Juli 25, 2022

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Juli 25, 2022

Ryanair einigt sich mit Pilotengewerkschaften in Spanien und Frankreich

In Frankreich und Spanien konnten die Billigfluggesellschaft Ryanair und ihre maltesische Tochter Malta Air Einigungen mit den Pilotengewerkschaften erzielen. Vereinbart wurden unter anderem Lohnerhöhungen. Die Laufzeit der Tarifverträge beträgt fünf Jahre. Die Kompromisse wurden quasi in letzter Sekunde erzielt, denn sowohl die spanischen als auch die französischen Piloten der Firmengruppe hätten sich andernfalls einem Streik der belgischen Flugzeugführer, der für das Wochenende angekündigt war, angeschlossen. Teil des Streits waren auch die Löhne, die aufgrund der Corona-Pandemie um 20 Prozent gekürzt sind. Die Vereinbarungen mit den Gewerkschaften Syndicat National des Pilotes de Ligne (SNPL – Frankreich) und Sindicato Español de Pilotos de Líneas Aéreas (SEPLA – Spanien) werden es den Piloten ermöglichen, innerhalb von fünf Jahren schrittweise wieder die Gehälter von vor der Pandemie zu erhalten. „Wir begrüßen diese langfristigen Verträge, die bis 2027 laufen und zahlreiche Verbesserungen für unsere Piloten in Spanien und Frankreich bringen werden. Während die Erholung von den Auswirkungen der Pandemie noch andauert und unsere Branche vor großen Herausforderungen steht, bietet diese langfristige Vereinbarung Stabilität, eine beschleunigte Gehaltswiederherstellung, künftige Gehaltserhöhungen und andere Leistungsverbesserungen für die Piloten“, so Darrell Hughes, Personaldirektor von Ryanair. In Belgien ist die Situation gänzlich anders, denn die dortige Pilotengewerkschaft hat den Vorschlag von Ryanair abgelehnt. Man hat das Angebot als unzureichend zurückgewiesen und kann sich auch unbefristete Streiks vorstellen. Die Belgier fordern Lohnerhöhungen von 20 Prozent über dem Vorkrisenniveau.

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Flug aus Israel: Bombendrohung gegen Wizz Air auf dem Weg nach Krakau

Am Samstag lagen die Nerven auf Wizz-Air-Flug W65098 von Tel Aviv nach Krakau blank: Es gab eine Bombendrohung. Um Panik zu vermeiden entschied sich der Kapitän dafür, dass der Grund für die Evakuierung nach der Landung erst nach erfolgreicher Durchführung mitgeteilt wird. Durchgeführt wurde der Flug mit dem Airbus A321neo mit der Registrierung HA-LZR. Krakau war das reguläre Ziel der aus Tel Aviv kommenden Verbindung. Aus Sicherheitsgründen wurde die Landung aufgrund der Bombendrohung formell als Notlandung durchgeführt. Die Maschine wurde unmittelbar danach angewiesen an einen sicheren Ort auf dem Rollfeld zu fahren. Die Evakuierung wurde aber nicht unmittelbar eingeleitet, sondern erst nach etwa einer halben Stunde. In dieser Zeit war die Exekutive damit beschäftigt den A321neo zu untersuchen. Die Polizei hat sich für diese Vorgehensweise entschieden, da mit nicht wusste wo ein eventueller Sprengsatz positioniert sein könnte. Letztlich stellte sich zum Glück heraus, dass sich keine Bombe bzw. kein sonstiger explosiver Gegenstand an Bord befunden hat. Der Kapitän hatte sich dazu entschieden seine Crew anzuweisen, dass den Passagieren zunächst keine Informationen zum Grund des ungewöhnlichen Aufenthalts am Boden gegeben werden. Erst nach Abschluss der Evakuierung informierte die Kabinenbesatzung im Auftrag des kommandierenden Piloten, dass es eine Bombendrohung gegeben hat. Diese Vorgehensweise ist nicht ungewöhnlich und dient zur Vermeidung einer eventuellen Panik. Letztlich stellte sich heraus, dass die Bombendrohung – wie in den meisten Fällen – insofern ungefährlich war, weil es keinen Sprengsatz an Bord der HA-LZR gab. Dennoch müssen Behörden und Crews diese sehr ernst nehmen, denn nach dem Grundsatz

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Siko-Chaos in Köln: Bis zu sieben Stunden Wartezeit

