Oktober 3, 2022

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Oktober 3, 2022

Ägypten: Neuer Charteranbieter Red Sea Airlines ist in der Luft

Die neugegründete Fluggesellschaft Red Sea Airlines hat von den ägyptischen Behörden ihr AOC und ihre Betriebsgenehmigung erhalten. Der Carrier hat bereits den ersten Charterflug durchgeführt. Dieser wurde im Auftrag eines Teilhabers innerhalb von Ägypten geflogen. Die junge Fluggesellschaft ist mit einem lokalen Tour Operator verflochten und geht explizit als Charteranbieter an den Start. Zumindest vorläufig will man keine Linienflüge auf eigene Rechnung anbieten, sondern die Kapazität primär an Tour Operator verkaufen. Mit Hilfe des Gesellschafters Selfie Travel will man hauptsächlich Touristen nach Ägypten befördern. Das erste Flugzeug von Red Sea Airlines ist die Boeing 737-800 mit der Registrierung SU-RSB. Diese trägt die Seriennummer 29369 und war ursprünglich bei Air Transat im Einsatz. Das Unternehmen rechnet damit, dass man voraussichtlich im April 2023 eine baugliche Maschine übernehmen kann. Derzeit ist geplant, dass man im Sommerflugplan 2023 mit zwei Flugzeugen fliegen wird, jedoch kann man sich vorstellen bei entsprechender Auftragslage weitere Boeing 737-800 einzuflotten.

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Russland verliert Sitz in der ICAO-Führung

Die Russische Föderation hat am Samstag ihren Sitz im Verwaltungsrat der internationalen Luftfahrtorganisation ICAO verloren. Es gelang nicht mindestens 86 Stimmen zu bekommen. Im Nachgang der Abstimmung beantragte Russland eine verfahrenstechnische Überprüfung, da das Ansinnen auf Wiederholung abgelehnt wurde. Noch bis zum 7. Oktober 2022 findet die Generalversammlung der IACO in Montreal hab. Dieser Organisation gehören insgesamt 193 Nationen an. Das Leitungsgremium besteht aus Vertretern von 36 Staaten. Bislang gehörte auch Russland dem Verwaltungsrat an. Der Umstand, dass der Vertreter der Russischen Föderation die Wiederholung der Abstimmung gefordert hatte, löste bei vielen Mitgliedsstaaten Unverständnis aus. Beispielsweise sagte ein französischer Teilnehmer: „Wenn wir in unseren Ländern Abstimmungen haben und uns das Ergebnis nicht gefällt, bitten wir nicht um eine weitere Abstimmung“. „Wir möchten unser Bedauern über das Ergebnis der Wahl zum Ausdruck bringen“, sagte der russische Vertreter. „Wir betrachten dies als einen rein politischen Schritt, der nichts mit der Position Russlands im Bereich der Zivilluftfahrt zu tun hat.“ Bislang wurde Russland als wichtige Luftfahrtnation betrachtet und hatte daher mehr oder weniger fix einen Sitz im Leitungsgremium. Formell musste man sich in periodischen Abständen der Wiederwahl stellen. Diesmal konnte man die notwendige Mehrheit nicht bekommen. Hinter der Abwahl steckt nicht nur der kriegerische Einmarsch in die Ukraine, sondern auch der Umstand, dass hunderte Flugzeuge nicht an die Leasinggeber zurückgegeben wurden. Dies wird seitens der Mehrheit der ICOA-Mitglieder als illegal betrachtet. Moskau dementiert, dass man die Maschinen „beschlagnahmt“ habe.  Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die betroffenen Flugzeuge ohne Zustimmung der rechtmäßigen Eigentümer ins

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Mesa Airlines bringt Europa-Ableger mit Malta-AOC an den Start

Die U.S.-amerikanische Fluggesellschaft Mesa Airlines baut in Zusammenarbeit mit einem Partner einen europäischen Ableger unter dem Namen „Flite“ auf. Dieser soll im ersten Quartal 2023 unter mit maltesischem AOC an den Start gehen. Bereits vor längerer Zeit gab Mesa Airlines bekannt, dass man mit einem neuen Ableger in Europa expandieren will. In den Vereinigten Staaten ist man mit einer Flotte von 168 Maschinen einer der größten ACMI-Anbieter. Man ist unter anderem mit Bombardier CRJ-900 für American Airlines und mit Embraer 175 für United Airlines unterwegs. Auch betreibt man Frachtflugzeuge des Typs Boeing 737 für DHL Express. Eigentlich wollte Mesa Airlines schon Ende 2021 mit dem Europa-Ableger an den Start gehen. Diverse Umstände haben aber dazu geführt, dass das Projekt um ein mehr als ein Jahr auf das erste Quartal 2023 verschoben wurde. AOC und Betriebsgenehmigung hat man bereits bei der maltesischen Luftfahrtbehörde beantragt. Auch in Europa will man primär ACMI- und Charterdienstleistungen erbringen. Zunächst will man mit dem Maschinentyp Bombardier CRJ-900 aktiv sein. Laut Mavio News hat man sich bereits auf den Markennamen Flite festgelegt. Das neue Luftfahrtunternehmen wird in Kooperation mit Gramercy Associates und wird beispielsweise mit Air Nostrum, Xfly und CItyjet in direkte Konkurrenz treten.

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