Juli 5, 2022

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Juli 5, 2022

SAS Group meldet Chapter-11-Verfahren in den USA an

Die SAS Group hat in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 beantragt. Es handelt sich um die Konzernmutter der operativen Fluggesellschaft SAS Scandinavian Airlines. Unternehmensangaben nach soll das Verfahren keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb haben. Konzernchef Anko van der Warff erklärt unter anderem, dass das Chapter-11-Verfahren zur Durchführung der Sanierung notwendig ist. Es würde die rechtlichen Instrumente in die Hand geben, die zur Umstrukturierung der Firmengruppe notwendig sind. Chairman Carsten Dilling fügte hinzu, dass die Entscheidung für diesen Antrag nicht allein auf den Pilotenstreik zurückzuführen ist, jedoch dieser alles beschleunigt habe. „Wir gehen davon aus, dass wir die Umstrukturierung nach Chapter 11 in neun bis 12 Monaten abschließen werden“, sagte van der Werff. „Ein Streik ist das Letzte, was das Unternehmen jetzt gebrauchen kann, und deshalb fordern wir die skandinavische Pilotengewerkschaft dringend auf, den Streik zu beenden“.

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Ryanair: Spanische Gewerkschaften rufen erneut zum Streik auf

Die Gewerkschaften USO und Sictpla konnten mit der Geschäftsleitung von Ryanair bislang keine Einigung erzielen. Daher geben die Arbeitnehmervertreter gleich 12 weitere Streiktage bekannt. Diese fallen in die Hauptreisezeit und betreffen in erster Linie das Kabinenpersonal. Bei den letzten Aufrufen zu Arbeitsniederlegungen zeigte sich aber, dass in Spanien die Bereitschaft wesentlich geringer war als beispielsweise in Belgien. Ab Charleroi und Brüssel sind während der Streiktage etwa 65 Prozent der geplanten Ryanair-Flüge ausgefallen. In Spanien lag der Anteil der Flugausfälle im einstelligen Prozentbereich, wobei in manchen Fällen die Ursache für die Absage beim ATC-Streik in Marseille lag. Die beiden spanischen Gewerkschaften haben nun bekanntgegeben, dass an folgenden Tagen im Juli 2022 zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen wird: 12.-15., 18.-21. und 25.-28. Juli 2022. Der Aufruf betrifft alle zehn spanischen Bases der Ryanair Group. Gelassen gibt sich der Billigflieger und verweist darauf, dass die Beteiligung bei den bisherigen Streikrungen gering gewesen wäre. Man rechnet mit minimalen Auswirkungen auf den Flugbetrieb.

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USA: Viele Flugausfälle wegen Personalmangel

Nicht nur in Europa, sondern auch in den Vereinigten Staaten von Amerika kämpfen viele Airlines und Flughäfen sowie deren Dienstleister mit akutem Personalmangel. Am Wochenende, das aufgrund des Unabhängigkeitstages verlängert war, sind viele Verbindungen ausgefallen bzw. waren stark verspätet. Bereits am Freitag wurden laut Flightaware.com schon 587 Flüge abgesagt. Am Samstag kamen nochmals rund 600 Stück dazu und am Sonntag 100 weitere. Weiters waren allein am Samstag etwa 3.300 Verbindungen massiv verspätet. Eine kurzfristige Besserung ist nicht in Sicht. Im Zuge der Pandemie haben viele Flughäfen und Airlines im großen Stil Personal abgebaut. Dies rächt sich nun, denn die Nachfrage ist wesentlich höher als das Angebot, das die Anbieter mit der akuten Personalknappheit durchführen können. Besonders im Bereich des Bodenpersonals und der Flugbegleiter haben sich viele neu orientiert und denken gar nicht daran ein Comeback in der Luftfahrt zu geben.

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Qatar Airways fährt die Berlin-Präsenz hoch

Golfcarrier Qatar Airways macht vom neuen Luftfahrtabkommen zwischen Katar und der Europäischen Union bereits regen Gebrauch. Der Carrier wird die Verbindungen zwischen Berlin und Doha deutlich aufstocken. Ab 12. August 2022 wird man zehn Umläufe pro Woche anbieten. Mit Wirksamkeit zum 6. September 2022 kommt eine elfte Rotation dazu. Momentan bietet Qatar Airways sieben Flugverbindungen zwischen den beiden Hauptstädten an. Der Golfcarrier steuert in Deutschland momentan die Airports Frankfurt am Main, München und Berlin-Brandenburg an. Künftig will man 46 Umläufe pro Woche anbieten. Diese verteilen sich wie folgt: Bis zu dreimal täglich Frankfurt, 14 Mal wöchentlich München und elf Umläufe pro Woche in die deutsche Bundeshauptstadt.

