Oktober 1, 2021

Weitere Artikel aus der Rubrik

Oktober 1, 2021

EU-Kommission will Zwangsgutscheinen einen Riegel vorschieben

Zu Beginn der Corona-Pandemie als der Flugverkehr nahezu kollabiert ist haben viele Airlines darauf spekuliert, dass sie sich die Kundengelder einbehalten dürfen und stattdessen Gutscheine austeilen dürfen. Die EU-Kommission stellte klar, dass dies unzulässig ist, was jedoch von einigen Anbietern missachtet wurde. Besonders frech ging Austrian-Airlines-Generaldirektor Alexis von Hoensbroech in der Öffentlichkeit mit dem gesetzlichen Recht auf Erstattung binnen einer Woche um. In einem Live-Interview im Österreichischen Rundfunk warb er darum, dass man Tickets buchen sollte und falls nicht geflogen wird, „dann gibt’s halt einen Gutschein“. Der Lufthansa Konzern verschleppte genau wie viele andere Airlines unter kuriosen Ausreden die Rückzahlung der Kundengelder der gestrichenen Flüge. Zum Teil schickte man Passagieren auch einfach ungefragt Gutscheine zu und bei vielen Anbietern waren die Callcenter entweder nicht erreichbar oder behaupteten frech, dass man nur einen Gutschein haben könne. Die Branche schaffte mit dem rechtswidrigen Verhalten auf dem Rücken der Kunden nicht gerade Vertrauen und muss sich überhaupt nicht wundern, dass Reisende nun lieber kurzfristig buchen, denn bei vielen stecken die Erinnerungen an das Nachlaufen um das Geld noch in den Knochen. Es ging ja nicht nur um 9,99 Euro-Billigtickets, sondern manchmal auch um Flugscheine in der First Class um mehrere tausend Euro. Die EU-Kommission will, dass sich ein solches Verhalten nicht mehr wiederholt und generell soll künftig die Ausgabe von Gutscheinen im Erstattungsfall nicht mehr zugelassen werden. Insgesamt haben sich 13 Airlines zu den Verbesserungen bekannt. Zu diesen zählen unter anderem Ryanair, Eurowings und Lufthansa. Ziel ist es, dass finanzielle Ansprüche einfacher und

weiterlesen »

Lattitude Hub kündigt Neustart an

Der erste Startversuch von Lattitude Hub war nicht gerade von Erfolg geprägt, denn nach nur wenigen Tagen wurden alle Strecken ausgesetzt. Nun wollen es die Hoteliers, die hinter dem Unternehmen stehen, nochmals wissen. Zunächst sollen die Ziele Madrid und Bilbao ab Teneriffa (Süd) angesteuert werden. Die Hauptstadt soll an den Verkehrstagen Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonntag bedient werden. Das zweite Ziel ist derzeit mit einem Umlauf, der an Freitagen vorgesehen ist, geplant. Lattitude Hub teilte weiters mit, dass man rund um verlängerte Wochenenden und Feiertage zusätzliche Flüge anbieten möchte. Der Ticketverkauf für den Restart wurde zwischenzeitlich bereits aufgenommen.

weiterlesen »

Tuifly Nordic flottet ersten Dreamliner ein

Der Ferienflieger Tuifly Nordic flottete mit der SE-RFZ ein Langstreckenflugzeug des Typs Boeing 787-9 ein. Dieses ist 4,4 Jahre alt und wurde vormals von Tui Airways als G-TUIK betrieben. Der schwedische Ableger stellte im Zuge der Coronakrise den Betrieb des Musters Boeing 767-300ER ein. Die letzten Einheiten wurden im November und Dezember 2020 „aus dem Verkehr“ gezogen. Der Betrieb wurde seither mit zwei Boeing 737-800 fortgesetzt. Mit der Einflottung des ersten Dreamliners verfügt man wieder über einen Widebody.

weiterlesen »

Flyr nimmt München und Salzburg auf

Das norwegische Airline-Startup Flyr kündigt die Aufnahme von fünf weiteren Routen an. Darunter befindet sich auch eine Nonstop-Verbindung zwischen Oslo und Salzburg, die zweimal wöchentlich bedient werden soll. Der Carrier beabsichtigt ab 5. Jänner 2022 nach Bergamo und in die Mozartstadt zu fliegen. Einen Tag später folgen zwei wöchentliche Flüge nach Genf. München wird Flyr in selbiger Frequenz ab 7. Jänner 2022 bedienen. Einmal wöchentlich will das Startup ab 8. Jänner 2022 zwischen Oslo und Grenoble pendeln.

weiterlesen »

