Februar 20, 2023

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Februar 20, 2023

Rettung gescheitert: Flybe wird abgewickelt

Die neuerlich insolvente Fluggesellschaft Flybe wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr in die Luft erheben können, denn die Masseverwalter haben mitgeteilt, dass Gespräche mit Interessenten nicht erfolgreich waren. Nun folgt die Abwicklung. „Leider gab es eine Reihe schwieriger Umstände, darunter die ‚use-it-or-lose-it‘-Regeln für Slots, die Komplexität der europäischen Anerkennung einer potenziellen befristeten Betriebslizenz und die hohen Kosten, die mit dem Erhalt der Betriebsplattform des Unternehmens verbunden sind, was bedeutete, dass es nur ein begrenztes Zeitfenster gab, in dem ein klarer Weg nach vorn festgelegt werden konnte. Es ist jedoch bedauerlich, dass die Gespräche nun zu Ende gegangen sind, ohne dass eine Einigung erzielt wurde“, so Insolvenzverwalter Mike Pike. Flybe musste nach weniger als einem Jahr nach dem Neustart erneut Insolvenz anmelden. Der Flugbetrieb wurde umgehend eingestellt. Zuletzt sollen sich Air France-KLM und Lufthansa an den Start- und Landerechten in Heathrow und Amsterdam-Schiphol interessiert gezeigt haben, jedoch wurde aus den Gesprächen offensichtlich nichts.

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Comeback: Air India ist zurück in Wien

Am Samstag feierte die Fluggesellschaft Air India ihr Comeback in Wien-Schwechat. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte man die Delhi-Verbindung über einen längeren Zeitraum hinweg pausiert. Nun fliegt man wieder dreimal wöchentlich, wobei im Regelfall Boeing 787-8 eingesetzt werden. Offiziell „eröffnet“ wurde die Flugverbindung im Rahmen eines Fototermins von seiner Exzellenz Jaideep Mazumdar, Botschafter von Indien in Wien, Sachin Verma, Airport Manager-FRA von Air India und Nikolaus Gretzmacher, Senior Vice President Operations der Flughafen Wien AG. „Wien ist wieder direkt an Delhi angeschlossen: Mit Air India ist die Wiederherstellung einer Direktverbindung von Wien in die Hauptstadtregion Indiens gesichert und das ist ein erfreulicher Erfolg. Indien zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt und Delhi ist das wichtigste Wirtschaftszentrum des Landes. Auch in touristischer Hinsicht ist die Metropole eine attraktive Destination und Wien ein wichtiger Markt für den indischen Tourismus. Wir freuen uns über die Wiederaufnahme der Verbindung und an die gute Zusammenarbeit mit Air India anknüpfen zu können“, erklärt Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG. Die Durchführung der Air-India-Flüge von Wien nach Delhi erfolgt an den Verkehrstagen Dienstag, Donnerstag und Samstag. Es werden Anschlüsse zu 43 weiteren Destinationen innerhalb des Landes, aber auch zu Zielen in Asien und Australien angeboten. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Carrier, der eine Tochtergesellschaft von Tata Sons ist, Großbestellungen bei Airbus und Boeing getätigt hat. „Die Wiederaufnahme unserer Nonstop-Flüge zwischen Delhi und Wien ist ein wichtiger Schritt im Rahmen unseres Fünfjahresplans Vihaan.AI, der unter anderem darauf abzielt, das globale Netzwerk von Air India zu stärken.

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Paris-Orly: Azul nimmt Viracopos/Campinas auf

Die brasilianische Fluggesellschaft Azul plant im Sommerflugplan 2023 eine Nonstopverbindung zwischen Viracopos/Campinas und Paris-Orly aufzunehmen. Diese soll sechsmal wöchentlich bedient werden. Als Maschinentyp sind Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A350 geplant. In Richtung Paris will man mit Ausnahme des Verkehrstages Dienstag täglich fliegen. Folglich wird auf dem Rückweg mittwochs nicht geflogen. Der Erstflug ist für den 26. April 2023 angekündigt, so Azul.

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Mit Dash 8-100: Universal Air flog Hilfsgüter nach Adana

