August 16, 2021

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August 16, 2021

Deutschland wirft Lufthansa-Aktien auf den Markt

Die Bundesrepublik Deutschland leitet den Ausstieg bei Lufthansa ein. Die staatliche Finanzagentur teilte mit, dass man die Beteiligung auf etwa 15 Prozent reduzieren wird. Damit wird der Wirtschaftsstabilisierungsfonds seine Sperrminorität verlieren. Im Sommer des Vorjahres stieg das offizielle Deutschland im Zuge der Staatshilfe über den WSF bei Lufthansa ein. Damals bezahlte man rund 2,56 Euro pro Aktie. Mittlerweile ist der Kurs deutlich gestiegen, so dass die Transaktion aus heutiger Sicht einen Gewinn einbringen könnte. Der Wert der zum Verkauf stehenden Aktien wird derzeit mit etwa 270 Millionen Euro beziffert. Der WSF hat allerdings noch eine andere Möglichkeit, um wieder an eine Sperrminorität zu kommen. Es besteht eine stille Beteiligung, die in Aktien umgewandelt werden kann. Derzeit ist noch nicht klar, ob man diesen Schritt absolvieren wird oder nicht. Ein vollständiger Ausstieg ist zwar vorgesehen, jedoch gibt es derzeit keinen Zeitplan. Zunächst soll die Beteiligung um rund ein Viertel reduziert werden. Lufthansa konnte im ersten Halbjahr 2021 zwar die Höhe des Verlusts deutlich reduzieren, steckt jedoch aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin tief in den roten Zahlen.

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Türkei: Russische Be-200 im Kampf gegen die Brände abgestürzt

Im Kampf gegen die Waldbrände in der Türkei stürzte am Samstag eine russische Beriev Be-200 ab. An Bord befanden sich insgesamt acht Personen, die offiziellen Angaben nach leider ums Leben gekommen sind. Russland entsandte die RF-88450 im Juli 2021. Seither war das Löschflugzeug nahezu ununterbrochen im Einsatz, um den verheerenden Waldbränden Einhalt gebieten zu können. Am Samstag kam es zum tragischen Unfall, bei dem die russische Flugzeugbesatzung sowie die lokalen Feuerwehrmänner ihr Leben lassen mussten. “Wir sind zutiefst betrübt über den Verlust der Besatzung des russischen Flugzeugs, das abgestürzt war als es im Einsatz war, um die Löscharbeiten in Kahramanmaraş zu unterstützen. Wir sprechen dem russischen Volk und der türkischen Nation unser Beileid und unsere Geduld aus”, so das Verteidigungsministerium der Türkei.

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Italien: ITA führte ersten Testflug mit A330 durch

Die Neugründung Italia Trasporto Aereo hat mit einem Airbus A330-200 die ersten Testflüge durchgeführt. Auf der Maschine mit der Registrierung EI-EJN wurde bereits ein Sticker, der auf den Betrieb durch ITA hinweist, angebracht. Derzeit befindet man sich im Zulassungsverfahren, denn AOC und Betriebsgenehmigung hat die neue Staatsairline seitens der ENAC noch nicht erteilt bekommen. Die Aufnahme des kommerziellen Flugbetriebs ist für den 15. Oktober 2021 angekündigt. Ob man dann als ITA oder Alitalia fliegen wird, ist noch offen, denn die EU-Kommission pocht darauf, dass die Neugründung im Rahmen einer öffentlichen Auktion die Markenrechte ersteigern muss. Die Flotte wird aber zunächst von Alitalia übernommen. Gleichzeitig schaut man sich aber bereits nach neuem Fluggerät um. Die EI-EJN wurde bei Alitalia aus der Produktion genommen. Anfang des Monats wurde mit dieser Maschine ein Testflug seitens ITA durchgeführt. Welchen Zweck dieser genau hatte wurde nicht mitgeteilt. Jedenfalls handelt es sich um die erste Maschine, die nun unterer der Führung von ITA ist.

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Aeroflot „überrascht“ Passagiere mit Sauerstoffmasken im A350

