Dezember 12, 2020

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Dezember 12, 2020

Nationalrat beschließt Übergangsmodell für Insolvenzabsicherung

Der Nationalrat hat gestern eine Änderung des KMU-Förderungsgesetzes beschlossen und somit die Grundlage für ein staatliches Übergangsmodell im Bereich der Insolvenzabsicherung für Pauschalreisen und verbundene Reiseleistungen geschaffen.  Veranstalter von Pauschalreisen und Vermittler verbundener Reiseleistungen müssen aufgrund der EU-Pauschalreiserichtlinie über eine Insolvenzabsicherung zum Schutz übernommener Kundengelder verfügen. Aufgrund der coronabedingt angespannten wirtschaftlichen Lage haben sich sowohl die – für das bisherige Insolvenzabsicherungsmodell bedeutende – HDI Global SE, die eine von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) initiierte einfache und kostengünstige Lösung zur Insolvenzabsicherung angeboten hat, als auch andere Versicherungsunternehmen vom Markt zurückgezogen. „Mit der beschlossen Gesetzesänderung erhält eine Vielzahl an kleinen und mittelständischen Reiseveranstaltern und Reisebüros eine Insolvenzabsicherung und damit, die Möglichkeit auch im Jahr 2021 Pauschalreisen und verbundene Reiseleistungen anzubieten. Der Fachverband hat vehement für dieses Übergangsmodell gekämpft, da sich einerseits Versicherer vom Markt zurückgezogen haben, andererseits es für viele Betriebe derzeit schwer ist, eine Bankgarantie zur Insolvenzabsicherung zu bekommen“, so Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbandes der Reisebüros in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Auch Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes der Hotellerie, begrüßt das Übergangsmodell zur Insolvenzabsicherung. „Hotels die Pauschalreisen, wie bspw. Ski-Packages anbieten, brauchen ebenfalls eine solche Insolvenzabsicherung. Da der Markt leider keine Angebote mehr zur Verfügung stellt, benötigen wir unbedingt ein staatliches Übergangsmodell auch für unsere Hotels“, unterstreicht sie die diesbezüglichen Bemühungen Kadankas. 

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50 Jahre Saab 105OE: „Time to say goodbye“

Gestern Vormittag fand im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und hochrangigen Vertretern des Bundesheeres am Fliegerhorst Vogler in Hörsching das „Fly-out“, die offizielle Verabschiedung der Saab 105 OE, statt. Mit über 156.500 Flugstunden und fast 254.000 Einsätzen zur Sicherheit der Bevölkerung, beendet das Flugzeug nach 50 Jahren seinen aktiven Dienst mit Jahresende. Im Rahmen des „Fly-out“ enthüllt Verteidigungsministerin Tanner eine Saab 105 OE mit einer speziellen Tiger-Sonderlackierung „50 Jahre im Dienste Österreichs“. Tanner hob in ihrer Ansprache neben den vielschichtigen Aufgaben der Saab 105 OE besonders die Leistungen des Personals hervor. „Das ist das Ende einer beeindruckenden Ära. Nur durch die herausragenden Leistungen unserer Techniker und der Piloten, die diesen Jet bis zur Perfektion beherrschen, war ein so langer und sicherer Flugbetrieb möglich. Gerade am kritischen Ende einer Systemlaufzeit hat ihr Engagement den reibungslosen und vor allem sicheren und unfallfreien Flugbetrieb garantiert“, so Ministerin Tanner in ihrer Ansprache. Die Saab 105 OE versehen noch bis Jahresende ihren Dienst in der Luftraumüberwachung. Deren Aufgabe übernimmt ab 2021 der Eurofighter.

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Fraport: Starker Rückgang im November

Beim Flughafenbetreiber Fraport bleibt das operative Geschäft aufgrund der COVID-19 Pandemie weiterhin weit hinter den Vorjahreszahlen zurück. Dies geht aus den heute vorgelegten Verkehrszahlen des Konzerns hervor, der unter anderem den Frankfurter Flughafen betreibt. Im November zählte der Airport 656.420 Passagiere, ein Rückgang um 87 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten elf Monaten dieses Jahres ist das Fluggastaufkommen um 72,8 Prozent gesunken – hier spielt vor allem der Jahresauftakt noch eine Rolle, der noch nicht von den Pandemie-Folgen für den Reiseverkehr geprägt war. Aufwärts geht es in der Frachtsparte von Fraport am Frankfurter Flughafen: „Das Cargo-Aufkommen legte hingegen bereits den zweiten Monat in Folge zu auf 194.619 Tonnen. Dies entspricht einem Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat”, so das Unternehmen. Die internationalen Aktivitäten des Unternehmensleiden hingegen weiter unter den Folgen der Pandemie. Die ausländischen Flughäfen von Fraport verzeichneten ebenfalls stärkere bis starke Rückgänge bei den Verkehrszahlen.

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