September 5, 2022

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September 5, 2022

Irischer Leasinggeber klagt Rossiya auf Herausgabe von Airbus A319

Der irische Leasinggeber Gain Aircraft Ireland hat im Vereinigten Königreich Klagen gegen Rossiya und Aeroflot eingebracht. Der gerichtliche Schritt zielt darauf ab, dass zwei Airbus A319 herausgegeben werden. Die betroffenen Maschinen sind im Jahr 2020 über einen Sale-and-Leaseback-Deal ins Eigentum der Tochtergesellschaft von GA Telesis gekommen. Unmittelbar nach dem Einmarsch der Armee der Russischen Föderation forderte der Lessor sein Eigentum zurück. Bislang wurden die Flugzeuge jedoch nicht zurückgeben, sondern wurden ohne Zustimmung ins russische Luftfahrtregister überführt und werden weiterhin verwendet. Zahlreiche Leasinggeber haben unter anderem im Vereinigten Königreich Klagen gegen russische Fluggesellschaften eingebracht. Diese zielen darauf ab, dass die Maschinen entweder zurückgegeben werden oder aber entsprechender Schadenersatz geleistet wird. Die Durchsetzbarkeit von Urteilen ist allerdings kompliziert, den Russland leistet nicht nur keine Amtshilfe, sondern hat national eine Rechtslage geschaffen, die ausländisches Fluggerät „schützt“. Westliches Fluggerät wird seitens der Carrier nur noch in Staaten eingesetzt, in denen die Pfändung als äußerst unwahrscheinlich gilt. Laut CH-Aviation.com tragen die betroffenen Flugzeuge derzeit die Registrierungen RA-73186 und RA-73216. Zuvor waren diese als VQ-BCO und VQ-BCP im Register der Bermuda Inseln eingetragen. Momentan stehen beide Maschinen im aktiven Liniendienst und fliegen primär innerhalb der Russischen Föderation.

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Ab 31. März 2023: Israel bannt vierstrahlige Flugzeuge

Aus Umweltschutzgründen will Israels Flughafenbehörde ab 31. März 2023 den Betrieb von vierstrahligen Verkehrsflugzeugen nicht mehr gestatten. Der Bann soll für sämtliche Flüge von/nach Israel gelten, wobei Überflüge nicht betroffen sein sollen. Das Amt begründet den Schritt in erster Linie mit Umwelt- und Lärmschutzüberlegungen. Gänzlich ausgeschlossen wird der Betrieb von Vierstrahlern aber nicht sein, denn Operators können Sondergenehmigungen beantragen. Auch sollen Notlandungen generell vom Bann ausgenommen sein. Die Israel Airports Authority machte keine näheren Angaben zu den Kriterien nach denen Ausnahmebewilligungen erteilt werden. Es ist aber anzunehmen, dass Regierungsmaschinen sowie dringende Frachtflüge diese erhalten können. Im Passagierbereich gibt es derzeit keine Verbindungen, die mit Vierstrahlern bedient werden. In der Vergangenheit verfügte El Al über Boeing 747. Die letzte Einheit hat die Flotte kurz vor dem Beginn der Corona-Pandemie verlassen. Ausländische Carrier setzten momentan nur Fluggerät mit zwei Triebwerken ein. „Der Anstieg des Passagier- und Flugzeugverkehrs am Ben-Gurion-Flughafen ist eine ökologische Herausforderung. Ich habe die Absicht, die Flughafenbehörde und den Ben-Gurion-Flughafen nicht nur im Bereich der Digitalisierung, sondern auch in Bezug auf Umwelt und Nachhaltigkeit in der Welt der Luftfahrt anzuführen. Der Stopp der Landung von viermotorigen Flugzeugen am Ben-Gurion-Flughafen ist ein Schritt und der erste Schritt eines umfassenderen Plans, der derzeit ausgearbeitet wird“, so Hagai Topolansky, Generaldirektor der IAA.

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Steuern und Gebühren: Ryanair will Bases in Athen und Brüssel schließen

Die Billigfluggesellschaft Ryanair befindet sich derzeit mit den Flughäfen Athen und Brüssel im Clinch um Flughafengebühren. Die Basis am griechischen Hauptstadt-Airport wird man zumindest über den Winter 2022/23 schließen. In Belgien droht man mit dem Rückzug aus Brüssel und der Verkleinerung von Charleroi. Aus der Sicht von Ryanair soll sich der Umstand, dass zahlreiche Flughäfen in Griechenland von Fraport betrieben werden, negativ auf die Gebührenstruktur auswirken. Man bezeichnet Fraport Greece gar als „deutschen Flughafenmonopolisten“. Die generelle Gebührenstruktur in diesem Land soll „dysfunktional“ sein. In Athen ist Fraport allerdings nicht der Betreiber des Flughafens. „Der Flughafen Athen ist ein Paradebeispiel dafür, dass die griechische Regierung und die deutschen Eigentümer von Hochpreisflughäfen es nicht schaffen, den Menschen und der Wirtschaft Griechenlands zu helfen“, so Ryanair-Chef Eddie Wilson. Dem Management des Billigfliegers stößt auf, dass die griechischen Flughäfen keine Anreize bieten würden in der Wintersaison den Flugverkehr anzukurbeln. Bezogen auf Athen kritisiert man, dass so verhindert werde, dass sich die Hauptstadt zu einem attraktiven Ganzjahresziel entwickeln könne. „Bedauerlicherweise für die griechischen Bürger hat die Entscheidung, die meisten griechischen Flughäfen an teure deutsche Betreiber zu verkaufen, verheerende Auswirkungen auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, da diese ausländischen Flughafenbetreiber die griechische Wirtschaft im Würgegriff haben, indem sie die Touristenströme und Geschäftsverbindungen einschränken und kein Interesse daran haben, die Preise zu senken, um den Verkehr anzukurbeln“, sagte Wilson. Besonders sauer stößt Ryanair eine neue Gebühr in der Höhe von 12 Euro auf. Diese bezeichnet der Konzern als „Strafsteuer für die Entwicklung des Flughafens“. Die Regierung habe zuvor

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