Am Donnerstag, den 12. August 2021, gab es für die Passagiere von Aeroflot-Flug SU2143 eine besondere “Überraschung” während der Filmvorführung. An Bord des Airbus A350-900 fielen die Sauerstoffmasken herunter. Eine Gefahr bestand aber nicht, denn nach Angaben des russischen Carriers handelte es sich um eine Fehlfunktion. Die VP-BXP war auf dem Weg von Antalya nach Moskau-SVO und das Inflight-Entertainment-System war aktiv. Für die Passagiere war es ein ruhiger Flug ehe die Filmvorführung stoppte und die Sauerstoffmasken von der Decke gefallen sind. Passagiere und Flugbegleiter waren zunächst verwundert, denn in solchen Fällen gibt es normalerweise irgendeine “Vorwarnung” aus dem Cockpit oder aber spürbare Vorzeichen. Beides war nicht der Fall und der Senior-Flugbegleiter hielt vorsichtshalber Rücksprache mit dem Kapitän, der ebenfalls überrascht war, dass die Sauerstoffmasken ausgelöst wurden. Er wusste dies zwar bereits, denn es gab im Cockpit eine entsprechende Anzeige auf den Displays, gab aber Entwarnung. Es gab keinen Druckabfall und das Auslösen der Masken erfolgte durch eine noch nicht näher bekannte Fehlfunktion des entsprechenden Sicherheitssystems. So wurde die Reise nach Moskau ohne weitere Vorkommnisse fortgesetzt. Die Reisenden konnten weiterhin ihre MNS-Masken tragen und mussten nicht auf den Sauerstoff “wechseln”. Aeroflot nahm die betroffene Maschine unter die Lupe und behob eigenen Angaben nach den Softwarefehler. Die VP-BXP konnte kurze Zeit später wieder in den Liniendienst gestellt werden. Für die Passagiere war die Fehlfunktion zum Glück ein Ereignis, über das man nachträglich lächeln kann, denn Gefahr bestand zu keinem Zeitpunkt.

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Sommer 2022: Norwegian expandiert nach Irland und UK

Noch vor wenigen Monaten musste Norwegian Air Shuttle darum ringen überhaupt überleben zu können. Das Unternehmen häufte bereits vor der Corona-Pandemie einen hohen Schuldenberg an. Nun kündigt man für den Sommerflugplan 2022 142 wöchentliche Flüge zwischen Skandinavien und dem Vereinigten Königreich sowie Irland an. Beinahe hätte die Corona-Pandemie für Norwegian Air Shuttle das endgültige Aus bedeutet, doch das Management schaffte es mit Hilfe von Insolvenzverfahren, Staatshilfe und Geldern von Investoren den Konzern drastisch zu verkleinern und einen Neustart auf die Beine zu stellen. Die Langstrecke und viele Routen innerhalb von Europas wurden endgültig gestrichen. Einige Töchter werden nicht fortgeführt, was auch zum Verlust vieler Arbeitsplätze führt. Die stark geschrumpfte Norwegian konzentriert sich nun auf den Verkehr innerhalb Skandinaviens sowie einige touristische Strecken. Im Sommer 2022 will man das Vereinigte Königreich sowie Irland verstärkt anfliegen. Dazu legt man 142 Umläufe pro Woche auf.  “Norwegian ist jetzt gut gerüstet, um auf 2022 zu blicken, obwohl wir weiterhin in gewissem Maße von der Pandemie betroffen sein werden, wenn sich die Branche zu erholen beginnt. Wir verfügen über eine hohe Flexibilität beim Einsatz unserer Flugzeuge, verfügen nach der Restrukturierung über eine geringere Verschuldung, eine angepasste Flotte und Organisation und haben neues Kapital erhalten. Es war eine harte Zeit, aber das Ergebnis ist, dass wir jetzt stärker sind als vor der Pandemie”, erklärt Firmenchef Geir Karlsen.

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Israelis sorgen für hohe Wien-Nachfrage

Fast unbemerkt von der allgemeinen Öffentlichkeit wird der Flugverkehr zwischen Wien und Tel Aviv stark ausgebaut. Airlines, die bislang nicht auf dieser Route tätig waren, bieten nun ihre Dienstleistungen an. Mit Arkia, Israir und Blue Bird Airways sind gleich drei neue Carrier tätig. Die erstgenannte Airline fliegt bereits und zwar an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag mit Embraer 195. Israir folgt am 22. August 2021 jeweils Donnerstags und Sonntags mit Airbus A320. Bluebird folgt am 23. August 2021 mit Boeing 737. Weiters ist Wizz Air mit drei Umläufen pro Woche tätig. Die Ryanair Group fliegt täglich mit Boeing 737-800 von Buzz sowie Airbus A320 von Lauda. Austrian Airlines ist sogar bis zu zweimal pro Tag mit wechselndem Fluggerät auf dieser Route unterwegs. Auch El Al bietet wieder mehrere Flüge pro Woche an. Auf den ersten Blick erscheint das stark ausgebaute und offensichtlich auch unter den Carriern sehr wettbewerbsintensive Angebot verwunderlich, denn die Einreise nach Israel ist Ausländern nicht gestattet bzw. mit Auflagen verbunden, die nur wenige Personen tatsächlich erfüllen können. Österreich wird seitens der Behörden Israels als hinsichtlich Corona sicher eingestuft, so dass vollständig geimpfte Israelis mit niederschwelligen Voraussetzungen reisen können. Diese scheinen offensichtlich sehr reisefreudig zu sein und generieren momentan eine so hohe Nachfrage, dass auch drei Carrier, die bislang nicht auf Wien-Tel Aviv-Wien tätig waren, ihr Stück vom Kuchen einfliegen wollen. Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass die Einreise nach Israel derzeit nur für Staatsbürger der Republik Israel, die vollständig geimpft sind, einfach möglich ist. “Ausländer” können