Mit der de Havilland Dash 8-100, die die Registrierung 9H-ALM trägt, wurden vergangene Woche Hilfsgüter von Malta in die Türkei geflogen. An Bord des Turbopropflugzeugs befanden sich Lebensmittel, Decken, warme Kleidung, Babyartikel und viele weitere Gegenstände, die im Nachgang des Erbebens dringt benötigt werden. Die Hilfsgüter wurden aufgrund einer privaten Initiative von einer Vielzahl maltesischer Privatpersonen gespendet. Die Bevölkerung war dazu aufgerufen Sachspenden, die für die vom Erdbeben geplagte Region in der Türkei bestimmt sind, zu spenden. Dabei konnte jeder, der wollte, so viel oder wenig zur Verfügung stellen wie er wollte bzw. konnte. Kapitän Mark Berg und First Officer Thomas Oyston, beide für die maltesische Universal Air tätig, haben die Sachspenden kann am 16. Feber 2023 von Luqa nach Adana geflogen. Dort wurden die Hilfsgüter umgehend an die Bevölkerung verteilt. Als Fluggerät kam die de Havilland Dash 8-100 mit der Registrierung 9H-ALM zum Einsatz. Diese Maschine wurde im Jahr 1997 an Ryukyu Air Commuter ausgeliefert und wird seit einiger Zeit vom maltesischen Carrier genutzt. Auf dem Weg von Malta in die Türkei musste aus technischen Gründen am Flughafen Heraklion ein Tankstopp eingelegt werden.

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Mexiko: Aeromar muss nach 35 Jahren das Handtuch werfen

Die mexikanische Fluggesellschaft Aeromar musste nach rund 35 Jahren den Flugbetrieb einstellen. Zuletzt war das Unternehmen von finanziellen Schwierigkeiten geplagt. Seit 2020 ist es der zweite Carrier dieses Landes, der den Betrieb aufgeben musste. Aeromar hatte zuletzt 21 Inlandsziele und bediente drei internationale Destinationen. Offiziellen Angaben nach hat man allein gegenüber Flughäfen, Dienstleistern und der mexikanischen Regierung einen Schuldenberg in der Höhe von rund 600 Millionen U.S.-Dollar angehäuft. Die Flotte von Aeromar bestand zuletzt aus drei ATR42-500, zwei ATR42-600 und sechs ATR72-600. In der Vergangenheit hatte man auch ATR42-300 sowie Regionaljets der Typen CRJ-200ER und CRJ-200LR in Betrieb.

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Flughafen Wien lässt Feuerwehr-Bus, Zapfsäulen und Rasenvertikutierer versteigern

Österreichs größter Flughafen, Wien-Schwechat, lässt derzeit über Troostwijk Auctions einige Fahrzeuge, Zapfsäulen und andere nicht mehr benötigte Gegenstände gegen Höchstgebot verkaufen. Derartige Auktionen kommen häufiger vor, jedoch ist diesmal der zum Teil schlechte Zustand der Güter auffällig. Beispielsweise sind die drei angebotenen ehemaligen Follow-Me-Cars offensichtlich schwer beschädigt. Dies ist ein Indiz dafür, dass diese irgendwann in der Vergangenheit einen Unfall gehabt haben dürften. Einen fahrtüchtigen Eindruck hinterlassen die Autos nicht mehr. Ebenfalls erhältlich: Ein Feuerwehr-Bus mit einer durchaus interessanten Vorgeschichte. Ursprünglich wurde dieses Fahrzeug von Dr. Richard im Auftrag der Wiener Linien betrieben. Später wurde es an die Flughafen Wien AG verkauft. Der ehemalige Linienbus wurde in eine mobile Einsatzzentrale der Feuerwehr verwandet. Da der Bus ohnehin schon rot war, musste man diesen nicht umlackieren. Blaulichter aufs Dach gab es aber sehr wohl. Nebst Autoreifen für BMW X5, Elektro-Roller, Autos, Transporter, Bodenreiniger, Generatoren, Zapfsäulen und Tankautomaten gibt es auch einen Rasenvertikutierer und viele weitere ausgemusterte Gegenstände. Die Auktion läuft noch bis 9. März 2023 und wer schon immer mal eine Flugzeugschleppstange haben wollte, könnte auch auf seine Kosten kommen. Der Katalog der Online-Versteigerung befindet sich unter diesem Link bei Troostwijk Auctions.

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ANA will Billigtochter Air Japan im zweiten Halbjahr 2023 an den Start bringen

