Juli 29, 2022

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Juli 29, 2022

Israir will sich einen EU-Ableger kaufen

Die Israir Group will sich zum Preis von 20 bis 30 Millionen Euro einen Ableger in der Europäischen Union zulegen. Laut Börsenmitteilung befindet man sich in der finalen Phase und könnte gegebenenfalls im Verkaufsverfahren als Bestbieter ausgewählt werden. Man will keine Angaben zur Fluggesellschaft, die man übernehmen will, machen. Es handle sich um ein Luftfahrtunternehmen mit EU-AOC, mit dem man einen verbesserten Marktzugang in der Europäischen Union haben möchte. Die Israir Group soll im Verkaufsverfahren einer der letzten verbliebenen Bieter sein. Sollte man den Zuschlag bekommen, will man den Zukauf gänzlich neu ausrichten. Es ist anzunehmen, dass man auch Kostenvorteile im Verkehr zwischen der EU und Israel nutzen will. Vor einigen Monaten stand eine Fusion von Arkia, El Al und Israir im Raum. Diese scheint nun in weite Ferne gerückt zu sein.

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Treibstoffkrise in Nigeria spitzt sich weiter zu

In Nigeria erweist sich der Umstand, dass an den meisten Airports des afrikanischen Landes akute Treibstoffknappheit herrscht, zunehmend als ernsthaftes Problem. Viele Carrier mussten ihre Flugpläne drastisch kürzen. Der Branchenverband Airline Operators of Nigeria warnt ausdrücklich, dass die derzeitigen Zustände noch nicht die Spitze des Eisbergs sind, denn an vielen Airports ist die Versorgung mit Jet-A1 ganz und gar nicht mehr sichergestellt. Dies könnte zu massiven Störungen im Flugverkehr führen und stellt die Operators dann auch vor unlösbare Herausforderungen. „Aus diesem Grund wird es auf allen Flughäfen des Landes zu erheblichen Störungen des planmäßigen Flugbetriebs kommen, einschließlich Annullierungen und unnötigen Verspätungen. Dies ist eine vorhersehbare, aber unbeabsichtigte Folge der Flugbenzin-Knappheit im Land. Wir bitten daher die Reisenden um Verständnis für unsere Mitglieder, da derzeit Anstrengungen unternommen werden, um die Entwicklung zu bewältigen und den normalen Flugbetrieb wiederherzustellen“, so AON-Sprecher und Vorsitzender von United Nigeria Airlines, Obiora Okonkwo. Erst kürzlich musste die älteste Fluggesellschaft des Landes, Aero Contractors, den Flugbetrieb auf unbestimmte Zeit einstellen. Derzeit ist völlig unklar ob der Carrier jemals wieder abheben kann. Das Unternehmen soll auch nicht unerhebliche Zahlungsrückstände bei Leasinggesellschaften haben.

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Mangels Fuel Hedging: Wizz Air fliegt 452,4 Millionen Euro Quartalsverlust ein

Die stark gestiegenen Treibstoffkosten und das bislang nicht vorhandene Fuel Hedging machen sich in den jüngsten Quartalszahlen des Billigfliegers Wizz Air deutlich bemerkbar. Man konnte zwar die Anzahl der beförderten Passagiere deutlich steigern, jedoch flog man gleichzeitig einen exorbitant hohen Verlust ein. Auf den ersten Blick konnte Wizz Air im am 30. Juni 2022 abgelaufenen zweiten Quartal des Jahres 2022 stark von der angezogenen Nachfrage profitieren. Man hatte in diesem Zeitraum rund 12,2 Millionen Fluggäste an Bord und damit um 312,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Auslastung lag bei 84,7 Prozent. Der Billigflieger konnte also deutlich zulegen und befindet sich auf Wachstumskurs. Der Umstand, dass man sich mit dem Beginn der Corona-Pandemie für den Ausstieg aus dem Fuel Hedging entschieden hat, kommt dem Lowcoster nun richtig teuer zu stehen. Der Carrier muss den jeweils tagesaktuellen Pumpenpreis bezahlen und somit deutlich mehr als der Mitbewerber Ryanair, der sich mit rund 65 U.S.-Dollar pro Kerosineinheit abgesichert hat. Erst kürzlich gab die Geschäftsleitung der Wizz Air Group bekannt, dass man die Fuel-Hedging-Geschäfte wiederaufgenommen hat, aber das kommt reichlich zu spät. Die Folge daraus: Trotz des Umstands, dass man im direkten Vergleich mit dem Vorjahresquartal den Umsatz von 199 Millionen Euro auf 808,8 Millionen Euro steigern konnte, erdrücken die hohen Treibstoffkosten den Carrier regelrecht. Man schrieb allein im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust in der Höhe von 452,5 Millionen Euro. Das Ausmaß des Fehlbetrags ist fast ausschließlich auf das verpasste Fuel Hedging und somit die stark gestiegenen Kerosinpreise zurückzuführen. „Während wir

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