
Made in Austria: Aircraft-Upcycling im Steigflug
Noch vor einigen Jahren hat sich kaum jemand Gedanken darüber gemacht was man aus einem ausgemusterten Produkt noch machen könnte. Ob Kleidungsstück, das nicht mehr gefällt oder ein in die Jahre gekommenes Flugzeug, Vieles wurde nicht wiederverwertet. Mittlerweile ist „Upcycling“ zu einem regelrechten Modetrend, der auch vor der Luftfahrt nicht Halt macht, geworden. Die japanische Fluggesellschaft ANA löste einen Hype um simple Pantoffeln, die aus Sitzbezügen hergestellt wurden, aus. Trotz eines nicht gerade preiswerten Kaufpreises war die Nachfrage so groß, dass man erst in einem Gewinnspiel die Kaufrechte gewinnen musste. Gratis gab es die „Patschen“ nicht, denn man musste ausgelost werden, um diese überhaupt kaufen zu dürfen. Sicherlich ist dies ein extremes Beispiel, jedoch erfreuen sich Upcycling-Produkte aus der Luftfahrt generell immer größerer Beliebtheit. Da in Verkehrsflugzeugen äußerst viele verschiedene Materialien verbaut sind, ist das Spektrum der Möglichkeiten, diesen ein zweites Leben einzuhauchen, äußerst groß. Es gibt nur wenige Dinge, die man nicht machen kann. Kreativität und natürlich ein bisschen Gespür, was Sammler und andere potentielle Käufer so schätzen, sind gefragt. Im Luftfahrt-Upcycling-Business ist auch ein österreichisches Startup, das von Piloten ins Leben gerufen wurde, aktiv. Beispielsweise hat man aus Komponenten der OE-LAW, einer ehemaligen Boeing 767-300ER von Lauda Air bzw. Austrian Airlines einige interessante Produkte generiert. Eigentlich klingt es ganz simpel aus einem Stück Rumpf eines Langstreckenflugzeuges zum Beispiel einen Schlüsselanhänger zu machen, aber auch nur in der Theorie. Die Herausforderung für das Team des österreichischen Startups Aicrafttag beginnt nämlich bereits bei der Suche nach geeignetem „Rohmaterial“. Ausgemusterte Verkehrsflugzeuge
