chalair durchgeführten Flüge als gestrichen auf der Anzeigetafel ausgewiesen waren. Green Airlines ist keine Fluggesellschaft, da man die hierfür notwendigen Dokumente AOC und OL nicht besitzt. Das Unternehmen will 19-sitzige Beech 1900D bei der französischen Chalair chartern und die Sitze auf eigene Rechnung vermarkten. Gleichzeitig vermarktet man die geplanten Flüge zwischen Karlsruhe/Baden-Baden und Berlin-Brandenburg als besonders „grün“. Die Stückkosten sind bei diesem Maschinentyp allerdings äußerst hoch. Noch hat das Unternehmen, das die Rechtsform Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) hat, keinen einzigen angekündigten Flug durchgeführt, jedoch die Stationierung eines zweiten, ebenfalls von Chalair betriebenen, Flugzeugs in Paderborn angekündigt. Von dort aus will man Charterflüge nach Westerland und Zürich anbieten.

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Avion Express kündigt Insolvenzantrag an

Die Corona-Pandemie fand mit Avion Express ein weiteres Opfer. Das auf die Erbringung von ACMI- und Charterdienstleistungen spezialisierte Unternehmen teilte mit, dass man ein Insolvenzverfahren anmelden wird. Dieses ist nach litauischem Recht vergleichbar mit dem U.S.-amerikanischen Chapter-11. Derzeit laufen intensive Verhandlungen mit Dienstleistern und Lieferanten. Ziel ist, dass das Unternehmen fortgeführt werden kann. Mit dem Sanierungsverfahren will man sich finanziell neu aufstellen. Einen genauen Zeitpunkt für die Einbringung des Antrags beim zuständigen Gericht in Vilnius wurde noch nicht kommuniziert. Jedenfalls soll dies nach den Verhandlungen mit den Gläubigern „in den nächsten Wochen“ erfolgen. „Die Pandemie ist für viele Unternehmen der Luftfahrtindustrie, einschließlich Avion Express, eine schwierige Zeit. Um die Herausforderungen der Pandemie zu bewältigen, wurden im Jahr 2020 viele Änderungen im Geschäft vorgenommen“, so Firmenchef Darius Kajokas. „Als weiteren Schritt haben wir uns zusätzlich zu den jüngsten Anpassungen und Optimierungen in den letzten acht Monaten entschlossen, eine finanzielle Umstrukturierung einzuleiten und Schutz gegen die Gläubiger des Unternehmens zu suchen. Eine solche Entscheidung zielt darauf ab, die Interessen unserer Gläubiger optimal zu koordinieren und die nachhaltige Kontinuität der Aktivitäten von Avion Express sicherzustellen“

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Erotische Fotos: BA will Flugbegleiterin feuern, weiß aber nicht wer sie ist

British Airways will eine Flugbegleiterin fristlos entlassen, doch weiß noch gar nicht wer sie ist. Die Dame habe im Internet unter dem Pseudonym „Air Hostess 71“ erotische Fotos verbreitet und auf diesen ist teilweise die Dienstuniform sichtbar. Das fragwürdige Angebot, von dem die Zeitung „Sun“ berichtet, zielt deutlich in Richtung Dienstleistungen aus dem Bereich Prostitution ab. Lokale Medien werfen gar die Frage auf, ob die unbekannte Stewardess ihre „Dienstleistungen“ auch an Bord von British Airways angeboten hat oder gar „Kunden“ dies in Anspruch genommen haben könnten. Zumindest fordert sie im Internet eine Anzahlung in der Höhe von 50 Pfund. Die Zeitung Sun konnte recherchieren, dass die Dame vermutlich in London-Heathrow stationiert sein könnte und sich in der Nähe prostituieren könnte. Bei Night-Stopps im Ausland besteht sie laut ihrem Internetauftritt darauf, dass die „Treffen“ nicht in jener Unterkunft, in der sie von British Airways untergebracht wird, stattfinden. Auch getragene Unterwäsche bietet die Frau zum Preis von 25 Britischen Pfund an. Völlig überraschend kann die Angelegenheit allerdings nicht sein, denn es finden sich im Internet Hinweise darauf, dass diese „Nebeneinkunft“ zumindest seit 2013 besteht. Offenbar zeigte sich British Airways erst aufgrund des medialen Drucks erbost und überrascht. Zwischenzeitlich löschte die Flugbegleiterin sowohl ihren Internetauftritt als auch ihre Social-Media-Accounts. Dies wohl auch um dem Arbeitgeber die Identifizierung zu erschweren, denn öffentlich wurde die fristlose Entlassung angekündigt, da sie einige anstößige Fotos mutmaßlich während der Arbeitszeit in Dienstkleidung des Carriers aufgenommen haben könnte. British Airways will den „Vorfall“, von dem man seit 2013 nichts

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Lauda: Flugbegleiter dürfen keine Erste Hilfe leisten

Flugbegleiter der Ryanair-Tochter Lauda Europe dürfen nun an Bord keine Erste-Hilfe-Maßnahmen mehr durchführen. In den jährlichen Fortbildungskursen spielt dieses ansonsten äußerst wichtige Thema nach Angaben von Kabinencrews keine sonderlich große Rolle mehr. Bislang und zuvor bei Niki legte man äußerst viel Wert auf Erste Hilfe und widmete einen großen Teil der Kurse der Aus- und Fortbildung in Sachen Ersthelfer. Mit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs – im Juli 2020 – sind die so genannten „Doctors Kits“ aus den damals noch von Laudamotion betriebenen Airbus A320 verschwunden. Warum diese entfernt wurden, hat man dem fliegenden Personal nie erklärt. Vorhanden sind nur mehr das so genannte „White Kit“ und das „Green Kit“. Lauda-Europe-Flugbegleiter kritisieren dies gegenüber Aviation Direct heftig: „Der Inhalt ist unzureichend. In jedem Auto-Verbandskasten, den es regelmäßig in Discountern im Angebot gibt, ist mehr drin. Mit dieser Ausstattung kann man im Ernstfall so gut wie nichts machen. Die Firma untersagt nun, dass wir Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen.“ Mit gutem Recht machen sich einige Kabinenmitarbeiter der Lauda Europe Sorgen, denn die Firmenanordnung widerspricht geltendem Recht. In Österreich – und übrigens auch in Malta – ist jeder Bürger verpflichtet einem anderen Menschen, der verletzt ist oder aus anderen Gründen ein akutes medizinisches Problem hat, zu helfen. Unterlässt man dies, macht man sich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. § 95 des österreichischen Strafgesetzbuchs schreibt vor: „(1) Wer es bei einem Unglücksfall oder einer Gemeingefahr (§ 176) unterläßt, die zur Rettung eines Menschen aus der Gefahr des Todes oder einer beträchtlichen Körperverletzung oder Gesundheitsschädigung offensichtlich erforderliche Hilfe zu

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