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Auf Druck der Gewerkschaften: Brussels streicht 527 weitere Flüge

Die Fluggesellschaft Brussels Airlines streicht 675 für die Kalendermonate Juli und August 2022 geplante Flüge. Ursprünglich wollte man zunächst nur 148 Verbindungen absagen, jedoch habe man auf Druck der Gewerkschaften 527 weitere abgesagt. Firmenchef Peter Gerber erklärte in einem TV-Interview mit VRT-NWS, dass man so auch der Forderung nach Entlastung der Arbeitnehmer nachkommen würde. Die Anzahl der gestrichenen Flüge entspricht in etwa sechs Prozent des ursprünglich für die beiden Sommermonate geplanten Flugplans. Der Manager sagte auch, dass man sich „an der Grenze der Möglichkeiten“ befinde. Ende Juni 2022 trat das fliegende Personal der belgischen Lufthansa-Tochter in einen dreitägigen Streik und drohte damit, dass man erneut die Arbeit niederlegen wird, wenn es zu keinem Treffen mit Firmenchef Peter Gerber kommen wird. Dieses gab es dann am Montag. Das Unternehmen betonte, dass man den Forderungen den Arbeitnehmervertretern nachgekommen ist, jedoch keine Garantie dafür, dass es im Sommer 2022 zu keinen weiteren Ausfällen kommen wird, geben kann. Die Kosten für die Streichungen betragen in etwa zehn Millionen Euro. Betroffene Passagiere sollen von Brussels Airlines kontaktiert und nach Möglichkeit umgebucht werden. Am 23. August 2022 wird es ein weiteres Treffen zwischen Gewerkschaften und der Geschäftsleitung von Brussels Airlines geben. Es ist damit zu rechnen, dass bis zu diesem Termin keine weiteren Streiks angesetzt werden. Es werden Arbeitsgruppen gebildet, um konstruktiv einen ausgewogenen Flugplan zu entwickeln. Mögliche langfristige Veränderungen erfordern eine Zusammenarbeit, bei der jeder seinen Teil der Verantwortung übernimmt, so das Management.

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Passagierzahlen: Wizz Air konnte im Juni 2022 erneut zulegen

Die Wizz Air Group hatte im Juni 2022 insgesamt 4.340.115 Passagiere an Bord. Damit konnte man sich im direkten Vergleich mit Mai 2022 neuerlich steigern. Die Firmengruppe verzeichnet seit März 2022 einen deutlich sichtbaren Aufwärtstrend. Aufgrund der Omikron-Variante verzeichnete man im Feber 2022 zunächst einen Einbruch der Passagierzahlen. Von diesem erholte man sich ab März 2022 und konnte zuletzt die Anzahl der beförderten Passagiere – im Vergleich mit Feber 2022 – mehr als verdoppeln. Auch die Auslastung steigert sich stetig und machte zuletzt 86,1 Prozent aus. Wizz-Air-Passagierzahlen auf einen Blick: Monat Passagiere Passagiere Auslastung Auslastung   2022 2021 2022 2021 Juni 4,340,115 1,557,041 86.1% 64.0% Mai 4,117,271 832,538 84.2% 66.1% April 3,624,322 564,634 83.4% 59.2% März 2,476,105 480,203 86.2% 62.5% Februar 1,921,153 382,928 91.0% 69.8% Januar 2,396,684 573,692 79.6% 61.0%

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Hifly Malta fliegt mit Leoparden-Sonderbeklebung

Die Fluggesellschaft Hifly Malta hat dem Airbus A330 mit der Registrierung 9H-TQZ eine auffällige Sonderbeklebung gewidmet. Diese ist persischen Leoparden gewidmet. Daher zeigt das Leitwerk des Langstreckenjets ein solches Tier. Es ist auch nicht irgendein Leopard, sondern Kiamaky. Das Tier wurde 2019 geboren und nach einem geschützten Berggebiet im Iran benannt, in dem einst zahlreiche Leoparden lebten, und soll die Bedeutung des Schutzes von Lebensräumen für den Erhalt der Art symbolisieren. In Zusammenarbeit mit dem Zoo Lissabon unterstützt die Mirpuri Foundation die Wiederansiedlung des Persischen Leoparden in seinem natürlichen Lebensraum im Kaukasus. Ebenfalls mit Unterstützung der Mirpuri Foundation hat sich Hi Fly 2019 der United for Wildlife Transport Taskforce angeschlossen, der eine wachsende Gruppe renommierter und umweltbewusster Fluggesellschaften angehört, um ein so ernstes Problem wie den illegalen Transport gefährdeter Wildtiere anzugehen. Hi Fly setzt sich nicht nur für die Verhinderung dieses Verkehrs ein, sondern auch für den Schutz von Tierarten, die in Gefahr sind und unseren Schutz benötigen.

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