2021: Hotelplan rechnet mit 50 Prozent weniger Umsatz

Sandburg am Playa de Palma (Foto: Jan Gruber).
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2021: Hotelplan rechnet mit 50 Prozent weniger Umsatz

Sandburg am Playa de Palma (Foto: Jan Gruber).
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Der schweizer Reiseveranstalter Hotelplan Suisse verzeichnet eigenen Angaben nach das schwierigste Geschäftsjahr in der 85-jährigen Firmengeschichte. Dieses wird mit tiefroten Zahlen abgeschlossen und auch für die kommenden 12 Monate rechnet man mit einem Umsatz, der um die Hälfte unter dem Wert, den man vor der Pandemie verzeichnete, liegt.

Hotelplan startete zunächst mit hohen Buchungszahlen in das Jahr 2020, doch Mitte März änderte sich alles. Zunächst mussten etwa 2.000 Kunden in Kooperation mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten in die Schweiz zurückgebracht werden. Anschließend erfolgte eine Annullationswelle eines noch nie dagewesenen Ausmaßes. Nach den Grenzöffnungen in Europa Mitte Juni 2020 bestand kurzzeitig Hoffnung, dass der Schaden einigermassen in Grenzen gehalten werden kann und Sommer- als auch Herbstferien im Ausland doch noch wie gewohnt möglich sein werden. Wegen der eingeführten Risikoländerliste des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) verblasste diese Hoffnung bereits kurze Zeit später wieder.

Aufgrund von Einreiserestriktionen, Flugausfällen oder Flugplanänderungen sowie der Risikoländerliste des BAG musste Hotelplan Suisse seit Mitte März 2020 Reisen von rund 100’000 Kunden stornieren. Dank Migros als Aktionärin im Rücken hatte das Unternehmen jedoch zu keinem Zeitpunkt ein Liquiditätsproblem und konnte seine Pauschalreise-Kunden stets schadlos halten. “Wir haben sämtliche annullierten Pauschalreisen zeitnah rückerstattet. Die Rückerstattungen seitens der Leistungsträger – insbesondere der Airlines – ging bedauerlicherweise nur sehr schleppend voran. Deswegen verzögert sich leider auch die Auszahlung von Einzelleistungen an unsere Kunden”, erklärt Tim Bachmann, CEO Hotelplan Suisse.

Das Unternehmen ist überzeugt, dass die Nachfrage nach Ferien im Ausland wieder deutlich zunehmen wird, sobald ein Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden ist und die Einreiserestriktionen der verschiedenen Destinationen aufgehoben werden. Der Schweizer Reiseveranstalter hat sich deswegen in den vergangenen Monaten intensiv mit der voraussichtlichen Wiederaufnahme der Reisetätigkeiten im nächsten Jahr auseinandergesetzt und bereitet sich entsprechend auf den Neustart vor. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es jedoch kaum möglich, eine Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr (1. November 2020 bis 31. Oktober 2021) abzugeben, da der Verlauf der Corona-Pandemie nicht vorhersehbar ist. Hotelplan Suisse geht zum aktuellen Zeitpunkt davon aus, dass rund 50% des Umsatzes gegenüber dem Geschäftsjahr vor der Corona-Pandemie (2018/2019) erzielt werden kann. Dies unter der Voraussetzung, dass das Reisen spätestens ab Frühling 2021 wieder deutlich grenzenloser möglich sein wird als jetzt.

In der aktuell äußerst volatilen Situation ist es schwierig, Ferienpläne zu schmieden. Jedoch verzeichnet Hotelplan Suisse aktuell Buchungen unter anderem für Ferien auf den Kanarischen Inseln, den Malediven oder in Costa Rica. “Herr und Frau Schweizer sollen bereits jetzt von ihren nächsten Ferien im Ausland träumen. Unsere Mitarbeitenden in den Filialen stehen für entsprechende Beratungsgespräche jederzeit zur Verfügung. Wir empfehlen jedoch, die Buchung der nächsten Ferien möglichst kurzfristig zu tätigen”, sagt Tim Bachmann.

Trotz der zahlreichen Herausforderungen sieht Hotelplan Suisse der Zukunft optimistisch entgegen. Mit dem breiten Portfolio der Marken Migros Ferien, Hotelplan, Travelhouse und Tourisme Pour Tous deckt das Unternehmen sämtliche Reisewünsche der Kunden ab und kann die Produktpalette entsprechend der Kundenbedürfnisse laufend ergänzen. “Als verlässlicher Partner können sich unsere Kunden jederzeit auf uns verlassen. Unsere Aktionärin Migros hat uns für die nächsten Jahre ihre Unterstützung zugesprochen und wir sind überzeugt, dass wir gestärkt aus der Corona-Krise heraustreten werden”, so Tim Bachmann abschließend.

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