Das Totalversagen der deutschen Behörden in Sachen Sicherheitskontrollen wurde am Wochenende neuerlich am Flughafen Köln/Bonn deutlich. Bis zu sieben Stunden Wartezeit gab es vor den Siko-Linien. Die Warteschlange war mehrere hundert Meter lang und zog sich weit in den Außenbereich vor die Terminals. Die Folge daraus war: Viele Passagiere haben ihre Flüge trotz äußerst frühzeitiger Ankunft am Airport verpasst. Erschwerend ist dazu gekommen, dass einige Carrier ihre Check-in- und Gepäckaufgabeschalter erst zwei bis drei Stunden vor dem planmäßigen Abflug geöffnet haben. So war es den betroffenen Reisenden völlig unmöglich die Sicherheitskontrolle rechtzeitig vor dem Boarding zu passieren. Mehrere Verbindungen haben Köln/Bonn mit nur wenigen Passagieren an Bord verlassen. Einzelne sogar komplett leer. Für heftige Kritik sorgte auch der Umstand, dass zahlreiche Fluggesellschaften, darunter auch ein selbsternannter Premium-Sterne-Carrier, vor Ort zu wenig bzw. laut Fluggästen kein Personal, das sich um Umbuchungen, Ersatzbeförderungen und Hotels gekümmert hat, bereitgehalten hat. Es wurde auf „Self-Service-Möglichkeiten“ über die Homepage bzw. die App und alternativ auf die Hotline verwiesen. Lösungen konnten auf den digitalen Wegen nur in den wenigsten Fällen gefunden werden, so dass zum Teil stundenlange Wartezeiten an den Hotlines die Folge waren. Zum Teil hieß es dann, dass man kein Hotel mit Direktverrechnung vergeben könne und man erst mal in Vorleistung gehen solle und die Rechnung dann einreichen soll. Die Sicherheitskontrollen am Flughafen Köln/Bonn werden von einer privaten Sicherheitsfirma im Auftrag der Bundespolizei durchgeführt. Der Dienstleister leidet unter akutem Personalmangel. Ein Sprecher der Exekutive erklärte auch, dass die Landespolizei unterstützend eingreifen musste, um für

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Corendon setzt in Deutschland kräftig den Rotstift an

Die Ferienfluggesellschaften Corendon und Corendon Europe fahren die Präsenz in Deutschland deutlich zurück. Viele saisonale Strecken werden früher als ursprünglich angekündigt in die saisonale Winterpause geschickt. An fast allen deutschen Flughäfen, die angesteuert werden, kommt es ab August 2022 zu Kürzungen und vorzeitigen Streckeneinstellungen. Teilweise legt man auch Flüge zusammen und legt Zwischenstopps, beispielsweise in Friedrichshafen oder Palma de Mallorca ein. Der Schwerpunkt der Streichungen liegt offensichtlich auf Türkei-Verbindungen. Aber auch Ferienziele wie Lamezia Terme oder Heraklion sind ab manchen Airports betroffen. Je nach Flughafenstandort handelt es sich um einzelne Strecken, die temporär ausgesetzt werden oder aber um ein ganzes „Streichkonzert“. Nachstehend sind die Veränderung, gegliedert nach Airport, aufgelistet. Corendon wollte zu den Kürzungen in Deutschland keine Stellungnahme abgeben. Memmingen: Hurghada – temporäre Einstellung zwischen 19.09.2022 und 31.10.2022 Saarbrücken: Hurghada – temporäre Einstellung zwischen 06.09.2022 und 18.19.2022 Heraklion – saisonale Einstellung per 03.09.2022 Erfurt: Hurghada – temporäre Einstellung zwischen 01.09.2022 und 13.10.2022 Rhodos – Reduktion auf 1x wöchentlich per 23.08.2022 Heraklion – Reduktion auf 1x wöchentlich per 09.08.2022 Friedrichshafen: Hurghada – temporäre Einstellung zwischen 16.09.2022 und 07.10.2022 Rostock: Rhodos – saisonale Einstellung per 08.08.2022 Paderborn: Izmir – saisonale Einstellung per 03.09.2022 Heraklion – saisonale Einstellung per 19.08.2022 Rhodos – saisonale Einstellung per 19.08.2022 Leipzig: Hurghada – temporäre Reduktion auf 1x wöchentlich im September 2022 Bremen: Hurghada – temporäre Einstellung im September 2022 Izmir – saisonale Einstellung per 05.09.2022 Berlin-Brandenburg: Izmir – Reduktion auf 1x wöchentlich zwischen 05.09.2022 und 10.10.2022 Bodrum – saisonale Einstellung per 29.08.2022 Ankara – saisonale Einstellung per

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Indonesien: Citilink-Kapitän nach medizinischem Notfall verstorben

Am 21. Juli 2022 musste Citilink-Flug QG 307 kurz nach dem Start den Steigflug auf einer Höhe von 14.000 Fuß beenden. Der Erste Offizier meldete einen Notfall und teilte der Flugsicherung mit, dass der Kapitän handlungsunfähig geworden ist. In weiterer Folge ist der Pilot in einem Krankenhaus verstorben. Der von Citilink betriebene Airbus A320 mit der Registrierung PK-GLW war mit 171 Personen besetzt und sollte von Surabaya nach Makassar fliegen. Kurz nach dem Start meldete der Erste Offizier einen medizinischen Notfall. Laut Funkspruch soll der Kapitän plötzlich erkrankt sein und dadurch handlungsunfähig geworden sein. Der Copilot entschied sich für eine umgehende Rücklandung. Etwa 40 Minuten nach dem Abheben setzte die PK-GLW sicher auf der Piste 10 des Flughafens Surabaya auf. Medizinische Notfallversorgung wurde vom Airport bereits bereitgehalten und kam umgehend zum Einsatz. Der erkrankte Flugkapitän wurde in ein lokales Krankenhaus gebracht. Dort ist er nach einiger Zeit verstorben. Was genau den medizinischen Notfall mit Todesfolge ausgelöst hat ist noch unklar. Die Behörden haben ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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