Februar 6, 2021

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Februar 6, 2021

Postbus-Betriebsrat und Vida ziehen gegen Ticketverkauf vor Gericht

Der Betriebsrat der Österreichischen Postbus AG (vormals: ÖBB-Postbus GmbH) und die Gewerkschaft Vida gehen mit einer Einstweiligen Verfügung und einer Feststellungsklage gegen Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnamen vor. Die ÖBB-Tochter Postbus ist der größte Busbetrieb Österreichs und auch Betreiberin der Vienna Airport Lines, die ab dem Flughafen Wien drei Linien in Richtung Innenstadt anbietet. Dabei handelt es sich um folgende Strecken: Westbahnhof via Hauptbahnhof, Donauzentrum und Schwedenplatz/Morzinplatz. Diese drei Strecken sind nicht in den Verkehrsverbund Ostregion eingegliedert, sondern verkehren zum Haustarif der Österreichischen Postbus AG. Deren Betriebsrat und die Gewerkschaft Vida reagieren empört auf einen Dienstauftrag, der ab 8. Feber 2020 in Kraft treten soll. Demnach verlangt der Verkehrsverbund Ostregion von allen Verkehrsbetrieben, so auch von der Postbus AG, dass unter anderem die vordere Tür zum Zweck des Ticketverkaufs wieder geöffnet werden sollen. Bislang bleibt die Tür in der Nähe der Busfahrer geschlossen und die erste Sitzplatzreihe ist zur Erhöhung des Abstands zumeist mittels Sperrbändern abgeriegelt. Das führt jedoch zwangsläufig zu alltäglichen Problemen: Zwar gibt es Ticketautomaten und auch die Möglichkeit den Fahrschein über das Internet oder Apps zu erwerben, jedoch ist das weder am Flughafen Wien bei den Vienna Airport Lines noch auf den normalen Überlandlinien praktikabel. Die Verkaufsautomaten sind insbesondere für ausländische Reisende nicht gerade einfach zu bedienen und auf dem Land werden die öffentlichen Buslinien häufig von älteren Menschen, die weder über ein Smartphone, noch über einen Computer verfügen, genutzt. Somit ist der Busfahrer der erste Ansprechpartner für Fragen und Tickets. Da jedoch kein Verkauf durchgeführt wurde, ist

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