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AUA: Online-Dokumentencheck nicht mehr ganz freiwillig

Neuerdings ist die Nutzung der “digitalen Dokumentenkontrolle” von Austrian Airlines nicht mehr ganz so freiwillig. Unabhängig davon, ob es eine Anweisung der Behörde des Ziellands gibt, will die AUA nun die Unterlagen der Passagiere sehen. Wer die “Corona-Papiere” nicht digital einreichen will, bekommt während dem Web-Check-in keine Boardkarte mehr. Diese ist dann unter Vorlage der Unterlagen am jeweiligen Check-in-Schalter abzuholen. Erst nach dem Einreichen der Reisepapiere und Freigabe durch einen AUA-Mitarbeiter kann die Bordkarte über das Internet und die App bezogen werden. Für all jene, die das nicht möchten, bleibt nur der Gang zum Schalter. In der Tat gibt es viele Staaten, die den Fluggesellschaften auferlegen die Dokumente vor dem Boarding zu sichten und Personen, die diese nicht dabei haben, vom Flug auszuschließen. Beispielsweise Deutschland verlangt dies seit längerer Zeit, aber darum scherte man sich bei Austrian Airlines bislang wenig. Allein im Sommer 2021 wurden auf stolzen acht Österreich-Deutschland-Flügen, auf denen Mitarbeiter von Aviation Direct persönlich dabei waren, keinerlei Dokumente geprüft und das obwohl Deutschland dies explizit verlangt. In diesem Licht erscheint es dann verwunderlich, dass Austrian Airlines ausgerechnet in Richtung Österreich plötzlich “Dokumentenkontrollen” durchführt. Österreich ist einer von ganz wenigen Staaten, die den Fluggesellschaften eben keine Vorab-Prüfungen auferlegt haben. Lediglich auf die aktuellen Einreisebestimmungen müssen die Carrier hinweisen, jedoch ist die Überprüfung der Dokumente weiterhin Sache der Behörden. Das hindert die AUA aber nicht daran dennoch eine “Dokumentenprüfung” durchzuführen und wer nicht uploaden will, muss beim Schalter antanzen. Eine Rechtsgrundlage gibt es hierfür nicht. Bedenkt man, dass Austrian Airlines

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Wien: Zoll erwischt 60-Jährigen am Gate mit 46.000 Euro Bargeld

Für einen 60-jährigen österreichischen Staatsbürger ist der versuchte Export von 46.000 Euro in bar nach Ägypten alles andere als plangemäß verlaufen. Der Zoll bat den Mann kurz vor dem Abflug am Gate zu einer Kontrolle und wurde fündig. Die Gesetzeslage sieht vor, dass Bargeld über 10.000 Euro bei der Ein- und Ausreise aus der Europäischen Union angemeldet werden muss. Es handelt sich um einen simplen Prozess, der am Airport bei den Zollbeamten vorgenommen werden kann. Bei der Kontrolle am Gate antwortete der Reisende zunächst, dass er kein Bargeld dabei habe. Laut Medienmitteilung des Finanzministeriums wurden die Beamten allerdings aufgrund auffälliger Formen, die aus seinen Kleidungsstücken sichtbar waren, misstrauisch. Dann war dem Passagier wohl klar, dass es nun kein Entkommen mehr gibt. Er kam der Aufforderung freiwillig alle Verstecke offenzulegen nach und händigte den Zöllnern fünf Umschläge mit insgesamt 46.000 Euro in bar aus. Im Zuge der Befragung gab der Reisende an, dass 44.000 Euro davon, also der größte Teil des Geldes, seiner Schwägerin gehören würden. Für sie hätte er damit eine Wohnung in Kairo erstehen wollen. Gegen den Mann wurde ein Finanzstrafverfahren eingeleitet. Reisende, die in die Europäische Union einreisen oder aus ihr ausreisen und Geldmittel im Wert von 10.000 Euro oder mehr mit sich führen, müssen diesen Betrag bei den Zollbehörden anmelden. „Im Kampf gegen Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus ist die Bekämpfung illegaler Geldbewegungen wesentlich“, erläutert Finanzminister Gernot Blümel den Hintergrund der Zollkontrollen im Bargeldbereich.

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