Sardinien schreibt subventionierte Strecken neu aus

Bislang waren die Ausschreibungen subventionierter Strecken zwischen Sardinien und dem italienischen Festland stark auf Alitalia „zugeschnitten“. Da dieser Carrier am 14. Oktober 2021 den Flugbetrieb einstellen wird, schrieb die Regionalregierung die so genannten PSO-Routen neu aus. Man wählt den „Expressweg“, der vom Verkehrsministerium und der EU-Kommission bewilligt wurde, denn die Ausschreibung ist nicht offen. Nur jene elf Carrier, von denen Offerte angefragt wurden, dürfen teilnehmen. Dabei handelt es sich um Ryanair, Easyjet, Volotea, Blue Air, Vueling, DAT, Blue Panorama Airlines, Neos, ITA, Air Malta und Wizz Air. Andere in Italien tätige Fluggesellschaften wurden nicht eingeladen. Im Zuge des Wechsels von Alitalia auf ITA können die subventionierten Strecken unabhängig davon unter welcher Marke dann geflogen wird, nicht übernommen werden. Hierzu ist eine Neuausschreibung erforderlich. Allerdings hat man diese in Sardinien sehr lange „vergessen“ und muss nun zu einer Art „Notvergabe“ greifen.

weiterlesen »

Eurowings: Warnstreiks in Köln, Düsseldorf und Dortmund

Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings streikt das Kabinenpersonal am Freitag zwischen 4 Uhr 30 und 10 Uhr 00 an den Stationen Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund. Die Gewerkschaft Verdi hatte nach erfolglosen Tarifverhandlungen zum Warnstreik aufgerufen. Innerhalb der Lufthansa Group ist es die erste Arbeitsniederlegung seit dem Beginn der Corona-Pandemie. Durch diese ist es zu zahlreichen Flugausfällen und –verspätungen gekommen. Diese können sich aufgrund der Maschinenumläufe noch über den gesamten Tag fortsetzen. „Eurowings ist gestärkt aus der Krise gekommen und erwirtschaftet Gewinne. Die Kabinenbeschäftigten erarbeiten diese unter erschwerten Arbeitsbedingungen mit momentan bis zu 40 Überstunden im Monat. Dafür erwarten sie zurecht eine finanzielle Anerkennung bei aktuellen Preissteigerungen für Benzin, Mieten und Lebensunterhalt“, so Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky.

weiterlesen »

Thai Airways halbiert Personalstand in Zürich

Am Standort Zürich baut Thai Airways in etwa die Hälfte des Personals ab. Betroffen sind alle Bereiche, in denen man lokale Mitarbeiter vorgehalten hat. Auch der General Manager ist nicht mehr für den Carrier tätig, sondern die Niederlassung wird nun direkt von Thailand aus geführt. Gegenüber Travel Inside bestätigte der zuständige Area-Manager, dass man acht Personen gekündigt habe. Dies hänge direkt mit der Reduktion der Schweiz-Flüge zusammen. Man bedauert diesen Schritt setzen zu müssen. Laut dem Bericht hat Thai Airways weiterhin 12 Beschäftigte in der Schweiz. Davon sechs Verkäufer, zwei Buchhalter, zwei am Airport und zwei im Bereich Cargo. Das Stadtbüro wurde im März geschlossen, so dass die Mitarbeiter fast ausschließlich im Home Office arbeiten müssen.

weiterlesen »

Norse setzt auf sekundäre U.S.-Ziele

Das norwegische Start-Up Norse Atlantic Airways will im Sommerflugplan 2022 zunächst sekundäre Airports in den Vereinigten Staaten anfliegen. Man beantragte Streckenrechte nach Fort Lauderdale, Ontario und Newburgh. Dies ist durchaus bemerkenswert, denn hinter Norse stehen Manager, die zuvor bei Norwegian tätig waren. Die Strategie in den USA sekundäre Airports anzufliegen ist grandios gescheitert, jedoch scheint man es nun mit einer „Blaupause“ erneut zu versuchen. In den Vereinigten Staaten nahm man Norse Atlantic Airways aufgrund den von Gewerkschaften kritisierten prekären Anstellungsmodellen genauer unter die Lupe. Das Management musste zahlreiche Zusicherungen erteilen, da man andernfalls womöglich die begehrten Streckenrechte gar nicht erhalten hätte. Die U.S.-amerikanischen Gewerkschaften sollen entsprechende Lobbyarbeit geleistet haben und auf die Umstände, die es zuvor bei Norwegian gab, hingewiesen haben. Als Norse Atlantic Airways verfolgt man eine andere Tonart im Umgang mit Gewerkschaften. So einigte man sich darauf, dass es weder Leiharbeit noch Beschäftigungen über Vermittler, beispielsweise in Bangkok, geben wird. Die Anstellungen sollen direkt bei der Airline erfolgen und je nachdem, ob man in den USA oder Norwegen stationiert ist, nach dem jeweiligen lokalen recht, geschlossen werden. Noch hat Norse Atlantic Airways kein norwegisches AOC. Das Unternehmen rechnet damit, dass dieses im Laufe des Novembers 2021 erteilt wird. Zusätzlich wird man im Vereinigten Königreich AOC und Betriebsbewilligung für einen lokalen Ableger, der ab London-Gatwick fliegen soll, beantragen. Norse Atlantic Airways bestätige dies bereits. Im Sommer 2022 will die Firmengruppe mit zwölf Boeing 787-9 und drei 787-8 in der Luft sein.

