April 2, 2021

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April 2, 2021

Britische Airlines steigen zunehmend ins Test-Geschäft ein

Einige ab dem Vereinigten Königreich tätigen Fluggesellschaften rechnen damit, dass im Sommer 2021 – ungeachtet des Impffortschritts – bei der Einreise in viele Länder oder aber bei der Rückkunft die Vorlage negativer PCR-Befunde notwendig sein könnte. Dies macht man sich auch gleich nützlich und vermittelt kostenpflichtige Testungen. Diese können bei manchen Anbietern – ähnlich wie ein Gepäckstück – gleich bei der Buchung oder nachträglich über das Login-Menü dazugekauft werden. Es gibt bei der einen oder anderen Airline sogar unterschiedliche Preise, wobei die Kosten sich in der Regel an der Testgeschwindigkeit orientieren. Beispielsweise vermittelt Jet2 zum Preis von mindestens 75 Pfund Termine in diversen Laboren. Tendenziell gilt: Je höher die Kosten, desto schneller wird das Ergebnis per Mail oder SMS an den Reisenden übermittelt. Der Mitbewerber Tui UK bietet derzeit zwei unterschiedliche Pakete an: Zum Preis von 70 Pfund erhält man das Ergebnis innerhalb von 48 Stunden und für 84 Pfund innerhalb von 24 Stunden. Das teurere Paket ist eine Box, die eine Selbsttestung beinhaltet. Die Probe muss dann in ein Partnerlabor eingeschickt oder dort abgegeben werden. Die Billigfluggesellschaft Easyjet ist mittlerweile auch in das “Testgeschäft” eingestiegen und vermittelt sowohl Antigen- als auch PCR-Untersuchungen. Diese können mittels des Gutscheincodes easyJet2021 bei Randox Health gekauft werden. Weitere ab UK tätige Airlines bieten ebenfalls die Vermittlung von Testungen an bzw. befinden sich mit dem Angebot gerade in den Startlöchern. Sollten diese auch im Sommer 2021 notwendig sein, wobei davon auszugehen ist, könnten die Fluggesellschaften an der Vermittlung beträchtliche Summen verdienen.

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Auch Thai bringt Bordmenüs in Supermärkte

Wenn es darum geht zusätzliche Einnahmen generieren zu können, werden Fluggesellschaften traditionell kreativ. In der Coronakrise kamen zahlreiche Carrier auf die Idee ihre Bordmahlzeiten als Fertiggerichte in Supermärkten zu verkaufen. Nun zieht auch Thai Airways nach. Die Menüs des Star-Alliance-Mitglieds werden ab 15. April 2021 in zahlreichen Lebensmittelgeschäften in Thailand erhältlich sein. Das Unternehmen verspricht, dass eine umfangreiche Auswahl der beliebtesten Bordgerichte in vielen Supermärkten kaufbar sein werden. Die Fluggesellschaft ist auf diesem Gebiet zwar nicht Pionier, aber es ist nicht der erste Vorstoß das Catering auch außerhalb der Maschinen zu vermarkten. Im Herbst 2020 wurde in der sich in Bangkok befindlichen Firmenzentrale ein spezielles Restaurant eröffnet. Dieses ist mittels ausrangierter Flugzeugsitze dem “Flugfeeling” nachempfunden. Serviert werden zahlreiche Menüs, die ansonsten nur in der Luft erhältlich sind.  Thai Airways versucht übrigens auch mittels der Vermietung des A380-Fullflight-Simulators zusätzliche Einnahmen zu generieren. Dieser kann seit einigen Wochen zum Preis von etwa 500 Euro pro Woche von jeder interessierten Person gebucht werden. Eine Pilotenlizenz ist hierfür ausdrücklich nicht erforderlich.

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Zubringer: Lufthansa will nun mit Condor verhandeln