Im zweiten Halbjahr 2023 soll mit Air Japan ein neuer Billigflieger an den Start gehen. Die ANA-Tochter, die zusätzlich zur Hauptmarke und Peach ins Leben gerufen wird, soll sich darauf fokussieren weitere Auslandsmärkte zu erschließen. Eigentlich sollte die japanische Neugründung schon längst in der Luft sein, jedoch entschied man sich während der Corona-Pandemie dazu das Projekt temporär zu verlangsamen. Hintergrund war auch, dass Japan über einen langen Zeitraum strenge Einreise- und Quarantänebestimmungen, die von den meisten Nicht-Einwohnern gar nicht erfüllt werden konnten, praktiziert hat. Im zweiten Halbjahr 2023 soll es aber soweit sein und mit Air Japan soll ein zusätzlicher Lowcoster der ANA-Gruppe aktiv werden. Preislich will man mit Billig-Konkurrenten mithalten, jedoch will man sich über verbesserten Service und guten Komfort vom Mitbewerb abheben. Weder der Mainline ANA noch der Konzernschwester Peach will man dabei Konkurrenz machen, sondern Air Japan soll sich gezielt auf neue Auslandsmärkte fokussieren. Dabei wirft man ein besonderes Auge auf den Verkehr in Richtung Japan. Die Kernmarke ANA wird ihre Kapazität bis zum Geschäftsjahr 2025 auf etwa 105 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 erhöhen. ANA und Peach werden ihre Flugpläne abgestimmt entwickeln, sowie Routen und Flüge flexibel an die Passagiernachfrage anpassen. Die Flotte der Gruppe wird so erweitert, dass sie bis zum Geschäftsjahr 2030 das Niveau von vor der Corona Phase übertroffen hat. Sie wird dann eine Flotte von 100 Boeing 787 mit einem höheren Anteil an kleinen und mittelgroßen Flugzeugen umfassen. Parallel zu der Erholung der Nachfrage werden die Flotte für internationale Strecken und

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Noch keine Slots: Jetblue will Amsterdam anfliegen

Die U.S.-amerikanische Billigfluggesellschaft Jetblue beabsichtigt ab Boston und New York-JFK mit dem Maschinentyp Airbus A321LR nach Amsterdam zu fliegen. Allerdings hat man ein Problem: An die notwendigen Slots in Schiphol muss man erst noch kommen. Seitens Jetblue hofft man auf behördliche Hilfe durch das U.S.-amerikanische Department of Transport, denn man hat beantragt, dass dieses zumindest zwei tägliche Kurspaare, die momentan von KLM gehalten werden, aufhebt und an Jetblue vergibt. Über diesen Weg hofft man doch noch an Start- und Landerechte in Schiphol zu kommen. Ob das Vorhaben gelingt, ist derzeit noch offen.

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Heathrow: Ertappter Cannabis-Schmuggler kassiert 32 Monate Haft

Ende der vergangenen Woche konnten Zöllner des Vereinigten Königreichs auf dem Flughafen London-Heathrow einen Cannabis-Schmuggler, der „Ware“ mit einem Straßenwert von etwa 900.000 U.S.-Dollar dabei hatte, auf frischer Tat ertappen. Der U.S.-amerikanische Staatsbürger wurde am 16. Januar 2023 kurz nach seiner Ankunft aus Los Angeles zu einer routinemäßigen Zollkontrolle gebeten. Er gab gegenüber den Grenzschutzbeamten an, dass er Freunde an der Universität besuchen wolle. Bei der Durchsuchung seiner beiden eingecheckten Koffer wurden jedoch rund 47 Kilo Cannabiskraut gefunden. Laut National Crime Agency (NCA) soll der mutmaßliche Schmuggler in seiner Heimat als Fotograf tätig sein. Zunächst bestritt er, dass er Eigentümer der Koffer ist. Laut Behörde sollen diese aber sowohl mit selbstangebrachten Namensschildern als auch Airline-Tags, die das Gegenteil vermuten haben sollen, versehen gewesen sein. Der 26-jährige Mann wurde durch die NCA zunächst verhört und anschließend wegen versuchter Einfuhr von Suchtgift der Klasse B angezeigt. Zwischenzeitlich gab es auch eine Anhörung vor dem Isleworth Crown Court, das sich im Westen der britischen Hauptstadt London befindet. Vor dem Richter bekannte sich der U.S.-Amerikaner schuldig und wurde zu einer Haftstraße von 32 Monaten verurteilt. Auf ein Rechtsmittel soll er verzichtet haben. Für die britischen Behörden erweist sich der Umstand, dass Cannabis in einigen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika legalisiert wurde, als Problem. Immer wieder versuchen Reisende diesen „Stoff“ illegal nach UK zu bringen. Auf dem Schwarzmarkt des Vereinigten Königreichs können wesentlich höhere Verkaufspreise als in den USA erzielt werden. Laut NCA wurden allein im Jänner und Feber 2023 19 Personen mit U.S.-amerikanischer

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Auch Latam will Viva Colombia übernehmen

Für die insolvente Fluggesellschaft Viva Colombia gibt es nach Avianca und Jetsmart einen weiteren Interessenten. Die Latam Group bekundete ebenfalls Interesse an einer Übernahme, so dass sich ein Dreikampf entwickeln könnte. Ursprünglich wollte Viva Columbia mit Avianca fusionieren. Die Freigabe durch die Wettbewerbsbehörden lässt auf sich warten. Vor wenigen Tagen gab Jetsmart bekannt, dass man dazu bereit ist den sich mittlerweile unter Gläubigerschutz befindlichen Carrier zu übernehmen. Auch Latam ist nun an Viva Columbia interessiert.

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