weiterlesen »

MGL: Bund übernimmt Kosten für Flugsicherung

Die Entscheidung ist gefallen: Der Bund wird sich an den Flugsicherungskosten am Flughafen Mönchengladbach (MGL) beteiligen. Die Kontrollzone mit Instrumentenflugbetrieb ist damit langfristig gesichert. „Das finanzielle Engagement des Bundes ist ein wichtiges Zeichen für den Flugplatz Mönchengladbach, die Stadt und die Region“, sagt Oberbürgermeister und MGL-Aufsichtsratsvorsitzender Felix Heinrichs mit Blick auf den Wirtschafts- und Innovationsstandort MGL. „Die Kostenübernahme entlastet zudem den städtischen Haushalt, was uns mehr Flexibilität bei wichtigen Investitionen auch am Flughafen gibt.“ Bis zu einer rechtssicheren Umsetzung des geänderten Luftfahrtgesetzes sei es allerdings noch ein langer Weg. Das neue System aus Gebühren und Bundeszuschuss werde voraussichtlich erst 2023 final greifen. Bis dahin soll es pragmatische Überganglösungen geben. Sicherheit hat ihren Preis: Am Flughafen Mönchengladbach fallen jährlich mehr als 1 Million Euro für Personal und Infrastruktur an, um den Instrumentenflugverkehr auf dem entsprechend hohen Niveau anbieten zu können, „was für zukunftsweisende Entwicklungen und den damit verbundenen nachhaltigen Ausbau des Flughafens unerlässlich ist“, betont MGL-Geschäftsführer Ulrich Schückhaus. Nur ein Teil der Kosten konnte bisher über individuelle, behördlich genehmigte Anflugentgelte kompensiert werden.  „Die Entscheidung, dass die Flugsicherungskosten jetzt vom Bund übernommen werden, bedeutet für den Flugplatz MGL eine enorme finanzielle Entlastung und eröffnet uns wichtige neue Handlungsspielräume, unter anderem für notwendige Investitionen am Flugplatz selbst.“ Mit der neuen Regelung entfallen die individuellen Anflugentgelte des Airports. Rechnet man diese Einnahmen gegen die Flugsicherungskosten, so ergibt sich für den MGL eine jährliche Einsparung von einigen Hunderttausend Euro. Die Gebühren pro Anflug und Landung erhebt nun die jeweilige Flugsicherungsorganisation selbst.

weiterlesen »

HAM erwartet erhöhtes Passagieraufkommen in den Herbstferien

Wenn am Wochenende die Herbstferien im Norden beginnen, füllen sich am Hamburg Airport die Terminals: Der Flughafen rechnet mit rund 450.000 an- und abreisenden Passagieren in den nächsten zwei Wochen. Durchschnittlich über 30.000 Gäste sowie jeweils rund 115 Starts und Landungen werden pro Tag erwartet. Gerade in den frühen Morgenstunden und an den Wochenenden ist mit erhöhtem Andrang zu rechnen, daher sollten sich alle Fluggäste gut vorbereiten: Mindestens zwei Stunden vor Abflug sollten sie am Flughafen sein, für die Kontrollen etwas mehr Zeit als üblich einplanen und ihre Reisedokumente inklusive Impf- und Testnachweise stets griffbereit haben. „In diesen Herbstferien erleben wir das wohl höchste Verkehrsaufkommen seit Beginn der Corona-Pandemie. Viele Norddeutsche sehnen sich nach Urlaub in der Sonne – entsprechend groß ist die Nachfrage gerade für Mittelmeer-Klassiker wie Spanien, die Türkei und die griechischen Inseln“, sagt Katja Bromm, Leiterin Kommunikation am Hamburg Airport. Von einer Rückkehr zu Vor-Corona-Zeiten ist der Flughafen jedoch noch weit entfernt: Das Verkehrsaufkommen liegt durchschnittlich erst bei 50 Prozent der Passagierzahlen von 2019. „Trotzdem wird es in diesen Herbstferien stundenweise sehr voll, wenn sich die Abflüge in die Sonne ballen. Deswegen setzen wir darauf, dass die Fluggäste etwas mehr Zeit, Geduld und Verständnis mitbringen.“ Die beiden verkehrsreichsten Tage werden voraussichtlich Freitag, 1. Oktober, und Freitag, 15. Oktober, mit je 130 Abflügen und 130 Ankünften. Bereits am Vortag: Check-in und Corona-Test erledigen Die Fluggesellschaften Lufthansa, Eurowings, Condor, Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines bieten zwischen 18:00 und 20:00 Uhr einen Vorabend-Check-in – so wird der Reisetag selbst noch entspannter.

weiterlesen »