Im Streit um die seitens Lufthansa angekündigten Zubringerflüge für Condor will der Kranich nun doch auf die ehemalige Tochtergesellschaft zugehen. Eine Sprecherin bestätigte, dass es seitens Lufthansa in dieser Causa eine entsprechende Kontaktaufnahme gegeben hat. Zuvor signalisierte das Bundeskartellamt, dass Marktmachtmissbrauch seitens des Kranich-Konzerns vorliegen könnte. Auch schaltete sich zwischenzeitlich die EU-Kommission ein und warf der deutschen Bundesregierung vor, dass Lufthansa die Auflagen, die zur Bewilligung der Staatshilfe geführt haben, missachtet haben soll. Beide Umstände dürften nun zum Umdenken geführt haben, denn die größte Airline Deutschlands sucht nun auf dem Verhandlungsweg eine Lösung mit Condor. Warum zuvor die Eskalation in Form einer Klage vor dem Gericht der Europäischen Union und die Wettbewerbsbeschwerde beim Bundeskartellamt notwendig war, ist völlig unklar. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche soll die EU-Kommission nun das Geschäftsgebaren der Lufthansa “mit Argusaugen” beobachten. Hintergrund ist die rund neun Milliarden Euro schwere Staatsbeihilfe. Die Wettbewerbshüter machen Deutschland schwere Vorwürfe.

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Ryanair will Zypern-Verkehr hochfahren

Die Ryanair Group geht momentan davon aus, dass sich die derzeit harten Einreisebestimmungen Zyperns in Kürze lockern werden. Noch im April 2021 sollen die Verbindungen nach Paphos und Larnaka wieder hochgefahren werden. Auch rechnet der irische Konzern mit einer verstärkten Nachfrage im Sommer 2021. Der Carrier bedient beide Flughäfen, die sich im südlichen Teil der Insel befinden. Insgesamt plant man 106 Flüge pro Woche anzubieten. Ab Paphos werden fünf neue Routen aufgelegt und ab Larnaka sind es 29 zusätzliche Strecken. Weiters stationiert die Ryanair Group drei Boeing 737-800 in Larnaka. Die Hoffnungen liegen besonders auf Passagieren aus dem Vereinigten Königreich. In einer Medienerklärung verweist der Carrier auf das hohe Tempo. Zypern beabsichtigt Personen, die vollständig gegen Covid-19 geimpft sind und das nachweisen können, die Einreise ohne Einschränkungen zu gestatten. Die Verbindungen von Paphos und Larnaka nach Wien sollen den aktuellen Ankündigungen nach im Juli 2021 aufgenommen werden. Die Republik Zypern will sich dem Green Pass anschließen. Das hat zur Folge, dass Personen, die sich mittels PCR auf das Coronavirus testen lassen, Erleichterungen bei der Einreise erhalten sollen. Noch ist nicht entschieden, ob die Regierung des Mittelmeerstaats möglicherweise auch die Befunde von Antigen-Schnelltests anerkennen wird. Die bisherigen Ankündigungen lassen zumindest die Vermutung zu, dass sich Zypern vom momentan eher komplizierten System verabschieden könnte. Fix ist aber noch nichts.

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Rumänien: Tarom soll deutlich verkleinert werden

Die rumänische Fluggesellschaft Tarom stand bereits vor der Corona-Pandemie stark unter Druck. Dem harten Preiskampf, der insbesondere von Wizz Air, Ryanair und Blue Air angeheizt wurde, hatte man wenig entgegenzusetzen. Nun will Verkehrsminister Cătălin Drulă den Staatscarrier deutlich verkleinern und mittels einer Flottenmodernisierung den Turnaround schaffen. Rumänien griff Tarom aufgrund der Pandemie mit 19,33 Millionen Euro unter die Flügel. Weitere 188 Millionen Euro sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre fließen. Spätestens in 2025 soll die staatliche Fluggesellschaft schwarze Zahlen schreiben, kündigte das Regierungsmitglied in einem TV-Interview an. Im Laufe des Jahres 2021 sollen einige ältere Maschinen verkauft werden. Gleichzeitig erwartet man die Auslieferung von fünf Boeing 737-Max-8. Die Flotte soll auf Flugzeuge der Hersteller Boeing und ATR vereinheitlicht werden. So will man Kosten einsparen. Für die Airbus-Jets wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen unmittelbaren Ersatz geben, denn Drulă sagte auch, dass die Anzahl der Tarom-Maschinen stark reduziert werden soll. Der Personalstand wurde seit dem Beginn der Corona-Pandemie um etwa 400 Mitarbeiter reduziert. Der rumänische Verkehrsminister geht davon aus, dass noch weitere Abbaumaßnahmen notwendig sein werden. Tarom soll hinsichtlich der Führung und der Anzahl der Beschäftigten “schlank aufgestellt werden”. Selbiges Regierungsmitglied kritisierte vor der Krise, dass der Carrier deutlich mehr Personal hat als eigentlich benötigt. Dies führte er auch auf “Parteibuch-Einstellungen” zurück.

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